Konzertbesucher ohne ihr Wissen per Gesichtserkennung gescannt - Taylor Swift fürchtet Stalker

Bei einem Konzert von Taylor Swift hat das Sicherheitspersonal offenbar die Besuchermenge per Gesichtserkennung nach Stalkern durchsucht. Die Besucher wussten nichts von der Maßnahme.

von Sara Petzold,
14.12.2018 21:15 Uhr

Taylor Swift fürchtet sich vor Stalkern.Taylor Swift fürchtet sich vor Stalkern.

Taylor Swift hat ein Stalker-Problem - und wie unangenehm ihr das offenbar ist, bekamen jetzt die Besucher eines ihrer Konzerte zu spüren. Denn laut einem Bericht des RollingStone-Magazins (via Golem) griff das Sicherheitspersonal bei Swifts Rose-Bowl-Konzert am 18. Mai 2018 offenbar auf Gesichtserkennungssoftware zurück, um potentielle Stalker zu identifizieren.

Die Maßnahme, die ohne das Wissen der Betroffenen zum Einsatz kam, funktionierte folgendermaßen: Auf dem Gelände des Konzerts platzierte die Sicherheitsfirma Stände, an denen die vorbeilaufenden Besucher Videomaterial von vorgangenen Auftritten Swifts sehen konnten. Die Displays, auf denen die Aufnahmen liefen, beinhalteten Kameras zur Gesichtserkennung, die die Fotos der Passanten an eine Sicherheitszentrale in Nashville, Tennessee weiterleiteten.

Dort glich eine passende Software die Fotos mit Bildern polizeilich bekannter Stalker ab. »Jeder, der vorbeilief, hielt an und sah hin, und die Software fing an zu arbeiten«, erklärte Mike Downing, CSO bei Oak View Group, einer Sicherheitsberatung für Großveranstaltungen.

Obwohl die Nutzung von Gesichtserkennungssoftware generell als umstritten gilt, dürfte die Anwendung auf Taylor Swifts Konzert laut TheVerge im Rahmen rechtlicher Grenzen stattgefunden haben. Da es sich bei einem Konzert um ein privates Event handele, sei es den Organisatoren des Events freigestellt, welchen Sicherheitsmaßnahmen sie die Besucher im Rahmen des Hausrechts unterziehen wollen, so die Redaktion.

Ob die Gesichtserkennung bei Taylor Swifts Konzert tatsächlich Stalker aufspüren konnte, ist übrigens unbekannt. Das Management der Sängerin wollte sich bislang zu dem Vorfall nicht äußern. Unklar ist dementsprechend auch, wem die aufgenommenen Fotos der Besucher gehören und wie lange sie gespeichert werden.

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