PlayStation-Hack - Unbekannte übernehmen Facebook- und Twitter-Accounts von Sony

OurMine hat wieder zugeschlagen. 5 Tage nach dem Hack auf Game of Thrones geht es jetzt den Social-Media-Accounts von Sony an den Kragen.

von Dimitry Halley,
21.08.2017 11:03 Uhr

Die Twitter- und Facebook-Accounts von PlayStation wurden in der Nacht vom 20. zum 21. August gehackt. Dahinter stecken dieselben Leute, die erst vor ein paar Tagen die Social-Media-Präsenzen von HBO und Game of Thrones geknackt haben: Die Hackergruppe OurMine.

Im Vergleich zu früheren Sony-Hacks handelt es sich hierbei aber um einen recht harmlosen Angriff. OurMine sieht sich selbst eigentlich als Sicherheitsfirma, die Systeme infiltriert, um deren Anfälligkeit für Hacks zu illustrieren - das Ganze fungiert als Werbung für die eigenen Cybersecurity-Dienste.

Deshalb beschränkt sich der Social-Media-Hack in seinem Schaden auch lediglich auf ein paar harmlose Twitter- und Facebook-Postings in Sonys Namen. Weniger erfreulich: OurMine behauptet, dass die PSN-Datenbanken für sie offen lägen.

Angeblich hat OurMine auch Zugang zu PSN-Daten. Behaupten sie zumindest.Angeblich hat OurMine auch Zugang zu PSN-Daten. Behaupten sie zumindest.

Im gleichen Atemzug entpuppt sich das aber »nur« als dubiose Drohung, man will ja schließlich Sony als potenziellen Kunden anwerben und nicht ruinieren. Wobei man natürlich ohnehin anzweifeln kann, ob es sich bei der PSN-Behauptung nicht um einen Bluff handelt.

So oder so: OurMine hatte nur kurz Zugriff auf die Social-Media-Accounts, bis Sony wieder die Kontrolle übernahm und die Postings löschte. Ein realer Schaden entstand dabei also nicht, trotzdem schlägt der Hack freilich eine weitere Kerbe in das ohnehin schon recht ungerühmte Sicherheitsnetz von PlayStation, das in der Vergangenheit bereits häufiger für Hacking-Schlagzeilen sorgte.

OurMine will den Hack nicht für schädliche Zwecke nutzen, sondern als Werbung für die eigenen Sicherheitsdienste.OurMine will den Hack nicht für schädliche Zwecke nutzen, sondern als Werbung für die eigenen Sicherheitsdienste.


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