Kochen mit Nvidia - Neues Labor für Robotik-Forschung

Nvidia hat in Seattle ein Labor eröffnet, in dem ein Team aus knapp 50 Forschern Roboter entwickeln soll, die »sicher mit Menschen zusammenarbeiten« können - etwa in der Küche.

von Sara Petzold,
24.01.2019 20:11 Uhr

In Nvidias neuem Robotics Lab will der Hersteller Roboter entwickeln, die sicher mit Menschen zusammenarbeiten können.In Nvidias neuem Robotics Lab will der Hersteller Roboter entwickeln, die sicher mit Menschen zusammenarbeiten können.

Mensch und Roboter, Seite an Seite - diese Vision verfolgt Nvidia mit einem neuen Robotik-Labor, das der Hardware-Hersteller kürzlich in Seattle, Washington neu eröffnet hat. Eine Gruppe aus etwa 50 Forschern soll hier neue Wege entwickeln, wie Roboter sicher mit Menschen in ein und derselben Umgebung zusammenarbeiten können.

In einem Interview mit IEEE-Spektrum erklärt Dieter Fox, Leiter des Labors und Professor für Computer- und Ingenieurswissenschaften an der University of Washington:

"Die Zielsetzung des Labors besteht darin, bahnbrechende Robotik-Forschung voranzutreiben, um der nächsten Generation der Robotik den Weg zu bereiten, die komplexe Manipulationsaufgaben ausführen und dadurch sicher an der Seite von Menschen und Transformationsindustrien arbeiten kann, wie etwa der Produktion, Logistik, dem Gesundheitswesen und mehr."

In einem detaillierten Video zeigt Nvidia die Arbeit des Labors am Beispiel eines Roboterarms, der einfache Aufgaben in der Küche vollzieht: Aktuell besteht der Roboter nur aus einem einzelnen Arm, der Objekte anheben kann. Das Ziel Nvidias besteht aber darin, den Roboter mit einen weiteren Arm auszustatten, ihm mehr Bewegungsfreiheit zu geben und schließlich mit zusätzlichen Sensoren auszustatten.

Küche als Testumfeld

Die Sensoren sollen dabei langfristig garantieren, dass der Roboter sicher mit Menschen zusammenarbeiten kann. Dafür legt Nvidia den Fokus auf Forschung, die dem Roboter nicht nur das Greifen von Objekten, sondern auch deren Manipulation und mithilfe von Computer-Vision deren Erkennung erlaubt. Auf diese Weise soll eine zuverlässige Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter möglich werden.

Die Küche dient Nvidia dabei als dankbares Testumfeld, weil sie laut Fox eine »herausfordernde Umgebung« darstellt - wenn man nicht in der Lage sei, alle Probleme zu lösen, die bei der Interaktion zwischen Mensch und Roboter in der Küche auftreten können, sei das Projekt auch in anderen Bereichen wie der Produktion oder dem Gesundheitswesen zum Scheitern verurteilt. Außerdem seien Küchen weltweit eine stark standardisierte Umgebung, wodurch sich die Vergleichbarkeit mit Tests anderer Robotik-Labore erhöhen lasse.

Bis die Technologie derartiger Roboter, wie sie in der Vision Nividias vorkommen, ausgereift ist, wird es allerdings noch dauern: Fox geht davon aus, dass Roboter, die flexibel Aufgaben lernen und auf Kommandos ihrer Besitzer reagieren können, noch mehr als fünf Jahre auf sich warten lassen werden. Prototypen im Rahmen industrieller Umgebungen könnte es aber schon früher geben, meint der Experte.

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