Lootboxen - Chef der Firma hinter GTA & Borderlands sieht Zufallskisten nicht als Glücksspiel

Der Präsident von Take-Two sieht Lootboxen nicht als Glücksspiel an, gibt jedoch zu, dass es die Spielerfahrung selbst ist, die Spiele wertvoll macht.

von Sebastian Zelada,
01.12.2017 10:11 Uhr

GTA Online wirft mit Post-Release-Einnahmen für Take-Two einen beträchtlichen Teil der Gesamtumsätze ab.GTA Online wirft mit Post-Release-Einnahmen für Take-Two einen beträchtlichen Teil der Gesamtumsätze ab.

Die aktuelle Lootbox-Kontroverse sorgt weiterhin allseits für rege Meinungsäußerungen. Nun erklärte der Präsident von Take-Two Interactive, Karl Slatoff, auf der Credit Suisse 21st Annual Technology, Media & Telecom Conference:

"Wir sehen sie nicht als Glücksspiel. Was die Konsumenten und den Wirbel angeht, der aktuell auf dem Markt entsteht: Es dreht sich alles um Inhalte und ein Überangebot zu schaffen. Es geht darum, sich auf die Kundenbindung zu konzentrieren und das ist unsere Strategie. Solange man darauf ein Auge hat, ist alles in Ordnung. Die Konsumenten werden sehr zufrieden sein, mit dem was sie bekommen."

Damit liegt Take-Two auf einer Linie mit der offiziellen Ansicht der Entertainment Software Association, die in einer Erklärung Lootboxen ebenfalls nicht als Glücksspiel ansah.

Spielerfahrung ist das Wichtigste

Für Take-Two steht nach Slatoffs Aussage aber unabhängig davon die Erfahrung der Spieler im Mittelpunkt. Bezüglich der Chancen von Mikrotransaktionen, Lootboxen, DLCs und weiterer "Post-Release-Monetarisierung", wie Take-Two es nennt, sieht Slatoff den Markt erst am Anfang.

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Man lerne den Konsumenten immer besser kennen und verstehe zunehmend, was genau er wirklich möchte. Das Verständnis sei dank Echtzeitdatenanalysen so effizient wie noch nie. Man werde immer besser, "aber es gibt noch vieles, das wir lernen können", so Slatoff.

Zudem ist Slatoff der Meinung, man könne die Konsumenten nicht dazu zwingen, irgendetwas zu tun oder zu kaufen.

"Man versucht sein Bestes, um die beste Erfahrung zu schaffen, die man schaffen kann, um die Bindung zu erhöhen. Und die Bindung schafft den Wert von Franchises. Das war immer so und das wird immer so bleiben."

Künftige Take-Two-Spiele werden Mikrotransaktionen beinhalten

Dass Take-Two jedoch Mikrotransaktionen, DLCs & Co für alle zukünftigen Spiele plant, ist sicher. Take-Two-CEO Strauss Zelnick kündigte diesen Schritt erst kürzlich an.

Das Unternehmen sei auch noch nicht am Ziel angekommen, was den Output angeht. So plane man langfristig mehr neue IPs und große Titel zu veröffentlichen, idealerweise auch mehrere große Spiele pro Jahr, abseits von NBA und WWE.

Unter folgendem Link gibt es übrigens den originalen Audio-Mitschnitt des Talks von Karl Slatoff auf der Credit Suisse 21st Annual Technology, Media & Telecom Conference.

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