Preisverfall bei DDR4-Arbeitsspeicher - Einbruch um bis zu 40 Prozent bei PC-RAM erwartet

Die Preise für Arbeitsspeicher befinden sich weiterhin im Sinkflug. Analysten prophezeien für das erste Halbjahr 2019 einen Preisverfall von bis zu 40 Prozent.

von Sara Petzold,
20.02.2019 09:44 Uhr

Nach langem Preishoch sinken die Preise für DDR4-RAM aktuell spürbar, der Abwärtstrend soll sich sogar noch verstärken.Nach langem Preishoch sinken die Preise für DDR4-RAM aktuell spürbar, der Abwärtstrend soll sich sogar noch verstärken.

Der Trend der vergangenen Monate setzt sich fort - und nimmt offenbar sogar noch an Fahrt auf: Die Preise für Arbeitsspeicher im PC- und Serversegment sinken stetig. Aktuell gehen Analysten sogar davon aus, dass DRAM im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 um bis zu 40 Prozent günstiger werden könnte.

Einem Bericht von Trendforce (via ComputerBase) zufolge rechnen Experten bereits im ersten Quartal 2019 mit Preiseinbrüchen von rund 25 Prozent für PC-DRAM - in Bezug auf Januar 2019 ist gegenüber dem Vormonat bereits von einem Einbruch um 15 Prozent die Rede. Als Gründe dafür sehen die Analysten die erwartete Flaute nach der Weihnachtssaison sowie die hohen Lagerbestände, die Hersteller seit dem vorigen Quartal abverkaufen wollen.

Trendforce geht von einem anhaltenden Preisverfall bei PC- und Server-DRAM aus. (Bildquelle: Trendforce/DRAMexchange)Trendforce geht von einem anhaltenden Preisverfall bei PC- und Server-DRAM aus. (Bildquelle: Trendforce/DRAMexchange)

Obwohl die Hersteller ihre Produktion in Anbetracht der vorhandenen Lagerbestände zurückgefahren haben, um das Angebot der Nachfrage anzupassen, hält Digitimes einen langfristigen und andauernden Preisverfall für wahrscheinlich. Die Nachfrage am Markt bleibe auch in 2019 voraussichtlich gering, wobei im zweiten Halbjahr 2019 »ungünstige makroökonomische Faktoren« sich entscheidend auswirken könnten. Derzeit liegt der durchschnittliche Großhandelspreis für 8GB-PC-DRAM Module bei 45 US-Dollar, mit Tendenz nach unten.

Wie stark die Preise für Arbeitsspeicher auch in Deutschland seit dem bisherigen Hoch Ende 2017 mittlerweile wieder eingebrochen sind, zeigt sich bei einem Blick auf die vergangene Preisentwicklung: Das 16GB Kingston HyperX Predator Kit mit DDR4-3200 Speicher kostete Mitte Dezember 2017 noch knapp 218 Euro. Seit Sommer 2018 fiel der Preis für diese Riegel dann von rund 207 Euro kontinuierlich auf mittlerweile knapp 125 Euro - davon allein seit Anfang Januar 2019 um mehr als 15 Euro:

Preisentwicklung Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 16GB (Quelle: Geizhals.de)Preisentwicklung Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 16GB (Quelle: Geizhals.de)

Demgegenüber sieht es für die Hersteller am Markt für Mobile-DRAM etwas besser aus: Im Vergleich zu PC- und Server-Arbeitsspeicher blieben die Preise während der vergangenen Monate verhältnismäßig konstant. Während des ersten Quartals 2019 erwartet Digitimes einen Einbruch um zehn bis 15 Prozent. Im zweiten Quartal kann der Release neuer Flaggschiff-Smartphones der Android-Fraktion den Preisverfall bei mobile DRAM möglicherweise auf deutlich unter zehn Prozent reduzieren.

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