Nach Breakpoint-Enttäuschung: Ubisoft verschiebt Watch Dogs & Rainbow Six

Ubisoft schraubt zum einen Umsatzerwartungen herunter und verschiebt zum anderen drei Toptitel des 2020er Spiele-Portfolios.

von Christian Just,
24.10.2019 19:05 Uhr

Ubisoft verschiebt drei Spiele, darunter Watch Dogs: Legion. Ubisoft verschiebt drei Spiele, darunter Watch Dogs: Legion.

Ein Paukenschlag von Ubisoft: Wie der Publisher in einer Finanzpressemitteilung bekanntgab, sind die kommenden Spiele Watch Dogs: Legion, Rainbow Six: Quarantine und Gods & Monsters auf das Geschäftsjahr 2020/2021 verschoben. Das bedeutet, das keines der genannten Spiele vor April 2020 erscheint.

Als Grund nennt der Publisher die deutlich hinter den Erwartungen gebliebenen Umsätze aus Ghost Recon: Breakpoint und, in geringerem Maße, auch The Division 2.

Außerdem korrigiert Ubisoft die erwarteten Nettobuchungen für das Fiskaljahr 2019/2020 nach unten. Ehemals rechnete man mit rund 2,18 Milliarden Euro, nun sind es noch 1,45 Milliarden.

Ubisoft will sich bei Watch Dogs: Legion, Rainbow Six: Siege und Gods & Monsters nun mehr Zeit für Entwicklung und Feinschliff nehmen, um eine bestenfalls gemischte Rezeption wie im Falle Ghost Recon: Breakpoint nicht zu wiederholen.

Das sagt der Ubisoft-Chef

Ubisoft-CEO Yves Guillemot äußerte sich ausführlich zu den Gründen für die geschäftspolitische Entscheidung. In seiner Argumentation legt er dar, dass Breakpoint sein Potenzial nicht vollends ausgeschöpft habe. Obgleich die Qualität des Spiels »auf Kurs erschien«, fielen Pressewertungen und Verkäufe »während der ersten Wochen sehr enttäuschend« aus.

Man wolle aber wie bei früheren Spielen weiter an Breakpoint arbeiten und dabei genau auf die Community hören. Ein »signifikanter Teil« der Fans des Vorgängers Ghost Recon: Wildlands habe Breakpoint nämlich »stark abgelehnt«.

Als Hauptgründe für diese Haltung identifiziert Guillemot zum einen eine zu geringe Unterscheidung vom Vorgänger. Zum anderen seien Live-Service-Elemente nicht optimal integriert. Hier finden sich also Aspekte wieder, die auch unser Redakteur Dimi im Test zu Ghost Recon: Breakpoint kritisiert hat.

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