Paint - Malprogramm wird eingestellt, bekommt aber ein neues Zuhause

Was haben wir hochwertige Kunstwerke damit erstellt! Aber jetzt fällt der letzte Vorhang für Paint: Microsoft will das Programm mit dem Windows 10 Fall Creators Update sterben lassen.

von Maurice Weber, Dimitry Halley,
25.07.2017 09:24 Uhr

Microsoft meldet sich zu Wort: Paint wandert zwar aus Windows heraus, bekommt aber ein neues Zuhause.Microsoft meldet sich zu Wort: Paint wandert zwar aus Windows heraus, bekommt aber ein neues Zuhause.

Update vom 25. Juli, 9:00 Uhr: Als die Meldung von Paints Ende durch das Internet wanderte, entstand offenbar ein lautes Raunen unter Nostalgikern, die dem Verlust nachtrauern. Microsoft nimmt diese Resonanz zum Anlass, um im hauseigenen Blog ein Missverständnis aus der Welt zu räumen.

Paint wird zwar tatsächlich aus dem Arsenal der vorinstallierten Windows-Apps entfernt und muss künftig auf Feature-Updates verzichten, die beliebte Software bekommt aber trotzdem ein neues Zuhause: Im Windows Store wird man das Programm kostenlos herunterladen können.

Paint verschwindet also nicht komplett von der Bildfläche. Allerdings betont Microsoft auch (und das hat unsere ursprüngliche Meldung bereits umrissen), dass Paint 3D ab sofort als Ersatz gesehen und mit neuen Updates versorgt wird.

Ursprüngliche Meldung vom 25. Juli, 7:30 Uhr

Das Ende von Microsoft Paint steht kurz bevor.Das Ende von Microsoft Paint steht kurz bevor.

Paint geht bald den Weg des Office-Assistenten Clippy und legt sich zur ewigen Ruhe: Microsoft will das Malprogramm mit dem Windows 10 Fall Creators Update nicht mehr weiterentwickeln. Zwar wird Paint noch nicht sofort entfernt, steht aber auf der Liste der Funktionen, die nicht mehr fortgeführt und in einer künftigen Version gestrichen werden können.

Paint wurde erstmals 1985 mit Windows 1.0 veröffentlicht. Obwohl es nie das leistungsfähigste Programm war, hat es im Lauf seiner 32-jährigen Geschichte doch so manches echte Kunstwerk hervorgebracht. Zum Beispiel die Werke von Autor Pat Hines, der zu schlecht für Photoshop war und sich deswegen über zehn Jahre hinweg zum Virtuosen in Paint aufschwang:

Es gibt noch kein festes Datum für die endgültige Entfernung von Paint. Als Alternativen stehen unter anderem Microsofts hauseigenes, neueres Programm Paint 3D und das kostenlose Paint.NET zur Auswahl. Bei Paint 3D handelt es sich aber entgegen des Namens nicht einfach um eine weiterentwickelte Fassung des Originals, sondern ein völlig eigenes Programm mit 3D-Gestaltungsfunktionen.

Einige von Paints loyalsten Jüngern haben bereits angekündigt, dem Maltool trotzdem treu bleiben zu wollen. Der Twitter-Künstler Jim'll Paint It, der auf Anfrage Paint-Kunstwerke erstellt, will etwa mit Windows XP auf einem virtuellen PC weitermachen.


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