Mass Effect: Andromeda - Entwickler spricht über Probleme des Spiels und fehlende Diversität

Manveer Heir war als Entwickler an Mass Effect: Andromeda beteiligt, hat Bioware nach Veröffentlichung des Spiels allerdings den Rücken gekehrt und sich dem Indie-Bereich zugewandt. Jetzt spricht er über ME: Andromeda und fehlende Diversität.

von David Molke,
23.10.2017 14:34 Uhr

Mass Effect: Andromeda hatte offenbar vielfältige Probleme, aber nicht genug Vielfalt.Mass Effect: Andromeda hatte offenbar vielfältige Probleme, aber nicht genug Vielfalt.

An Mass Effect: Andromeda haben Fans und Kritiker unterschiedliche Dinge bemängelt. Neben den technischen Problemen, die durch eine Neuausrichtung des kompletten Spielkonzepts während der Entwicklung bedingt wurden, stehen auch andere Aspekte in der Kritik: Zum Beispiel die eindimensionale Darstellung fremder Alienrassen, der wenig sensible Umgang mit der Kolonialisierungs-Thematik oder dass ausgerechnet die einzige Romanzen-Option für zwei männliche Charaktere keine Sex-Szene beinhaltet. Es gibt zwar eine Transgender-Figur im Spiel, die wurde allerdings ebenfalls heftig kritisiert.

Mehr: Mass Effect: Andromeda - BioWare reagiert auf Kritik an Darstellung von Transgender Charakter

Im aktuellen Waypoint-Podcast spricht der Mass-Effect-Andromeda-Entwickler Manveer Heir neben diversen anderen Themen auch darüber, wie sich der Versuch angefühlt hat, gegen all das zu vorzugehen – offenbar mit wenig Erfolg.

"Ich war nicht der Einzige. Da waren andere Leute, da waren andere weiße Leute, weiße Männer, die den Mund aufgemacht haben. Es gibt eine ganze Menge wirklich guter Leute bei BioWare, die deswegen ihren Mund aufgemacht haben."

"Das ist, glaube ich, was passiert, wenn du eine homogene Führung hast. Die Leitung bei Mass Effect: Andromeda waren alles weiße Männer."

Mehr: Mass Effect: Andromeda - Bericht: Großteil des Spiel wurde in weniger als 18 Monaten entwickelt

Manveer Heir hat sich auch öffentlich immer wieder für mehr Diversität ausgesprochen und über viele Dinge aufgeregt. Anscheinend mit unangenehmen Folgen:

"Als jemand, der öffentlich ist, wirst du der laute Typ. Du wirst der wütende Typ und du wirst die Person, die einfach nur versucht, die ganze Publicity für sich selbst abzugreifen. Das ist, wie es gelesen wird und dann entsteht da intern Streit."

"Es ist unser Job, unseren Mund aufzumachen und diese Sache durchzuziehen. Ich werde nicht leiser werden und ich werde nicht aufhören zu kämpfen. "

"Also für mich, als ich realisierte, dass ich in einer Umgebung bin, die das nicht akzeptiert und das nicht will und die mir sagt, ich wäre zu wütend und würde mich zu sehr aufregen und die im Grunde genommen versucht, mir zu sagen, dass ich mich hinsetzen und demütig sein soll, habe ich gesagt: Ich bin raus [Peace out]."

Das komplette, ebenso lange wie interessante Gespräch über dieses und haufenweise andere Themen findet ihr hier.

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Mass Effect: Andromeda - Teaser-Trailer zum neuen Platinum-Schwierigkeitsgrad 0:11 Mass Effect: Andromeda - Teaser-Trailer zum neuen Platinum-Schwierigkeitsgrad


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