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iPhone 11 sendet Standortdaten - auch wenn Nutzer den Zugriff einzeln abschalten

Apples iPhone 11 sendet aktiv Standortdaten, auch wenn Nutzer die Standortabfrage deaktiviert haben. Offenbar nutzen bestimmte Systemdienste diese Abfrage.

von Sara Petzold,
06.12.2019 19:29 Uhr

Derzeit zeigen sich iPhone-Nutzer irritiert über nicht genau zuzuordnene Standort-Abfagen von Systemdiensten. Derzeit zeigen sich iPhone-Nutzer irritiert über nicht genau zuzuordnene Standort-Abfagen von Systemdiensten.

Apple betont gerne, wie wichtig dem Unternehmen der Schutz von Daten sei und wieviel Wert es auf Datensicherheit lege.

Kunden zeigen sich dementsprechend umso mehr irritiert darüber, dass das iPhone 11 offenbar den Standort seines Nutzers abfragt, auch wenn dieser die Abfrage einzeln deaktiviert hat.

Der US-amerikanische Sicherheitsforscher Brian Krebs hat herausgefunden, dass das iPhone 11 (Pro) regelmäßig Standortabfragen sendet, obwohl letztere für alle Apps und System-Dienste auf dem Gerät abgeschaltet sind (via Heise). Das Kompassnadel-Icon in der iPhone-Statusleiste indiziert dann die anhaltende Standortabfrage.

Laut Apple keine Fehlfunktion

Das iPhone 11 Pro nutzt Systemdienste, deren Standortabfrage sich nicht einzeln abschalten lässt. Das iPhone 11 Pro nutzt Systemdienste, deren Standortabfrage sich nicht einzeln abschalten lässt.

Nur wenn Nutzer den Zugriff auf den Standort vollständig in den Privatsphäre-Einstellungen deaktivieren, verschwindet das Icon, solange die Standort-Dienste nicht wieder aktiviert werden.

Wer die Standortabfrage hingegen für Apps und Systemdienste einzeln abschaltet, hindert das iPhone 11 und bestimmte Systemdienste offenbar nicht daran, Standortdaten abzufragen beziehungsweise zu senden. Apple erklärte diesbezüglich, das iPhone 11 funktioniere wie vorgesehen:

"Wir erkennen keine tatsächlichen Konsequenzen für die Sicherheit. Es handelt sich um erwartetes Verhalten, dass das Standort-Dienste-Icon in der Statusleiste erscheint, wenn die Standort-Dienste aktiv sind. Das Icon erscheint für Systemdienste, die keinen Schalter in den Einstellungen besitzen."

Einzelne Deaktivierung bald möglich

Apple stellt in Aussicht, die unerwünschte Standortabfrage bald auch einzeln deaktivierbar zu machen. Apple stellt in Aussicht, die unerwünschte Standortabfrage bald auch einzeln deaktivierbar zu machen.

Das iPhone 11 besitzt also Systemdienste, die die Standortabfrage nutzen, für die sich letztere aber nicht einzeln abschalten lässt. Apple teilte auf Anfrage gegenüber Techcrunch außerdem mit, dass das iPhone 11 diese Dienste inklusive Standortabfrage für die Ultra-Breitband-Technologie benötige:

"Die Ultra-Breitband-Technologie ist ein Industriestandard und internationalen Regulierungen unterworfen, die verlangen, dass diese Technologie an bestimmten Orten abgeschaltet wird. iOS nutzt die Standortdienste, um herauszufinden, ob ein iPhone sich in diesen Verbotszonen befindet, um dann die Ultra-Breitband-Technologie abzuschalten und den Regulierungen zu entsprechen. Dieses Vorgehen und der Gebrauch von Standortdaten findet ausschließlich auf dem Gerät selbst statt. Apple sammelt keine Standortdaten von Nutzern."

Apple hat außerdem angekündigt, mit einem künftigen Patch für iOS den Nutzern die Möglichkeit zu geben, auch diese Standortabfragen einzeln in den Einstellungen des iPhones zu deaktivieren.

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