KI-Fehler: An diesen Bildern scheitert künstliche Intelligenz

Software mit künstlicher Intelligenz erkennt viele Bilder präzise, an manchen Aufnahmen scheitert sie aber. Das zeigt jetzt eine neue Datenbank mit kuriosen Beispielen.

von Manuel Schulz,
27.07.2019 07:05 Uhr

Links erkennt die KI einen Seelöwen, rechts einen Gullideckel (Bild: ImageNetA-Dataset)Links erkennt die KI einen Seelöwen, rechts einen Gullideckel (Bild: ImageNetA-Dataset)

Künstliche Intelligenz kann viele Dinge deutlich schneller erledige als wir Menschen. Zum Teil gehört auch die Bilderkennung dazu, doch es gibt Ausnahmen. Bilder, die die KI verwirren, werden jetzt in einer Datenbank gesammelt (via Heise).

Rubiks Würfel - Nach Schach und DotA ist künstliche Intelligenz auch beim Würfel den Menschen überlegen

Die US-Forscher hinter der Datenbank nennen solche Bilder »Natural Adversarial Examples«. Interessierte und andere Forscher können sich die ImageNet-A genannte Datenbank mit 7.500 Bildern herunterladen - entweder, um sich die Bilder einfach anzuschauen, oder um einen eigenen Erkennungs-Algorithmus zu testen.

Diese Bilder sind nicht nachbearbeitet und werden verlässlich fehlinterpretiert. Als Beispiel nennen die Forscher eine Erkennungsgenauigkeit von etwa zwei Prozent mit dem neuronalen Netzwerk DenseNet-121.

Diese Hanteln wurden als Hockey-Pucks erkannt (Bild: ImageNetA-Dataset)Diese Hanteln wurden als Hockey-Pucks erkannt (Bild: ImageNetA-Dataset)

Natürlich sei es laut Forschern möglich, die KI durch absichtlich hinzugefügtes Bildrauschen zu verwirren. Ein menschliches Auge würde das nicht stören. Doch auch ohne absichtliche Elemente stoße die künstliche Intelligenz oft genug an Grenzen.

Für diese Bilder ist laut den US-Forschen die geläufige Trainingsmethode der KI ungeeignet. Zum Teil liegt das daran, dass neuronale Netze Texturen und Farben bei der Erkennung überbewerten. Um die Erkennung noch verlässlicher zu machen, sei einfach noch mehr Forschung notwendig.

Künstliche Intelligenz wird immer besser

Die künstliche Intelligenz scheitert aber nicht überall. Zuletzt konnten weitere Erfolge der DeepLearning-Algorithmen vermeldet werden. Der Rubik-Würfel wird so von DeepCubeA fast immer mit der optimalen Zug-Anzahl gelöst.

Dieses Quad soll laut KI ein Golfkarren sein (Bild: ImageNetA-Dataset)Dieses Quad soll laut KI ein Golfkarren sein (Bild: ImageNetA-Dataset)

In Schach und DotA hatte künstliche Intelligenz im letzten Jahr auch schon Schachweltmeister und die besten Gamer auf Trab halten können. Ebenso kann uns die KI nun zumindest optisch eine leckere Pizza backen.

Künstliche Intelligenz backt digitale Pizza


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