Künstlicher Mond statt Straßenlaternen - Chinesische Stadt plant Nachtbeleuchtung ab 2020

Straßenlaternen haben in Chengdu ab 2020 möglicherweise ausgedient. Bis dahin will die Stadt mithilfe eines künstlichen Monds für entsprechende Beleuchtung sorgen.

von Sara Petzold,
19.10.2018 18:19 Uhr

Die chinesische Stadt Chengdu plant angeblich, bereits 2020 die nächtliche Straßenbeleuchtung durch einen künstlichen Mond zu ersetzen.Die chinesische Stadt Chengdu plant angeblich, bereits 2020 die nächtliche Straßenbeleuchtung durch einen künstlichen Mond zu ersetzen.

Die chinesische Stadt Chengdu plant laut mehreren Berichten angeblich, eventuell bereits ab 2020 die Straßenlaternen durch einen künstlichen Mond zu ersetzen, um Energie zu sparen. Laut Motherboard will der Vorsitzende des Chengdu Aeorospace Science and Technology Microelectronics System Research Institute (CASC), Wu Chunfeng, einen Satelliten ins All schicken, der die Beleuchtung übernehmen soll.

Reflektiertes Sonnenlicht

Dieser »falsche Mond« soll dann mit der achtfachen Lichtintensität des echten Mondes ein Gebiet auf der Erde mit einem Durchmesser zwischen sechs und 50 Meilen beleuchten, indem solarpanelähnliche Flügel mit reflektierender Beschichtung das Sonnenlicht auf die Erdoberfläche umlenken. Die Präzision soll unter einer Meile Abweichung liegen.

Wu zufolge hat Chengdu die Tests für einen solchen künstlichen Mond bereits vor Jahren begonnen, weshalb ein Start des Satelliten im Jahr 2020 durchaus realistisch sei. Genaue technische oder finanzielle Details zu dem Projekt bleiben allerdings bislang im Unklaren.

Kritiker befürchten negative Folgen

Kritiker befürchten laut einem Bericht von People's Daily, dass aus dem Weltraum reflektiertes Licht den Tagesablauf von Tieren sowie astronomische Beobachtungen negativ beeinflussen könnte. Demgegenüber erklärte Kang Weimin, Direktor des Institute of Optics am Harbin Institute of Technology, dass das Licht einer Art Dämmerungsleuchten ähnele, weshalb es keine Beeinträchtigung der Tierwelt zur Folge haben sollte.

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