Nvidias kommende GPU-Generation Ampere soll 50 Prozent leistungsfähiger als Turing sein

Gerüchte versprechen einen großen Leistungssprung für die im Laufe des Jahres erwarteten RTX-3000-Grafikkarten von Nvidia. Auch der Energiebedarf soll klar niedriger sein.

von Alexander Köpf,
03.01.2020 13:28 Uhr

Nvidia Ampere alias RTX 3000 wird 2020 erwartet und soll neue Maßstäbe setzen. Nvidia Ampere alias RTX 3000 wird 2020 erwartet und soll neue Maßstäbe setzen.

Das neue Jahr ist gerade erst angebrochen und mit der Consumer Electronics Show (CES) 2020, die vom 7. bis 10. Januar in Las Vegas stattfindet, steht auch die erste große und für das Jahr wegweisende Messe vor der Tür. Kein Wunder also, dass für alle Hardware-Bereiche auch die Leaks zurzeit stark zunehmen.

So auch für die mit Spannung erwarteten neuen Grafikkarten von Nvidia - obwohl ein Release der Ampere-GPUs in der ersten Jahreshälfte als unwahrscheinlich gilt.

Wie die Taipei Times von Yuanta Securities Investment Consulting Co erfahren haben will, soll Nvidias kommende Grafikkarten-Generation, die vermutlich auf den Namen RTX 3000 hören wird, um 50 Prozent Leistung zulegen und dabei gleichzeitig nur die Hälfte der Energie benötigen - gemessen an der aktuellen Turing-Architektur, die in den RTX 20- und den GTX-16-Modellen zum Einsatz kommt.

Der Großteil der Ampere-GPUs soll bei TSMC gefertigt werden, aber auch Samsung soll Aufträge erhalten. (Bildquelle: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.) Der Großteil der Ampere-GPUs soll bei TSMC gefertigt werden, aber auch Samsung soll Aufträge erhalten. (Bildquelle: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

Doch ist das überhaupt möglich und was wissen wir eigentlich über Nvidia Ampere? Mittlerweile bestätigt ist, dass die Ampere-Chips bei TSMC und Samsung im 7-nm-EUV(Extreme Ultraviolet)-Verfahren gefertigt werden.

Den Löwenanteil soll dabei der taiwanische Auftragsfertiger stemmen. Die aktuellen Turing-GPUs werden ebenfalls bei TSMC gefertigt, allerdings noch im 12 nm FinFET-Verfahren.

Allein die erhebliche Verringerungen der Strukturbreite dürfte daher schon für eine deutlich gesteigerte Energieeffizienz oder äquivalent dazu für mehr Leistung durch die höhere Transistoren-Dichte bei Ampere sorgen.

Hinzu kommen noch allgemeine Architektur-bedingte Verbesserungen, die in der Regel ebenfalls an beiden Stellschrauben drehen. Ob Ampere letztlich wirklich um 50 Prozent leistungsfähiger als Turing sein wird, bleibt aber abzuwarten.

Raytracing im Fokus?

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Was das für die Echtzeitstrahlen-Berechnung Raytracing bedeutet, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.

Jedoch gilt eine nennenswerte Steigerung der RTX-Leistung auch mit Blick auf AMD und die Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series X, die beide mit AMDs RDNA-2.0-Architektur ausgestattet und hardwareseitiges Raytracing bieten werden, als sehr wahrscheinlich.

Laut Yuanta soll Nvidia Geforce RTX Ampere erst im zweiten Halbjahr 2020 erscheinen, was sich mit früheren Informationen deckt. Zudem gäbe es für Nvidia derzeit wohl auch wenig Grund die RTX-3000-GPUs zu veröffentlichen, da AMD seinerseits noch nicht im High-End-Segment nachgezogen ist.

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