Adventskalender 2019

Pillars of Eternity 3 erscheint nur, wenn das Konzept auf den Kopf gestellt wird

Laut Entwickler ist ein Nachfolger zu Pillars of Eternity 2 nur denkbar, wenn das komplette Format umgestellt wird. Der Grund sind schlechte Verkaufszahlen.

von Fabiano Uslenghi,
10.11.2019 11:21 Uhr

Pillars of Eternity 2 war ein famoses Rollenspiel, enttäuschte aber finanziell. Pillars of Eternity 2 war ein famoses Rollenspiel, enttäuschte aber finanziell.

Pillars of Eternity und sein Nachfolger Deadfire gehören zu den besten Rollenspielen der letzten paar Jahre. Nachdem der erste Teil auch noch finanziell Erfolge feierte, ist Teil Zwei mit seinem Piraten-Setting eher baden gegangen. Während einer Fragerunde auf Tumblr äußere sich der leitende Game Designer Josh Sawyer nun zur Möglichkeit eines dritten Teils. Laut Sawyer wäre ein Nachfolger aber nur denkbar, wenn das Konzept von Grundauf erneuert wird.

"Das ist nichts, was ich entscheiden kann, aber ich glaube, dass die relativ geringen Verkäufe von Deadfire bedeuten, dass, falls wir uns entscheiden ein weiteres Pillars-Spiel in diesem Stil zu machen, wir das komplette Format des Spiels neu überprüfen müssen."

Sowohl Pillars of Eternity als auch Deadfire waren klassische Oldschool-RPGs mit Vorbildern wie Baldurs Gate. Teil eins entflammte zudem einen neuen Trend in der Spielebranche, der viele ähnliche Spiele nach sich zog. Darunter das ebenfalls hochgelobte Divinity: Original Sin 2. Doch während Deadfire wenige Käufer von sich überzeugen konnte, feierte Divinity auch finanzielle Erfolge.

Pillars of Eternity 2: Deadfire - Testvideo: Auf der Jagd nach dem Rollenspiel-Thron 9:40 Pillars of Eternity 2: Deadfire - Testvideo: Auf der Jagd nach dem Rollenspiel-Thron

Sawyer geht weiter auf die Vermutung ein, dass die Echtzeitkämpfe mit Pausefunktion eventuell einige Spieler abgeschreckt haben könnten. Divinity: Original Sin 2 setzte etwa auf ein rundenbasiertes System. Gleichzeitig hatten andere Rollenspiele mit Pausefunktion wie Pathfinder: Kingmaker weniger Probleme auf dem Markt.

"Spieler, die RTwP-Kämpfe (Echtzeit mit Pause) hassen, machen sie für den Misserfolg verantwortlich. Im Kontrast zu dem phänomenal besser verkauften (und besser bewerteten) Divinity: OS2. Selbst wenn das stimmt: Pathfinder Kingmaker hatte niedrigere Bewertungen als Deadfire, wurde aber besser verkauft und hatte RTwP-Kämpfe."

Erfolge an anderer Stelle

Das letzte Rollenspiel der PoE-Entwickler Obsidian ist The Outer Worlds, das spielerisch wieder mehr an frühere Werke wie Fallout: New Vegas erinnert. Hier durchstreifen wir also aus der Ego-Perspektive große Areale und treffen Entscheidungen.

Anders als Deadfire, scheint The Outer Worlds allerdings finanziell keine Probleme zu haben. Kürzlich gab der Publisher in einem Finanzreport nämlich bekannt, dass das Rollenspiel die Erwartungen übertroffen habe.

Der Erfolg von The Outer Worlds könnte also ebenfalls zu einem Umdenken bei Obsidian beitragen, sollte das Studio einen weiteren Pillars-Teil in Erwägung ziehen.

Mehr zum Thema:


Kommentare(103)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen