In Starbase baut und programmiert ihr eure eigene Raumstation (oder zerlegt die von anderen)

Das neue Spiel der Trine-Macher mischt Minecraft mit Star Citizen und lässt uns Raumschiffe und -stationen bis in kleinste Detail durchplanen und genauso detailreich wieder zerstören.

von Fabiano Uslenghi,
29.05.2019 13:44 Uhr

Minecraft triff auf Star Citizen - Starbase lässt uns so detailreiche Raumschiffe bauen wie noch kein Spiel davor 3:48 Minecraft triff auf Star Citizen - Starbase lässt uns so detailreiche Raumschiffe bauen wie noch kein Spiel davor

Wer wollte nicht schon immer seine eigene Raumstation haben? Starbase will diesen Wunsch wahr werden lassen und verfolgt dabei durchaus ambitionierte Ziele. Die Weltraum-Sandbox präsentiert sich im Trailer als ein Traum jedes Hobby-Ingenieurs und vermischt dabei die kreativen Möglichkeiten eines Minecraft mit dem persistenten Online-Universum eines Star Citizen oder Eve Online.

Fünf Jahre lang hat das Entwicklerstudio Frozenbyte im Geheimen an Starbase getüftelt und hierfür eine völlig neue Engine aus dem Boden gestampft. Das war auch bitte nötig, den Starbase verfolgt für ein Indie-Spiel durchaus hohe technische Ambitionen: In Starbase sollen nämliche alle Objekte, die ihr finden oder bauen könnt, vollständig zerstörbar sein. Aber nicht einfach nur, in dem nach und nach kleinere Assets entfernt werden, sondern dynamisch und bis ins kleinste Detail.

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Hier soll auch die Physik eine wichtige Rolle spielen. Je schneller in Starbase ein Objekt auf ein anderes trifft, um so heftiger fällt die Zerstörung aus. Auch das Gewicht und Material der einzelnen Gegenstände spielen bei der Zerstörung eine Rolle.

Programmierer im Weltall gesucht

Im Kern handelt es sich bei Starbase um ein Sandbox-MMO, bei dem wir entweder alleine oder mit Freunden ein großes, offenes Universum erforschen und Ressourcen sammeln. Wir steuern einen Roboter aus der Ego-Ansicht und können mit Werkzeugen wie bei No Man's Sky Asteroiden anbohren und verschiedene Erze gewinnen. Daraus bauen wir dann eigene Strukturen, die wir fast völlig frei zusammenfügen dürfen.

An unsere Schiffe und Stationen montieren wir Geschütztürme. Nur zur Sicherheit.An unsere Schiffe und Stationen montieren wir Geschütztürme. Nur zur Sicherheit.

Es sollen nicht nur kleine Ein-Mann-Raumschiffe möglich sein, sondern vor allem auch große Kreuzer und ganze Raumstationen. Dabei können wir festlegen, wo sich jede einzelne Schraube befinden soll und müssen auch Stromversorgung und Treibstoff einplanen. Selbst kleine Raumschiffe sollen aus mehreren tausend Teilen bestehen, was sich dann wiederum bei der Zerstörung zeigt.

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Im Trailer entert ein Spieler etwa eine Kapsel, in dem er erst die Haltebolzen einer Zugangsluke zerstört und dann heraus hebt. Noch komplexer wird das Spiel durch die Möglichkeit, eigene Funktionen zu programmieren. Es gibt eine interne Programmier-Sprache, mit der Vorgänge in unseren Stationen automatisiert werden können.

Eine lange Reise zum Mond

Laut Aussage der Entwickler soll die Spielwelt von Starbase schon in der anstehenden Early-Access-Phase »gewaltig groß« sein. Allerdings wird es wohl keine begehbaren Planeten geben. In dem gesamten Universum sind stattdessen ca. 20 sogenannte Mega-Stationen verteilt, die im Orbit um einen Gasriesen kreisen. Von einer Station zur nächsten zu gelangen, soll in Echtzeit etwa fünf Minuten dauern.

Starbase - Screenshots ansehen

Weitere interessante Orte sind ein Asteroidenfeld, in dem wir Ressourcen abbauen können und auch ein begehbarer Mond. Laut der Entwickler soll es allerdings Tage dauern, bevor Spieler in der Lage sind diesen überhaupt zu erreichen. Dazu kommt noch das Problem, dass wohl vielen Schiffen vorher der Treibstoff ausgeht. Für solche großen Expeditionen wird es also unbedingt notwendig sein, sich mit anderen Spieler zusammen zu tun und einen Plan auszuarbeiten.

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Wer lieber alleine unterwegs ist, kann aber auch Missionen der beiden Fraktionen Empire und Kingdom annehmen. Diese werden sowohl von der KI, als auch Entwicklern kontrolliert. Als Belohnung winken bessere Ressourcen, sowie ein gesteigerter Ruf.

Zumindest im Trailer scheint das Vorhaben von Entwickler Frozenbyte schon gut aufzugehen. Allerdings wird Starbase natürlich auch sehr von seiner Spielerschaft abhängen und daran wachsen. Auch ob technisch alles so rund läuft, wie die Finnen sich das vorstellen, muss sich erst noch zeigen. Die Early-Access-Phase von Starbase auf Steam soll noch dieses Jahr zu einem nicht weiter bestimmten Datum starten.

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