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Lonely Mountains: Downhill im Test - Kurztrip in die Berge

Nachschub für Trials-Fans! Das kleine, aber feine Lonely Mountains: Downhill bietet kurzweilige Geschicklichkeitstests für eine Handvoll lohnender Sessions.

von Patrick Mittler,
04.11.2019 14:42 Uhr

In Lonely Mountains: Downhill geht es abwärts. Das gilt aber nicht für den Spielspaß. In Lonely Mountains: Downhill geht es abwärts. Das gilt aber nicht für den Spielspaß.

Frische Luft, das Zwitschern der Vögel, die Geräusche des Waldes, das Rauschen des Windes - das lieben wir beim Radfahren in den Bergen.

Aber da ist auch noch der Rausch der Geschwindigkeit, der Adrenalinschub bei engen Kurven und das haarsträubende Prickeln, wenn man nach einem Sprung wieder sicher landet - wer sich in seiner Freizeit gern ein Mountainbike zwischen die Beine klemmt, kennt diese Mischung aus Naturidylle und aufregendem Extremsport.

Und so viel können wir vorweg schicken: Lonely Mountains fängt das Gefühl des Sports so gut ein wie kaum ein anderes Spiel.

Natur ohne Schnickschnack

Vier abwechslungsreiche Berge in unterschiedlichen Klimazonen (Alpen, Wüste etc.) mit jeweils vier unterschiedlichen Strecken warten darauf, dass wir uns in isometrischer Perspektive die Hänge runterstürzen.

Allein mit dem Rad: Lonely Mountains: Downhill präsentiert euch pittoreske Berglandschaften, die ihr entweder ohne Druck oder mit einer Herausforderung im Nacken bewältigen könnt. Allein mit dem Rad: Lonely Mountains: Downhill präsentiert euch pittoreske Berglandschaften, die ihr entweder ohne Druck oder mit einer Herausforderung im Nacken bewältigen könnt.

Als Erstes steht bei jedem Abfahrtskurs die Entdecker-Herausforderung an: Wir müssen einfach nur ins Ziel kommen. Also können wir es gemütlich angehen und ein bisschen was zur simplen Eleganz von Lonely Mountains: Downhill sagen.

Grafik und Soundkulisse sind reduziert gehalten, bringen dadurch aber die Atmosphäre einer einsamen Mountainbike-Tour sehr passend rüber. Durch die bunte, stilisiert-klobige Optik wirkt die an sich schon malerische Wildnis noch einen Tick idyllischer, dabei hilft auch die modellbaumäßige Tilt-Shift-Optik.

Steinhalden gehen in Herbstwälder über, felsige Wüstenplateaus gibt's ebenso wie tiefe Schluchten und rauschende Bäche - alles etwas idealisiert verdichtet, damit jede einzelne Abfahrt schön abwechslungsreich bleibt.

Aus den Boxen tönen Naturgeräusche, das Rattern der Fahrradkette und das Schlittern der Reifen. Auf Musik haben die Entwickler verzichtet, was dem Gefühl von freier Wildnis eindeutig gut tut.

Alle Strecken haben eine klar ersichtliche Hauptroute, links und rechts davon finden sich aber zahlreiche Möglichkeiten zum Abkürzen. Alle Strecken haben eine klar ersichtliche Hauptroute, links und rechts davon finden sich aber zahlreiche Möglichkeiten zum Abkürzen.

Das realistische Trials

Die Steuerung unseres Bikes ist ebenso intuitiv wie simpel. In die Pedale treten, bremsen und ein kurzer Sprint - das war's. Nach ein bis zwei Kurven hat man das bereits verinnerlicht, vor allem mit einem Controller.

Die Herausforderung von Lonely Mountains: Downhill liegt, ebenso wie im realen Sport, in den ausgezeichnet designten Strecken. Die Abfahrten haben stets einen offensichtlichen Hauptweg, der auch meist die einfachste, jedoch nicht die schnellste Variante ist.

Daneben verlaufen aber unzählige Abkürzungen und alternative Routen, die wegen der fixen Kameraperspektive meist leicht zu übersehen sind. Aber das ist Absicht und gehört zur Herausforderung.

Hier können wir den Weg über die Felsen wagen, was mit etwas Geschick deutlich schneller ist, als der einfache Pfad im Hintergrund. Hier können wir den Weg über die Felsen wagen, was mit etwas Geschick deutlich schneller ist, als der einfache Pfad im Hintergrund.

Da die Physik recht realistisch gehalten ist, bekommt man schnell ein Gefühl für die Abfahrt und versucht, möglichst geschickt den Berg hinunter zu kurven. Da es pro Strecke mehrere Checkpoints gibt, die Abschnitte theoretisch in zehn bis 20 Sekunden machbar sind, und man nach einem Sturz sofort wieder am letzten Checkpoint im Sattel sitzt, ist das ebenso kurzweilig wie motivierend.

Das alles erinnert natürlich ein bisschen an die Trials-Reihe - nur eben in isometrisch, näher an der Realität und mit mehr Spielraum in der Wahl der besten Route zum Ziel. Wie gesagt können wir diese immer zuerst entspannt und ohne Zeitdruck suchen, was beinahe eine meditative Wirkung entfaltet.

Aber gleich danach warten schon Challenges, wie eine bestimmte Zeit zu unterbieten oder ein Limit an Stürzen. Die Anfänger-Herausforderungen brauchen nur ein bisschen Übung, ab Experte wird Lonely Mountains: Downhill jedoch zu einem waschechten Trial-and-Error-Geschicklichkeitstest.

Abkürzungen sind stets riskant, etwa wenn wir weit Springen müssen. Dafür sparen wir uns meist einen langen Umweg. Abkürzungen sind stets riskant, etwa wenn wir weit Springen müssen. Dafür sparen wir uns meist einen langen Umweg.

Kleines Spiel - große Leidenschaft

An diesem Punkt entscheidet sich, ob man das Mountainbiking-Game mag oder nicht. Die insgesamt 16 Strecken sind in zwei bis drei Stunden locker freigeschalten - danach hat man quasi alles gesehen und konzentriert sich auf Bestzeiten oder sturzfreie Abfahrten. Klar gibt es dafür auch Belohnungen abseits des obligatorischen Platzes in den Bestenlisten - das stachelt die Motivation aber nur bedingt an.

Outfits und Lackierungen, die wir für unseren virtuellen Radler freispielen, sind nicht mehr als eine nette Dreingabe - ebenso die Handvoll Rastplätze, an denen man für eine pittoreske Aussicht kurz innehalten kann. Interessanter sind hingegen die fünf Bikes, die wir abseits unseres Startfahrrads freischalten können.

Jedes hat spürbare Stärken und Schwächen: Das Rennrad hat etwa kaum Grip, läuft dafür aber wie mit Butter eingeschmiert. Das Geronimo-Bike hat eine gute Federung für hohe Sprünge (oder tiefe Fälle - wie man's nimmt) und mit einem anderen kriegen wir auch die engsten Kurven.

Diverse Bestzeiten kann man nur mit dem richtigen Bike schaffen. Hier wäre zum Beispiel ein Rad mit guter Federung die beste Wahl. Diverse Bestzeiten kann man nur mit dem richtigen Bike schaffen. Hier wäre zum Beispiel ein Rad mit guter Federung die beste Wahl.

Erst durch diese Bikes wird die eine oder andere Abkürzung (und somit auch Bestzeit) überhaupt möglich - jedoch dauert es zu lange, bis wir das erste Zusatzbike freischalten. Um die Teile dafür zu sammeln, müssen wir nämlich nicht nur eine, sondern insgesamt sechs Herausforderungen verteilt auf verschiedenste Strecken meistern. Gefühlt gurken wir bis dahin doch etwas zu lange mit unserem Standardbike herum.

Abseits dieses kleinen Mankos kann man sich eigentlich nur am Umfang von Lonely Mountains: Downhill stören. Es ist ein überschaubares Spiel (zudem ohne Multiplayer-Möglichkeit), das sich auf ein simples Prinzip konzentriert und es für ein paar Stunden nahezu perfekt durchexerziert. Wem das reicht, der freut sich über die beste virtuelle Mountainbike-Erfahrung, die es momentan gibt.

Lonely Mountains: Downhill - Screenshots ansehen

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