Season 3 von Apex Legends zeigt, wie vielfältig Battle Royale sein kann

Nach einer Woche mit der neuen Season von Apex Legends wird deutlich, wie sehr sich der Battle-Royale-Shooter verändert hat.

von Mathias Dietrich,
08.10.2019 12:09 Uhr

Apex Legends frischt sein Gameplay mit Season 3 auf.Apex Legends frischt sein Gameplay mit Season 3 auf.

Am 1. Oktober 2019 erschien die dritte Season von Apex Legends und mittlerweile hat sich das neue Gameplay etabliert. Mit World's Edge als neue Karte, der Charge Rifle als zusätzliche Waffe und der elften Legende Crypto gibt es hier eine Reihe von Änderungen, die sich stärker auf den Spielablauf auswirken, als wohl viele gedacht hätten.

Chaotische Feuergefechte

So spielten sich Season 1 und 2: Die Königsschlucht war genau das: Eine Schlucht. Der direkte Weg zu euren Feinden war nicht selten durch Klippen und Berge versperrt. Wenn ihr Feuergefechte gehört habt, dann konntet ihr eure Feinde nur in den seltensten Fällen sehen. Die meiste Zeit musstet ihr euch so maximal nur mit einem gegnerischen Squad anlegen.

Das macht Season 3 anders: World's Edge besteht zu großen Teilen aus eher offenen Gebieten. Gerade mit einem Scharfschützengewehr könnt ihr häufig große Teile der Map überblicken. Wenn ihr Schüsse hört, dann könnt ihr sie meistens auch sehen. Das sorgt für Chaos und vor allem Abwechslung. Hier treffen oft mehr als nur zwei Squads in einem Gebiet aufeinander. Diese Feuergefechte zwischen mehr als zwei Parteien heben den Battle-Royale-Aspekt deutlicher hervor.

Endlich Gameplay für Support-Taktiker

So spielten sich Season 1 und 2: Die Legenden der ersten beiden Seasons förderten vor allem defensive Bunker-Taktiken oder äußerst aggressives Vorgehen. Octane zum Beispiel eignet sich ideal für Hit-and-Run-Taktiken und mit Caustic und Wattson errichteten Spieler fast schon Bollwerke auf der Map, die sich nur schwer einnehmen lassen.

Das macht Season 3 anders: Campen ist bei den Spielern von Apex Legends häufig verpönt, doch Crypto macht es zu einer legitimen Strategie. Dank seiner Drone kann er etwas im Hintergrund bleiben, die Gebiete auskundschaften und seinem Team wichtige Informationen liefern. Auf den großen Karten von Battle-Royale-Spielen lohnen diese Fähigkeiten besonders. Da er so auch ohne sich selbst in Gefahr zu begeben die Banner besiegter Teamkollegen sammeln kann, wird er trotz seiner passiver Spielweise nie zur Last.

Mit Cryptos Drone beeinflussen wir den Kampf, ohne uns selbst aktiv beteiligen zu müssen.Mit Cryptos Drone beeinflussen wir den Kampf, ohne uns selbst aktiv beteiligen zu müssen.

Auf Wiedersehen, Bulletdrop

So spielten sich Season 1 und 2: Der Fernkampf mit Scharfschützengewehren war zu Beginn von Apex Legends nur etwas für die allerbesten Schützen. Denn der Bulletdrop von Waffen wie der Longbow war extrem. Nicht selten konntet ihr Feinde so nur in ihren Knockdown-Status bringen, nicht aber endgültig erledigen.

Das macht Season 3 anders: Die neue Charge Rifle ist tödlich. So tödlich, dass sich viele Spieler gar einen Nerf erhoffen. Bei der Waffe handelt es sich um ein Scharfschützengewehr komplett ohne Bulletdrop. Stattdessen hat sie einen Ziellaser der sich aufläd, bevor die Waffe ihren tödlichen Hitscan-Schuss abgibt. Das vereinfacht den Fernkampf gerade für Anfänger.

Weg von hart umkämpften Zonen

So spielten sich Season 1 und 2: Schon zu Beginn jedes Matches gab es einige Zonen, die unter Garantie heiß umkämpft sein werden. Dazu zählten Skulltown und auch die Dropships, die mit besonders wertvollen Loot über die Karte fliegen.

Das macht Season 3 anders: Hart umkämpfte Zonen gibt es auch in der neuesten Season wieder, allerdings deutlich besser verteilt. Statt einem einzigen Dropship könnt ihr so zum Beispiel drei Vaults auf der Map finden, die ihr ab dem 9. Oktober öffnen könnt. Dafür braucht ihr allerdings erst einmal einen Schlüssel. Wer einen Vault besucht, trifft also nicht zwangsläufig auf ein feindliches Squad.

Auf World's Edge verteilen sich die Spieler viel mehr.Auf World's Edge verteilen sich die Spieler viel mehr.

Landschaftliche Abwechslung

So spielten sich Season 1 und 2: King's Canyon bestand aus einem gemäßigten Gebiet und einer kleinen Wüste sowie einem Sumpf und Industrieanlagen. Die vorherrschenden Farbtöne waren hier Grün, Gelb und Brauntöne. Schlecht sah das nicht aus, allerdings hat man sich auch schnell daran satt gesehen. Das Gameplay unterschied sich in den einzelnen Zonen zudem nicht sehr stark.

Das macht Season 3 anders: Statt Brauntönen gibt es jetzt mehr farbliche Abwechslung. Dafür sorgen die drei unterschiedlichen Biome. Von glühenden Magmaflüssen, über Geysir-Gebiete bis hin zu schneebedeckten Städten und einer komplett zugefrorenen Zone ist alles vertreten und jedes Gebiet hat seine eigenen Tücken. Wer in Lava fällt nimmt zum Beispiel Schaden, Geysire hingegen katapultieren euch in die Luft. Egal wo ihr seid: Ihr müsst euch an andere Bedingungen anpassen.

Wie geht es weiter?

Noch im Oktober startet zudem ein neues Event in Respawns Battle-Royale-Shooter, das vor allem etwas für jene ist, die Battle Royale nicht viel abgewinnen können. In Shadowfall sterbt ihr nicht, sondern wechselt nach dem Tod das Team und macht Jagd auf die Überlebenden.

Statt jeder gegen jeden kämpfen hier am Ende zwei Gruppen gegeneinander. Somit müsst ihr euch nicht mehr gegen ganze 20 Teams durchsetzen, sondern nur noch gegen eins.

Mit Season 3 macht Apex Legends vieles richtig und bringt frischen Wind in die Battle-Royale-Gefechte, die nach zwei Staffeln auf der gleichen Karte langsam sehr monoton wurden. Daran rüttelten auch die Mapänderungen der zweiten Staffel nur wenig. Der aktuelle Kurs lässt jedoch gutes für die Zukunft von Apex Legends hoffen.

Alle Neuerungen von Apex Legends Season 3 auf einen Blick

Neuer Battle Pass, neue Waffe, neue Legende: Season 3 von Apex Legends im Gameplay-Trailer 2:22 Neuer Battle Pass, neue Waffe, neue Legende: Season 3 von Apex Legends im Gameplay-Trailer


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