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Seite 2: Just Cause 4 im Test - Zündet der Open-World-Krawall ein viertes Mal?

Schrittweise Eroberung

Um die Geschichte voranzutreiben und die zugehörigen Hauptmissionen angehen zu können, müssen wir zunächst einmal bestimmte Regionen von der Herrschaft der Schwarzen Hand befreien. Und das geschieht bei den meisten der gut 30 Gebieten der Insel auf ziemlich gleichförmige Weise. Rico fährt, fliegt, schwingt und schwebt zu einer weitläufigen Militär- oder Industrieanlage des Feindes und bekommt dann über Funk Anweisungen, was zu tun ist.

Gewöhnlich dreht es sich dabei um das besagte Finden und Zerstören von Generatoren, die beispielsweise gewaltige Kanonen mit Energie versorgen. Oder das Hacken von Rechnern, wofür wir den Computerfachmann der Chaosarmee in einer Garage aufpicken und zu einer Handvoll Terminals fahren müssen - natürlich unter heftigstem Beschuss des Gegners.

Just Cause 4 - Screenshots ansehen

Manchmal befreien wir auch einige Gefangene, denen Rico dann in stets gleicher Animation ein paar Pumpguns entgegenwirft und die uns anschließend unter schwerem Feuer zu einem Abholort begleiten. Wer solche Beschützer-Missionen in Videospielen verabscheut, darf aber aufatmen: Die Häftlinge sind gute und zähe Kämpfer. Es müssen schon sehr viel dumme Zufälle passieren (die dann zumindest gern mal in Feuer- und Explosionsinfernos münden), damit einer von ihnen das Zeitliche segnet.

Überhaupt: Mit einer halbwegs geschickten und umsichtigen Vorgehensweise werden wir nur selten im Spiel auf entmutigende Stellen stoßen. Die Rücksetzpunkte sind ebenso fair wie der nicht einstellbare Schwierigkeitsgrad.

Etwas Frust kommt höchstens bei Missionen mit Zeitlimit auf: Wenn wir innerhalb weniger Minuten die Terminals von vier weit voneinander entfernten Wachtürmen erreichen sollen - natürlich im Visier aufmerksamer Scharfschützen und beharkt von Granaten - oder zehn verminte Autos in einem Hafenbecken entsorgen müssen, drücken wir in der Hektik schnell mal eine falsche Taste. Unter Zeitdruck krachen wir wegen einem unsauberen Steuerkommando gerne auch mal mit Fahrzeug oder Fallschirm in die nächste Wand und der einhergehende Zeitverlust lässt sich dann nicht wiedergutmachen.

Just Cause 4 - Die Entwickler zeigen das Actionspiel in 19 Minuten Gameplay 19:00 Just Cause 4 - Die Entwickler zeigen das Actionspiel in 19 Minuten Gameplay

Schnelle Reise über große Insel

Allerdings sind gerade die nervtötenden Missionen mitunter optional. Dann bleibt eben ein Gebiet erstmal unter Kontrolle der Schwarzen Hand. Außerdem lässt sich die Vorgehensweise im Vorfeld recht gut planen. Hier erweist sich die Luftunterstützung durch die Chaosarmee als praktisch: Im Lauf der Zeit schalten wir Piloten und Material frei, das in Windeseile an unseren Standort geliefert wird - Waffen, Motorräder, Panzer, Flugzeuge, sogar ganze Schlachtschiffe. Im Fall des Wachturm-Hoppings leistet uns beispielsweise ein kleiner, wendiger Hubschrauber exzellente Dienste, den wir vor Start des Countdowns anfordern.

Neben Hilfsmitteln transportieren die Piloten auch Rico selbst: Auf der Übersichtskarte wählen wir einfach einen der zahlreichen Orte und lassen uns hoch im Himmel darüber absetzen und genießen ein paar Sekunden des freien Falls über dem Inselparadies, bevor wir die Reißleine ziehen. Oder wir breiten die Arme zum Wingsuit-Flug aus, um auf einfache Weise an einen weiter entfernten, noch nicht eroberten Ort zu gelangen. Diese Form der Schnellreise funktioniert super und erspart uns - nicht zuletzt wegen angenehm kurzen Ladepausen und der Möglichkeit, den Transport von überall her anzufordern - viel Zeit und Mühen.

Sandkasten-General

Ist die Eroberungsmission erfolgreich, rücken zwar Einheiten unserer Armee in die befreite Anlage ein, das Gebiet ist aber immer noch nicht unter Kontrolle der Rebellen. Um die Region komplett zu übernehmen, müssen wir auf der Übersichtskarte noch den Frontverlauf verschieben. Die dafür benötigten Truppen rekrutieren wir automatisch durch das Anrichten von Chaos, im späteren Verlauf werden zudem Einheiten durch weitere Gebietsgewinne wieder freigesetzt.

An den Fronten zwischen Rebellen- und Espinosa-kontrollierten Gebieten wird scharf geschossen. Das Kriegsgebiet verschiebt sich dabei mit jeder von uns befreiten Region.An den Fronten zwischen Rebellen- und Espinosa-kontrollierten Gebieten wird scharf geschossen. Das Kriegsgebiet verschiebt sich dabei mit jeder von uns befreiten Region.

Taktik spielt bei diesem Detail kaum eine Rolle, im Endeffekt variiert hier nur ein wenig die Reihenfolge, in der wir neue Gebietseroberungsmissionen freischalten (dazu müssen die Rebellen nämlich bis an die Grenzlinie vorgedrungen sein). Inszenatorisch machen die Fronten aber einiges her: Dort, wo sich Schwarze Hand und Chaosarmee gegenüberstehen, entbrennt ein für Ricos Abenteuer irrelevantes, aber höchst atmosphärisches Kampfgeschehen, bei dem sich Infanterie, Helikopter, Panzer und Kampfjets heftige Gefechte liefern.

Ebenfalls mehr schöner Schein als spielerisch relevantes Sein sind die von Espinosa und seinen Wissenschaftlern gesteuerten Wetterkapriolen, welche die Entwickler im Vorfeld zu einem Kern-Feature von Just Cause 4 erhoben haben. Letztlich haben wir nur im Verlauf der Story mit Tornado, Gewitterregen, Sand- und Schneesturm zu tun. Sind die Missionen abgehakt, die uns mit den teilweise mitreißend inszenierten Extremwetterlagen konfrontieren, sind sie auch schon wieder vergessen. Zwar lassen sich Blizzard & Co. in den eroberten Kontrollzentren für die dortige Gegend an- und abschalten, das bringt aber herzlich wenig.

Just Cause 4 - Trailer stellt die 4 Open-World-Regionen mit beeindruckenden Szenen vor 7:49 Just Cause 4 - Trailer stellt die 4 Open-World-Regionen mit beeindruckenden Szenen vor

Allein der Tornado gibt uns wenigstens die Chance, persönliche Bestleistungen zu maximieren - wie zum Beispiel fürs »Fallschirmklettern«, wobei wir uns rund um den weißen Wirbel immer weiter in die Höhe treiben lassen. Von derartigen Rekorden beim Einsatz von Utensilien, Waffen und Vehikeln gibt es jede Menge, und ihr Abgleich mit Online-Bestenlisten sind die einzige Annährung der Avalanche Studios an das Thema Multiplayer. Ein Just Cause Online, so gut vorstellbar es ist, wird es wohl niemals geben.

Zeitvertreib à la Rico

Dennoch kann es sinnvoll und spaßig sein, nach dem Durchspielen der flott erzählten Story noch viele Stunden auf Solís zu verbringen. Wir hatten nach dem Finale rund 20 Stunden und 50 Prozent Spielfortschritt auf der Uhr, aber noch jede Menge Lust, die Insel eingehender zu erkunden. Schließlich warten in der landschaftlich vielfältigen und glaubhaften Kulisse mit ihren Dschungeln, Gebirgen, Steinwüsten, Wiesen, Feldern sowie zahllosen größeren und kleineren Siedlungen jede Menge Aufgaben (und auch ein paar amüsante Easter Eggs).

Treffen die Gegner uns zu häufig verfärbt sich der Bildschirm grau. Innerhalb von zwei Sekunden erholen wir uns aber wieder zu bester Gesundheit.Treffen die Gegner uns zu häufig verfärbt sich der Bildschirm grau. Innerhalb von zwei Sekunden erholen wir uns aber wieder zu bester Gesundheit.

Da wären zum Beispiel über 400 Wingsuit- und Vehikel-Stunts, in denen wir meist unter Zeitdruck oder im Höllentempo Ringe passieren müssen. Da sind Attentatsmissionen, bei denen wir ein bestimmtes Fahrzeug kapern, um damit einen gegnerischen Agenten abzuholen und ihn im Meer zu versenken oder bei einem spektakulären Crash in Flammen aufgehen zu lassen. Und da sind die Gräber der Vorfahren, die wir erkunden und deren Mechanismen wir durch Geschick und Grips beanspruchendes Hantieren mit unserem Haken auslösen. Ganz abgesehen von den vielen Missionen für Sargento und Garland sowie der Vernichtung von zwei Dutzend Überwachungsluftschiffen der Schwarzen Hand.

Damit wir die ganzen Aufgaben auch finden, sind sie nicht nur zum großen Teil exakt auf der Übersichtskarte verzeichnet, sondern erscheinen dank Ricos Spezialblick auf Knopfdruck auch als Richtungsmarker. Das augmentierte Auge des Helden blendet zudem Standorte von Missionszielen ein, die ihm Chaos-Hackerin Izzy bei Bedarf zufunkt. Das verhindert allerdings nicht, dass wir im Eifer des Gefechts manchmal verzweifelt nach einer Sicherung oder einem Generator suchen, weil diese ärgerlicherweise nicht genau lokalisiert werden, sondern nur das grobe Gebiet, das ihr zu durchsuchen habt. Und eine Mini-Map oder einen dauerhaft eingeblendeten Kompass bietet das HUD ebenfalls nicht.

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