Overwatch - Toxische Spieler schuld an langsameren Updates für alle anderen

Overwatch-Entwickler Jeff Kaplan spricht in einem neuen Video über Maßnahmen gegen toxische Spieler - und warum es ihn frustriert, die ergreifen zu müssen.

von Maurice Weber,
14.09.2017 15:01 Uhr

Blizzard nimmt toxische Overwatch-Spieler ins Visier - auch wenn die Entwickler die Zeit viel lieber in coole neue Inhalte stecken würden.Blizzard nimmt toxische Overwatch-Spieler ins Visier - auch wenn die Entwickler die Zeit viel lieber in coole neue Inhalte stecken würden.

Overwatch-Entwickler Jeff Kaplan ist nicht in die Spielebranche gegangen, um Leute zu bestrafen, erklärt er in einem neuen Video. Aktuell habe er aber keine andere Wahl: Weil es in der Community des Spiels zunehmend rau zugeht, will Blizzard dem mit neuen Maßnahmen entgegenwirken. Der Aufwand für Dinge wie die Report-Funktion auf Konsolen gehe allerdings auf Kosten anderer interessanter Neuerungen.

"Wir wurden in diese komische Position gebracht, in der wir eine riesige Menge an Zeit und Ressourcen aufwenden, Leute zu bestrafen und zu versuchen, sie zu besserem Verhalten zu bewegen. Ich wünschte, wir hätten die Zeit, die wir in das Report-System für Konsolen investiert haben, stattdessen in eine Replay-Funktion oder eine Match-Historie stecken können. Es waren genau die gleichen Leute, die an diesen beiden Dingen arbeiten mussten, die dann für die andere Sache abgezogen wurden. Das schlechte Verhalten ruiniert das Spiel nicht nur für andere, sondern es lässt die Entwicklung am Spiel deutlich langsamer voranschreiten. "

Kaplan versuchte außerdem, Spieler-Sorgen zu zerstreuen, dass Reports gar keinen Effekt haben. Zuletzt habe man disziplinarische Maßnahmen gegen über 480.000 Accounts eingeleitet. Auf 340.000 davon sei Blizzard durch Community-Reports aufmerksam geworden.

Blizzard arbeite hier stetig an Verbesserungen. Beispielsweise wollen die Entwickler Spieler besser informieren, wenn ihre Reports Früchte tragen, etwa per Mail oder Ingame-Benachrichtigung. Andere Änderungen finden stattdessen unsichtbar unter der Haube statt. Zum Beispiel feilt das Team ständig an Schwellen und Schwere der Strafen für schlechtes Verhalten.

Aufruf an die Overwatch-Community

Auch wenn sich Blizzard seiner Verantwortung bewusst sei und weiter an einem besseren Klima in Overwatch arbeiten will, sieht Kaplan auch die Community in der Pflicht. Die Anonymität des Internets macht es in seinen Augen leicht, über die Stränge zu schlagen. Gerade deswegen sollten Spieler aber "einen tiefen Blick nach innen richten" und sich bewusst werden, dass sie eigentlich alle gemeinsam nur Spaß haben wollen.

Er wünscht sich, dass sich die Community aktiver um ein positives Klima bemüht und vielleicht auch mal Komplimente statt nur Beleidigungen austauscht. Denn: "Wenn du ein schlechter Mensch bist, der in Overwatch schlechte Dinge tut, dann wollen wir dich nicht im Spiel."

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