Nvidia Geforce GTX 1080 & Co - Hohe Lagerbestände und trotzdem hohe Preise

Laut neuen Gerüchten soll Nvidia die Veröffentlichung der Geforce GTX 1180 herauszögern, weil es zu hohe Lagerbestände der aktuellen Geforce-Modelle gibt.

von Georg Wieselsberger,
24.06.2018 09:12 Uhr

Nvidia hat anscheinend ein Problem mit hohen Geforce-Lagerbeständen.Nvidia hat anscheinend ein Problem mit hohen Geforce-Lagerbeständen.

Update: Auch Digitimes hat vor einigen Tagen darüber berichtet, dass Hersteller wie Asus, Gigabyte, MSU und TUL stark wachsende Lagerbestände zu verzeichnen haben, seitdem die Nachfrage von Krypto-Minern stark gesunken ist. Durch Maßnahmen in vielen Ländern gegen Krypto-Währungen, die schon durchgeführt oder zumindest geplant werden, seien auch viele der kleineren Miner ausgestiegen, während größere ihr Engagement zurückgefahren haben.

Erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte soll daher der Grafikkarten-Markt wieder den normalen Status erreichen, bei dem vor allem PC-Gaming für die Verkäufe verantwortlich ist.

Trotz der Lagerbestände haben die Hersteller aber ihre Preise kaum gesenkt, um ihre Gewinnspanne bei recht hohen 20 Prozent zu halten. Anfang 2017 lag die normale Gewinnspanne laut der Meldung bei 8 bis 10 Prozent, in der Hochphase des Krypto-Minings allerdings auch zwischen 40 und 50 Prozent.

Nvidia Deutschland verweist gleichzeitig auf die seit einiger Zeit laufende Made-to-Game-Kampagne, in der regelmäßig auf aktuelle Schnäppchen hingewiesen wird. Die Stückzahlen für diese Angebote sind allerdings anscheinend begrenzt.

So findet sich auf der Made-to-Game-Webseite momentan beispielsweise eine Geforce GTX 1070 Ti für 399 Euro, das Angebot ist beim entsprechenden Händler aber bereits vergriffen. Bei den anderen vier Angeboten sind die Grafikkarten dagegen noch zu den genannten Preisen zu haben.

Geringere Nachfrage und Mining-Einbruch

Originalmeldung: Nachdem angeblich fast sichere, aber inoffizielle Termine für die Vorstellung der neuen Geforce-Generation rund um eine erwartete Geforce GTX 1180 oder Geforce GTX 2080 ereignislos verstrichen sind, gibt es nun neue Gerüchte über den tatsächlichen Grund.

Sie stammen nicht nur von einer Webseite, sondern von mehreren Quellen aus Taiwan, wie beispielsweise Seeking Alpha berichtet. Auch die Webseite SemiAccurate hatte einen entsprechenden Artikel veröffentlicht, allerdings hinter einer Paywall.

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Laut diesen Meldungen hat Nvidia ein recht großes Problem mit viel zu hohen Lagerbeständen der aktuellen Grafikkarten-Generation. Nachdem Nvidia zuletzt den Termin auf der Hot Chips 30 mit Vorträgen zur neuen GPU-Generation abgesagt und CEO Jensen Huang von einer "langen Zeit" bis zur Vorstellung gesprochen hatte, waren schon Spekulationen um technische Probleme bei den neuen Modellen aufgekommen.

Doch nun heißt es, dass Nvidia die Nachfrage bei den aktuellen Grafikkarten durch Gamer überschätzt und gleichzeitig den Einbruch bei der Nachfrage durch Krypto-Miner unterschätzt habe.

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300.000 GPUs zurück an Nvidia

Ein einziger der großen drei Grafikkarten-Hersteller aus Taiwan habe 300.000 Grafikchips an Nvidia zurückgeschickt. Außerdem habe Nvidia zuletzt sehr aggressiv GDDR5-Videospeicher aufgekauft und müsse nun die zurückgeschickten GPUs mit entsprechenden Platinen ausstatten und verkaufen. Bei Seeking Alpha geht man auch davon aus, dass der Aktienkurs von Nvidia deswegen bald deutlich einbrechen werde.

Passend zu den angeblichen Gründen für die Verzögerung der neuen Geforce-Generation heißt es bei 3D-Center im Forum, dass selbst der zuletzt erwartete Termin auf der Gamescom im August nur ein Paper-Lauch sein soll und die Grafikkarten tatsächlich erst deutlich später erhältlich sein werden.

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