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Seite 2: Machinarium im Test - Das ungewöhnlichste Adventure 2009

Nach 5 Stunden vorbei

Wie bei uns Menschen: Die Kapelle sorgt für Schwung und Rhythmus, der Nachbarin missfällt es. Wie bei uns Menschen: Die Kapelle sorgt für Schwung und Rhythmus, der Nachbarin missfällt es.

In Kafkas Erzählung In der Strafkolonie gibt es einen Bestrafungsapparat, der den Delinquenten ihre Sünden auf ihren Körper ritzt, was sowohl zu tieferer Erkenntnis beim Verurteilten als auch zu dessen Tod führen soll. Auf dem Körper von Machinarium würden stehen: Du sollst eine längere Spieldauer haben, komfortabler zu bedienen sein und deine Minispielchen klüger einsetzen! Wie schon die beiden Samorost-Titel ist auch Machinarium ausgesprochen kurz geraten. In fünf Stunden sollten Sie durch sein. Daher raten wir auch dringend dazu, von der im Spiel enthaltenen Komplettlösung Abstand zu nehmen. An sich ist das ein vorbildliches Balancing-Element, das bei Einsteigern Frust vermeidet und zudem durch ein Retro-»Shoot’em up« erst freigespielt werden muss. Aber Machinarium ist ohnehin nicht allzu schwer, und ein Blick in die Lösung, die konsequenterweise auch nur in Bildern dargestellt wird, verkürzt den ganzen Spaß nur.

Einige der zahlreichen Minispielchen sind ein wenig anspruchsvoller als gewohnt. Einige der zahlreichen Minispielchen sind ein wenig anspruchsvoller als gewohnt.

Wenig Vergnügen bereitet dagegen der geizige Umgang mit den Interaktionspunkten. Zwar gehört die Suche danach zum Spielprinzip, aber sie sind zum Teil arg klein und können oft nur erkannt und aktiviert werden, wenn wir direkt daneben stehen. Sie müssen sich also schrittweise durch den Raum tasten. Das ist manchmal lästig, ebenso wie einige der zahlreich eingestreuten Minispiele. Es gibt zwar sehr unterhaltsame, wie ein Remake von Space Invaders, und andere fallen angenehm kniffelig aus, aber manche der Logik-Knobeleien sind dramaturgisch und vom Rätselgehalt her überflüssig.
Uns würde aber schon die tiefere Erkenntnis dieser Fehler reichen, sterben soll und darf Machinarium dabei nicht! Wir sind ja schließlich nicht bei Kafka.

Beigabe: Samorost 2

Im Jahr 2003 veröffentlichte Jakub Dvorsky im Internet das browserbasierte Spiel Samorost, in dem der Bewohner eines im All schwebenden Stück Treibholzes die Kollision mit einem anderen Holzscheit verhindern muss. Das tschechische Wort »Samorost« bezeichnet dabei ein Stück Holz, das an ein Tier oder eine Kreatur erinnert; gleichzeitig steht es für Menschen, denen der Rest der Welt völlig egal ist. Trotz seiner kurzen Spielzeit von gerade mal 30 Minuten eroberte sich Samorost schnell eine große Fangemeinde, so dass 2005 Samorost 2 folgte, in dem Außerirdische den Hund des Helden entführen. Die erste Spielstunde gibt es im zweiten Teil kostenlos, um das Abenteuer weiter spielen zu dürfen, werden fünf Dollar fällig. Wer Machinarium kauft, bekommt die Vollversion von Samorost 2 aber als kostenlose Beigabe. Zudem finden Sie in der Verpackung noch ein Poster und eine Soundtrack-CD zu Machinarium.

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