Radeon VII - HBM2 macht wohl fast die Hälfte des Preises aus

Die AMD Radeon VII liegt preislich relativ hoch, wobei angeblich schon der Videospeicher aus HBM2 fast den halben Preis ausmacht.

von Georg Wieselsberger,
28.01.2019 08:47 Uhr

Die Radeon VII soll gegen die Geforce RTX 2080 antreten.Die Radeon VII soll gegen die Geforce RTX 2080 antreten.

Update, 28. Januar 2019: Die Radeon VII soll laut AMD zum Start 699 US-Dollar kosten. Dieser recht hohe Preis liegt laut einem Bericht von Fudzilla auch daran, dass AMD gleich 16,0 GByte HBM2 verbaut. Der sehr schnelle Speicher erreicht 1,0 TByte pro Sekunde, hat aber auch einen hohen Preis.

4,0 GByte HBM2 kosten laut dem Bericht 80 US-Dollar und damit könnte der Preis, den AMD für 16,0 GByte HBM2 bezahlt, bei rund 320 US-Dollar liegen. Das ist nahe an der Hälfte des Gesamtpreises. Daher stellt Fudzilla auch in Frage, dass AMD mit der Radeon VII Gewinne einfahren kann und erwartet keine großen Stückzahlen.

Update, 24. Januar 2019: Sapphire hat laut TechPowerUp eine Radeon VII vorgestellt, die auf dem Referenzdesign von AMD basiert. Doch entgegen dem von AMD angekündigten Referenzmodell ist die Boost-Geschwindigkeit auf der Sapphire-Grafikkarte auf 1.750 MHz festgelegt und damit geringer als die von AMD erwähnten 1.800 MHz.

Das könnte darauf hindeuten, dass AMD vielleicht ähnlich wie Nvidia mit der Founders Edition plant, die direkt vertriebenen Modelle der Radeon VII mit einem Taktvorteil anzubieten. Bestätigt ist das aber bisher nicht. Beim HBM2-Speicher gibt es aber keine Veränderungen. Auch das Sapphire-Modell taktet den Videospeicher mit 1.000 MHz und erreicht so eine Bandbreite von 1 TByte pro Sekunde.

Originalmeldung: Laut Scott Herkelman wird die Radeon VII mit neueren Schnittstellen wie DirectX 12 und Vulkan großartig zusammenarbeiten und sich hier einen Schlagabtausch mit der Geforce RTX 2080 von Nvidia liefern. In Spielen wie Battlefield 5 oder Division 2 in 4K habe man festgestellt, dass mehr als 8 GByte Videospeicher belegt werden und sich deswegen für 16 GByte HBM2 entschieden. Diese Speichermenge sei auch für kreatives Arbeiten besser als die 8 GByte der Konkurrenz, so Herkelman gegenüber HardOCP. Die neue Radeon VII wird über zwei 8-Pin-Anschlüsse versorgt und hat eine TDP von 300 Watt.

Laut Herkelman haben viele Fans danach gefragt, ihre Grafikkarte direkt bei AMD kaufen zu können und AMD wolle sicherstellen, dass die eigenen Grafikkarten auch zum empfohlenen Verkaufspreis erhältlich sind. Daher wird es zum Release der Radeon VII am 7. Februar zumindest in manchen Regionen möglich sein, die Grafikkarte über AMD.com zu kaufen. Ein weiterer Ausbau dieses Angebots ist geplant.

Das auf der CES vorgeführte Referenz-Modell der Radeon VII mit drei Lüftern entspricht auch dem finalen Design, dass dann von AMD und im Handel verkauft wird. Die Radeon VII wird HDMI 2.0 unterstützen und damit noch nicht den neuen Standard HDMI 2.1. Allerdings sieht sich AMD Möglichkeiten an, DisplayPort in HDMI 2.1 zu konvertieren, kann dazu aber noch nicht mehr sagen. Für die Zukunft will AMD sicherstellen, dass es wieder Produkte für Gamer in jedem Bereich gibt.

"In den nächsten fünf Jahren wird die Branche komplett anders aussehen. AMDs Ziel ist es, in jedem Spielebereich führend zu sein, von PCs über die Cloud bis hin zu Konsolen."

Die Radeon VII ist laut Herkelman auch ideal für Kunden geeignet, die ihre High-End-Grafikkarten zur Produktion von Inhalten verwenden, aber in ihrer Freizeit auch damit spielen wollen. Dieser Kundenkreis könne sich meistens auch keine Workstation- oder Rechenzentrum-Grafikkarte leisten, doch für 3D-Grafik-Berechnungen, Video-Bearbeitung und andere Berechnungen würde ein Upgrade auf eine Radeon VII sofort einen merklichen Vorteil bieten.

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