Kingdom Come: Deliverance - Multiplayer-Mod in Arbeit, erstes Video zeigt frühe Version

Ein Team von Moddern arbeitet an einer Multiplayer-Mod für Kingdom Come: Deliverance. Bisher gibt es einen ersten Prototypen namens »Horse Sync«.

von Mathias Dietrich,
15.10.2018 14:23 Uhr

V-Sync kennt man als PC-Spieler aus den Grafikoptionen. Immerhin spielt niemand gerne mit Schlieren. »Horse Sync« klingt ungemein witziger und macht wahrscheinlich auch mehr Spaß. Denn hinter diesem Namen versteckt sich keine Technik, um eure Pferde im Gleichschritt zu halten, sondern eine Multiplayer-Mod für Kingdom Come: Deliverance. Dass dahinter mehr steckt, als nur eine tolle Idee, beweist ein erstes Video.

Synchronisiert die Pferde!

Das Zitat »Ich bin ein Pferd!« aus dem Video der Mod beschreibt den derzeitigen Zustand des Projektes ziemlich gut. Denn andere Spieler scheinen derzeit noch nicht dargestellt zu werden. Ihre Pferde könnt ihr aber sehen. Das ist bisher bereits das volle Ausmaß der Mod, die später einen voll funktionsfähigen Multiplayer-Modus bieten soll.

Ich bin ein Pferd. Du bist ein Pferd. Wir sind alle Pferde!Ich bin ein Pferd. Du bist ein Pferd. Wir sind alle Pferde!

Im Video hat es den Anschein, als ob es bisher noch nicht möglich ist, vom Pferd abzusteigen. Die Spieler reiten die Spieler gemeinsam durch das mittelalterliche Böhmen und besichtigen die Wälder und Dörfer der Spielwelt.

Multiplayer durch Reverse Engineering

Erschienen ist die Vorführung bereits vor drei Wochen. Der Entwickler erzählte zu dieser Zeit auf Reddit auch etwas über die Technologie. Da Kingdom Come: Deliverance keinerlei SDK besitzt, mussten die Modder mit Reverse Engineering herausfinden, wie das Spiel funktioniert.

Da das Spiel selbst einen Interpreter für die Scriptsprache Lua besitzt, können die Modder Lua-Code injizieren. Das Spiel erkennt diesen und führt ihn aus. So können sich die Spieler gegenseitig als Pferde sehen. In Zukunft kann sich die Funktionsweise noch ändern.

Die Entwickler wissen noch nicht, ob sie das Projekt fertigstellen können.Die Entwickler wissen noch nicht, ob sie das Projekt fertigstellen können.

Für die Namen über den Spieler-Pferden hingegen nutzen sie Direct3D. Eine Technik, die in vielen Online-Spielen zum Bann führt, da auch Cheats diese Technologie verwenden, um ihr Benutzerinterface darzustellen und auch die Grafik der Spiele selbst zu beeinflussen, indem zum Beispiel ein Wallhack Spieler durch Wände zeigt.

Zum aktuellen Zeitpunkt wissen die Entwickler noch nicht, ob sie diese Mod überhaupt fertigstellen werden. Sollten sie das Projekt fortführen können, so sollen die Spieler eine Möglichkeit bekommen, es auszuprobieren.

Die nächste Erweiterung: Termin für den zweiten Story-DLC von Kingdom Come: Deliverance steht fest

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