Pathfinder: Kingmaker - Zeitlimit für Hauptquest irritiert Community

Im neuen Oldschool-Rollenspiel Pathfinder: Kingmaker muss sich der Spieler zu Beginn beeilen: Wer nicht innerhalb von 90 Ingame-Tagen ein bestimmtes Ereignis in der Storykampagne ausgelöst hat, für den heißt es Game over.

von Peter Bathge,
28.09.2018 18:00 Uhr

Pathfinder: Kingmaker hat ein Zeitlimit für die Erfüllung eines Teils der Hauptquest. Doch Aufregung um möglichen Stress in der Story ist fehl am Platz, wie ein genauerer Blick aufs Rollenspiel verrät.Pathfinder: Kingmaker hat ein Zeitlimit für die Erfüllung eines Teils der Hauptquest. Doch Aufregung um möglichen Stress in der Story ist fehl am Platz, wie ein genauerer Blick aufs Rollenspiel verrät.

Pathfinder: Kingmaker sei unfair, sagt so mancher Spieler. Die Balancing-Probleme mit Gegnerstärken sind aber nicht das Einzige, was zum Launch des Oldschool-Rollenspiels für Irritationen gesorgt hat. So zeigten sich viele Spieler verwirrt über ein Zeitlimit zu Beginn von Pathfinder: Kingmaker, das in Zusammenhang mit Hauptquest und Story-Kampagne steht.

90 Ingame-Tage habt ihr in Pathfinder: Kingmaker Zeit, um den Konkurrenten eures selbst erstellten Hauptcharakters zu besiegen, der euch den Platz als Baron im Königreich streitig machen will. Wer länger braucht, der sieht den Game-over-Bildschirm. Aber keine Panik! Stress und Schweißperlen kommen der Erfahrung etlicher Spieler zufolge nicht auf, denn diese Zeitspanne ist extrem großzügig bemessen. Die meisten Spieler brauchen 30-60 Tage, um entsprechend weit in der Geschichte voranzukommen.

Wann erscheint der GameStar-Test?
Da Entwickler Owlcat erst sehr spät Review-Keys für Pathfinder: Kingmaker abgeschickt hat, verzögern sich der Test und die Wertung - wir rechnen momentan mit einer Veröffentlichung Anfang nächster Woche, schließlich lässt sich das Rollenspiel nur schwer in unter 40 Stunden durchspielen.

Allerdings geben einige Kritiker im Steam-Forum zu bedenken, dass man gerade in höheren Schwierigkeitsgraden aufgrund der missratenen Balance von Pathfinder: Kingmaker viel Zeit mit Rasten verbringt. Das schlägt sich ebenso in Sachen Spielzeit nieder wie die regelmäßigen Trips zurück zum nächsten Außenposten, um gesammelte Gegenstände beim Händler zu verkaufen oder neue Vorräte zu erstehen.

Pathfinder: Kingmaker - Halb Baldur's Gate, halb Aufbauspiel: Das eigene Königreich gespielt 8:19 Pathfinder: Kingmaker - Halb Baldur's Gate, halb Aufbauspiel: Das eigene Königreich gespielt

Dadurch bestehe durchaus die Gefahr, dass gerade langsame Spieler, die sich viel Zeit fürs Erkunden nehmen, das Zeitlimit in Pathfinder: Kingmaker als störend empfinden. In der Vergangenheit setzte Obsidians herrlich böses Rollenspiel Tyranny auf eine ähnliche Mechanik im ersten Akt, um Spannung zu erzeugen. Doch wie in Pathfinder: Kingmaker betrug die zur Verfügung gestellte Ingame-Zeit hier mehrere Wochen; eine Grenze, die man in Tyranny nur durch exzessives Reisen zwischen Kartenabschnitten und sehr häufiges Rasten überschreiten konnte.

GameStar-Podcast über Schwierigkeitsgrade: Frustig oder fordernd?

Pathfinder: Kingmaker - Screenshots ansehen

Mehr zu Pathfinder: Kingmaker und seinen Stärken und Schwächen lest ihr in Kürze im GameStar-Test. Zum Release am 25. September 2018 gab es weltweit keine Review-Versionen. Bis wir Pathfinder: Kingmaker durchgespielt haben, empfehlen wir euch einen Blick ins Interview mit Chef-Entwickler Alexander Mishulin aus Russland. Darin erklärt der Owlcat-Mitarbeiter die Unterschiede zwischen europäischen und US-amerikanischen Rollenspielen und warum Pathfinder: Kingmaker so hardcore geworden ist.

GameStar TV: Entscheidungsfreiheit in Tyranny - Folge 90/2016 PLUS 22:07 GameStar TV: Entscheidungsfreiheit in Tyranny - Folge 90/2016


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