Nvidia Geforce GTX 1180 - Weiteres Hardware-Tool mit Hinweisen

Das beliebte Hardware-Tool HWInfo enthält in der neuesten Version zwei Nvidia-Grafikchips, die für die Geforce GTX 1170 und Geforce GTX 1180 gedacht sein könnten. Auch AIDA 64 kennt diese GPUs.

von Georg Wieselsberger,
08.08.2018 07:25 Uhr

Nvidias Volta-GPU GV100 sollte eigentlich nur für Profi-Beschleunigerkarten erscheinen. Ähnliche Chip-Bezeichnungen könnten aber auch für neue Consumer-Modelle zum Einsatz kommen.Nvidias Volta-GPU GV100 sollte eigentlich nur für Profi-Beschleunigerkarten erscheinen. Ähnliche Chip-Bezeichnungen könnten aber auch für neue Consumer-Modelle zum Einsatz kommen.

Update: Nachdem die Gerüchte zuletzt wahrscheinlicher machten, dass Nvidia eine Geforce GTX 2080 vorstellt und dabei vielleicht GA104-Grafikchips verwendet, gibt es nun wieder einen Hinweis darauf, dass all das nicht stimmt. Das Tool AIDA 64 unterstützt in seiner aktuellen Beta die Grafikchips GV102, GV102GL, GV104 und GV104.

Der GV104 wird laut Techpowerup auch einer Grafikkarte mit der ID 1E87 zugeordnet, die letztlich als Geforce GTX 1180 identifiziert wird. Erst Ende Juli hatte das Tool HWInfo ebenfalls die beiden GPUs GV102 und GV104 erwähnt. Es sieht also danach aus, als würde zumindest die Bezeichnung der Grafikchips relativ sicher sein.

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Nicht der erste Hinweis auf die Geforce GTX 1180 mit GV104

Update: Nachdem LaptopVideo2Go eine modifizierte INF-Datei für Nvidia-Treiber veröffentlicht hat, in der verschiedene Geräte-IDs und sogar die Bezeichnung Geforce GTX 1180 vorkommen, wird dies von manchen Nutzern als Beleg für die Bezeichnung der neuen Grafikkarten als Geforce-11-Serie gesehen. Doch das ist laut Videocardz nach wie vor unsicher.

Die Geräte IDs, die jeweils zwei Versionen des GV102- und des GV104-Grafikchips entsprechen sollen, sind schon länger bekannt. Ob diese IDs tatsächlich von Nvidia verwendet werden, ist unklar. Auf Nachfrage hat LaptopVideo2Go erklärt, dass die verwendete ID-Liste aus keiner offiziellen Quelle stammt.

Videocardz spekuliert, dass der GV102 oder GV102GL beispielsweise auch als ein Volta-Grafikchip für kleinere Quadro-Grafikkarten verwendet werden könnte und nicht für Geforce-Modelle.

Volta nur für Profi-Beschleunigerkarten

Originalmeldung: Das Changelog der nächsten Version des Hardware-Tools HWInfo sorgt aktuell für etwas Verwirrung, denn dort werden die beiden Nvidia-Grafikchips GV102 und GV104 genannt. Neue Nvidia-Grafikchips sollten eigentlich für die kommende Geforce-Generation und damit für die Geforce GTX 1170 und Geforce GTX 1180 gedacht sein, doch das Kürzel »GV« passt nicht so ganz zu den bisherigen Informationen.

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Der GV100 ist beispielsweise der große Volta-Grafikchip, den Nvidia nur für Beschleuniger-Grafikkarten verwendet. Kleinere Volta-Versionen für Gaming-Grafikkarten aus der Geforce-Serie soll es nicht geben. Stattdessen wird hier die Bezeichnung Turing verwendet, die entsprechend dem Schema von Nvidia also zu Grafikchips mit den Kürzeln GT102 oder GT104 führen sollte. Daher überrascht das Auftauchen des GV102 und GV104 bei HWInfo.

Natürlich wäre es denkbar, dass Nvidia nun doch kleinere Volta-Grafikchips produziert, doch im Forum von 3DCenter gibt es eine vermutlich einfachere Erklärung für die Bezeichnung der beiden GPUs. Die vor 10 Jahren vorgestellte Geforce-200-Serie von Nvidia verwendete eine Grafikchip-Architektur namens Tesla. Entsprechend wurden auch die damaligen Grafikchips mit dem Kürzel GT versehen. Eine Geforce GTX 280 verwendete beispielsweise eine GT200-GPU.

GV statt GT, um Verwechslung zu vermeiden

Es ist also durchaus denkbar, dass Nvidia hier eine Verwechslung ausschließen möchte, denn ein zehn Jahre alter GT200 sieht aufgrund des Codes neuer aus und könnte einer leistungsfähigeren Generation entsprechen als ein kommender GT104, obwohl das in der Realität natürlich nicht der Fall ist.

Da andererseits die Bezeichnungen GV102 und GV104 noch frei sind, könnte sich Nvidia schlicht zur klareren Identifikation für diese Kürzel entschieden haben. Für die meisten Käufer von Geforce-Grafikkarten dürften diese internen Bezeichnungen aber ohnehin keine große Rolle spielen.

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