Internet per Kabel - Vodafone will Konkurrenz für 18 Milliarden kaufen, Telekom fürchtet Monopol

Vodafone hat angekündigt, den britischen TV-Kabel-Konkurrenten Liberty Global aufkaufen zu wollen - sehr zum Unmut der Telekom, die eine Monopolstellung des Konzerns befürchtet.

von Sara Petzold,
09.05.2018 16:15 Uhr

Vodafone könnte durch die Übernahme von Liberty Global zum führenden Kabel-DSL-Anbieter in Deutschland aufsteigen.Vodafone könnte durch die Übernahme von Liberty Global zum führenden Kabel-DSL-Anbieter in Deutschland aufsteigen.

18,4 Milliarden Euro will Vodafone sich den Kauf des britischen Breitbandkonzerns Liberty Global kosten lassen, zu dem auch der deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia gehört. Mit diesem Deal will Vodafone nach eigenen Angaben zum »führenden Next-Generation Netzwerkanbieter in Europa« aufsteigen.

Sollte die Übernahme durch die europäischen Kartellbehörden abgesegnet werden, würde Vodafone das gesamte Kabel-TV-Netz in Deutschland in Besitz bringen, wie Heise berichtet. Vodafone hatte zuvor bereits im Jahr 2014 den Anbieter Kabel Deutschland gekauft.

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Gigabit für 62 Prozent aller deutschen Haushalte bis 2022

Vodafone selbst verweist in einer offiziellen Mitteilung auf die Digitalisierungspläne der Bundesregierung und verspricht, mithilfe des Kaufs von Liberty Global bis 2022 rund 62 Prozent aller deutschen Haushalte mit Gigabit-Internet versorgen zu können. Innerhalb von vier Jahren sollen dabei 25 Millionen deutsche Haushalte ein Upgrade auf Gigabit-Geschwindigkeit erhalten.

Während Vodafone sich im Rahmen der Übernahmebestrebungen selbst als »starker zweiter Anbieter digitaler Infrastruktur auf dem deutschen Markt« bezeichnet, steht die Telekom der geplanten Shopping-Tour ihrer Konkurrenz betont skeptisch gegenüber. Sie befürchtet eine Monopolstellung Vodafones auf dem Kabelfernsehmarkt. Ob diese Befürchtungen berechtigt sind, müssen jetzt die Kartellbehörden entscheiden.

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