Intel The Element - CPU, Ram und SSD einfach per Steckkarte aufrüsten?

The Element heißt das neue Rechenmodul von Intel, das Prozessor, Arbeitsspeicher und eine SSD-Festplatte auf einem PCI-Express-Modul vereint.

von Manuel Schulz,
11.10.2019 06:39 Uhr

Intels The Element könnte in Zukunft das Herzstück von Komplett-PCs sein(Bild: Anandtech.com)Intels The Element könnte in Zukunft das Herzstück von Komplett-PCs sein(Bild: Anandtech.com)

Intel hat eine neue Generation der Compute-Karten herausgebracht. »The Element« ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen aber bedeutend leistungsstärker. Derzeit ist das PCI-Express-Modul mit CPU,RAM und Grafik jedoch noch im Vorserienstatus.

»The Element« wird zukünftig ein kompletter PC-Baustein sein, der dann relativ leicht austauschbar ist. Insbesondere für Komplett-PCs soll die Compute-Karte als Herzstück dienen. Die Basis ist ein spezielles Mainboard von Intel (mehr Bilder im Artikel bei Anandtech.com).

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Dieses im Gehäuse verbaute Mainboard dient dabei lediglich als Plattform zum Anschluss dedizierter Grafik- und Soundkarten sowie weiterer Festplatten und anderer Geräte. Da zur Aufrüstung nur noch ein Bauteil gewechselt werden muss, soll das auch für Laien problemlos machbar sein.

»The Element« selbst enthält dabei die drei wichtigsten Komponenten. Eine schnelle Systemfestplatte in Form einer SSD, einen fest verbauten Prozessor mit integrierter Grafikeinheit und Arbeitsspeicher.

Der gezeigte Prototyp, der zwei Slots im Gehäuse belegt, enthält eine verlötete Intel Xeon-CPU samt integrierter GPU, die aber nur zum Einsatz kommt, sofern keine dedizierte Grafikkarte verbaut ist.

RAM und Systemfestplatte austauschbar

Arbeitsspeicher und SSD lassen sich austauschen und verwenden dabei die herkömmlichen Standards SO-DIMM für den RAM beziehungsweise M.2 für die Festplatte. Die Kühlung übernimmt ein kleiner Radiallüfter.

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Durch die kompakte Bauform gibt es etwas Einschränkungen bei den Anschlüssen, trotzdem sollten diese für fast alle Anwendungen reichen: Zwei Gigabit-Netzwerkanschlüsse, vier USB 3.2 Gen 1-, zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse sowie zur Bildübertragung ein HDMI 2.0-Anschluss sind dabei.

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Der Prototyp wird über einen zusätzlichen 8-Pol-Stromanschluss (wie Grafikakrten) mit Energie versorgt. Welche Stromanschluss das Basismainboard benötigt, hat Intel nicht bekanntgegeben.

In Zukunft soll es zudem verschiedene Varianten des »The Element« geben. Eine schwächere Variante könnte durch die Verwendung eines mobilen Prozessors der U-Serie ohne Stromanschluss auskommen und nur Strom über den PCI-Express-Anschluss beziehen.

Bereits im Frühling 2020 soll »The Element« auf dem Markt erscheinen.


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