Radeon RX 590 - Release am 15. November für angeblich rund 260 Euro

Mittlerweile gilt es als praktisch sicher, dass AMD am 15. November 2018 mit der RX 590 ein Update der Polaris-GPUs im 12nm-FinFET-Verfahren veröffentlichen wird. Der Preis soll bei rund 260 Euro liegen.

von Sara Petzold,
30.10.2018 10:52 Uhr

AMD könnte schon bald die Polaris-30-Serie veröffentlichen, das Topmodell soll die RX 590 werden.AMD könnte schon bald die Polaris-30-Serie veröffentlichen, das Topmodell soll die RX 590 werden.

Update, 30.10.2018: Die neue Radeon RX 590 hat ein ziemlich sicheres Releasedatum. Aktuellen Berichten zufolge soll die RX 590 am 15. November erscheinen (via ComputerBase) und etwa 260 Euro kosten. VideoCardz hat zudem eine Abbildung veröffentlicht, die eine PowerColor Radeon RX 590 Red Devil zeigen soll. Die Karte gleicht dem Design der RX 580 Red Devil.

Auf Twitter tauchte dazu das Foto einer angeblich offiziellen Verpackung für die RX 590 auf. Parallel dazu kursiert ein Foto, das nähere Spezifikationen der GPU beinhaltet und auf dem von FinFET 12 als Fertigungsprozess die Rede ist, was die Annahme bestätigt, dass die RX 590 im entsprechend optimierten Verfahren hergestellt wird.

Update, 26.10.2018: Während der vergangenen Tage sind weitere Hinweise auf AMDs Polaris-30-GPU im Internet aufgetaucht. VideoCardz spricht mit Bezugnahme auf eine anonyme Quelle von einer Custom Radeon RX 590 von Asus, die unter der Kennung ROG-STRIX-RX590-8G-GAMING erscheinen soll und vermutlich 8GB Videospeicher besitzen wird.

Darüber hinaus verweist ComputerBase auf einen Eintrag in der Datenbank der Eurasian Economic Commission (EEC) vom 25.10.2018. Dort ist von einer Power Color AXRX 590 8GBD5-3DH/OC die Rede - offenbar eine übertaktete Radeon RX 590 mit 8GB GDDR5-Speicher.

In Kombination (siehe auch die früheren Hinweise in dieser News) gilt ein Release der Radeon RX 590 noch 2018 als fast gesichert. Viel Mehrleistung gegenüber der RX 580 dürfte die RX 590 dagegen nicht bieten, der vermutlich um 200 MHz erhöhte Turbotakt (bei wahrscheinlich identischem Speichertakt), wird sich in Benchmarks zwar messen lassen, dürfte das Spielerlebnis in der Praxis aber nicht spürbar verbessern. Das scheinen auch die der RX 590 zugechriebenen Benchmark-Ergebnisse in der 3D-Mark-Datenbank von Fire Strike Extreme 1.1 und Timespy zu bestätigen.

Update, 17.10.2018: Mittlerweile gilt es laut ComputerBase als praktisch sicher, dass AMD in Kürze die Polaris-30-Serie veröffentlichen wird. Höchstwahrscheinlich stellt im endgültigen Lineup die Radeon RX 590 das schnellste Modell dar. In den Benchmarktests erreicht die Karte einen rund 200 MHz höheren durchschnittlichen Turbotakt als die Radeon RX 580. Die Taktrate des Videospeichers fällt mit effektiven 4 GHz identisch aus.

Update, 15.10.2018: Die Gerüchte über ein 12-nm-Update der Polaris-GPU-Serie von AMD verdichten sich. Wie ComputerBase und PCOnline berichten, plant AMD neuesten Hinweisen zufolge eventuell den Release mehrerer Polaris-30-GPUs in 12-nm-Fertigung (eine Weiterentwicklung des bisherigen 16-nm-Verfahrens), von denen die Radeon RX 570 bereits diesen Monat das entsprechende Update erhalten könnte. Eine neue Version der RX 580 soll angeblich im November folgen.

Ob und inwiefern sich die neuen Modelle (so sie denn kommen) von den Vorgängern in Sachen Leistung unterscheiden, ist allerdings noch völlig unklar. In China ist eine angebliche Roadmap aufgetaucht, in der von einer RX 590 die Rede ist - eine solche Benennung könnte auf bessere Performance hindeuten. Bislang war es aber sehr still um mögliche neue Bezeichnungen in der Gerüchteküche.

Denkbar wäre allerdings auch, dass AMD lediglich aus wirtschaftlichen Gründen zum 12-nm-Fertigungsprozess wechselt, um die bekannten GPUs günstiger herzustellen, bei den bekannten Bezeichnungen RX 570 und RX 580 bleibt, dabei aber kein Leistungs-Update vorsieht und potenziell nur den Stromverbrauch durch die neue Fertigung senkt.

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Originalmeldung: Aktuell kursieren Gerüchte, dass AMD an einem zweiten Update für die Polaris-GPU arbeitet. Nach Polaris 10 (Radeon RX 400, Release Mitte 2016) und Polaris 20 (Radeon RX 500, Release Frühjahr 2017) könnte demnach eine Polaris-30-GPU im Rahmen einer möglichen Radeon-RX-600-Serie auf den Markt kommen. Das behauptet zumindest der laut den Kollegen von Computerbase »in der Vergangenheit wiederholt sehr früh gut informierte« Nutzer wjm47196 im Chiphell-Forum.

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Während das Leistungsplus von Polaris 20 gegenüber Polaris 10 im Frühjahr 2017 bei unseren eigenen Tests etwa zehn Prozent betrug, soll die Performance mit Polaris 30 um weitere 15 Prozent anwachsen. Außerdem glaubt wjm47196 an eine Fertigung in 12 Nanometern (nm) statt im 14-nm-Prozess. Genaue Details zu möglichen Taktraten und Speicher gibt es noch keine.

Nachdem AMD im letzten Jahr Grafikkarten mit dem Polaris-Nachfolger Vega veröffentlicht hat (Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56), wäre die Veröffentlichung neuer GPUs auf Basis dieses Chips eigentlich nahe liegender. Es gibt allerdings Vermutungen, dass neue Vega-Grafikkarten in 7 Nanometern (statt wie zuvor 14 Nanometern) nur für das Profi-Segment erscheinen.

Sollte das stimmen, könnte erst der Vega-Nachfolger »Navi« Spieler-Grafikkarten von AMD in 7-nm-Fertigung mit sich bringen. Aktuell wird frühestens 2019 mit entsprechenden Modellen gerechnet, wobei neue High-End-Grafikkarten als Konkurrenz für Nvidias GTX 1080 Ti und eine mögliche GTX 1180 teilweise sogar erst im Jahr 2020 erwartet werden. Die zweite Polaris-Neuauflage könnte demnach auch zur Überbrückung der Zeit bis zur Veröffentlichung von Navi-Grafikkarten dienen.

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Die PC Games Hardware geht dagegen davon aus, dass primär eine verbesserte Effizienz statt höherer Leistung im Fokus von Polaris 30 steht. Außerdem will man erfahren haben, dass AMD keine neue RX-600-Reihe plane. Stattdessen hält die PCGH Bezeichnungen wie »Radeon RX 585« und »Radeon RX 575« für wahrscheinlicher.

Dabei beruft sich PCGameshardware auf Insiderinformationen, denen zufolge AMD den Tape-Out in 12nm für Polaris 30 bereits abgeschlossen habe. AMD sei sich aber noch unsicher, ob man den Chip wirklich veröffentlichen solle. Welche dieser Vermutungen sich als richtig erweist, werden wir voraussichtlich spätestens Ende 2018 erfahren.


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