Sharkmob - Studio von Ex-"The Division"-Entwicklern will Klassiker wiederbeleben

Ehemalige Entwickler von Hitman und The Division wollen einen "Kult-Klassiker" wieder zum Leben erwecken und haben dafür ein neues Studio gegründet.

von Sebastian Zelada,
21.03.2018 09:40 Uhr

Ehemalige Entwickler von The Division wollen einen "Kult-Klassiker" wiederbeleben und arbeiten dabei mit Ex-Hitman-Entwicklern zusammen.Ehemalige Entwickler von The Division wollen einen "Kult-Klassiker" wiederbeleben und arbeiten dabei mit Ex-Hitman-Entwicklern zusammen.

Mit Sharkmob haben ehemalige Mitarbeiter von Ubisoft und IO ein neues Studio gegründet. Es besteht aus fünf Gründern, die zuvor an The Division und der Hitman-Reihe gearbeitet hatten. Gemeinsam wollen sie dafür sorgen, dass ein "Kult-Klassiker" zu neuem Leben erweckt wird. Bisher hat Sharkmob aber nicht verraten, welcher Titel damit gemeint ist.

Sicher ist hingegen, dass der neue Indie-Entwickler unter der Leitung des ehemaligen Massive-CEO Fredrik Rundqvist steht. Gegenüber VentureBeat verriet Fredrik Rundqvist zumindest, dass der neue Titel wohl auf Live-Services und damit auf Online-Komponenten setzen werde. Sofern sich Erfolg einstelle, solle daraus auch ein Franchise entstehen.

Die Vision beschrieb er wie folgt:

"Wir sind nicht wirklich daran interessiert, ein traditionelles Singleplayer-Spiel zu machen. Was wir privat spielen – die Spiele, die wir lieben, sind sehr sozial, von Wettbewerb geprägt und immer Multiplayer. Je mehr desto besser. Unserer Meinung nach, ist das aber natürlich alles nicht interessant, sofern man nicht die richtige IP, das richtige Setting und die richtige Fantasie hat, um die Menschen von den Spielmechaniken zu begeistern, die wir bieten."

Ein Teil der Gründer arbeitete zuvor bei IO an der Hitman-Reihe.Ein Teil der Gründer arbeitete zuvor bei IO an der Hitman-Reihe.

Kleines Studio für mehr Kreativität

Sharkmob zählt aktuell 30 Vollzeitbeschäftigte und ist für Rundqvist eine Gemeinschaft, in der sich die Beteiligten einfach sicherer fühlen, als wenn sie ihre eigenen Wege gehen würden - auch wenn jeder Einzelne zehn bis 12 Jahre Erfahrung in der Branche habe.

"Wenn man uns fünf nimmt, dann ist es denke ich nicht übertrieben, dass wir rundum all das abdecken, was man benötigt, um ein Unternehmen zu gründen, ein Studio zu eröffnen, ein Spiel zu machen, eine IP zu kreieren, sich sicher hinsichtlich der Technologie zu sein, der künstlerischen Leitung, der Spielregie und all dieses Zeug."

Neben ehemaligen Mitarbeitern von IO und Ubisoft, arbeiten auch Ex-Entwickler von DICE, King und Codemasters bei Sharkmob. Der Technische Direktor des Studios, Anders Homquist, betont die Wichtigkeit eines vergleichsweise kleinen Teams:

"Für mich geht es darum, wieder näher am Spiel zu sein. Man hat diese großen Projekte und man ist so weit vom Spiel entfernt, dass man gar kein Spiel mehr macht, sondern ein Projekt. Ich denke für mich war es wichtig, wieder anzupacken, ein Spiel zu machen und kein hypothetisches Projekt mehr."

Flache Hierarchien

Erst einmal wird das Studio aber noch weiter wachsen. Das Maximum an Mitarbeitern habe man intern auf 100 bis 150 Angestellte festgelegt. Das erleichtere auch die Kommunikation enorm, wie Sharkmobs Direktor für IP und Kommunikation, Martin Hultber, erklärt:

"Hier können wir eine Entscheidung in wenigen Minuten fällen. Die flacherere Organisation und direkte Kommunikation haben, zumindest für mich, einen großen Unterschied ausgemacht, wenn es darum geht Entscheidungen zu fällen und Aufgaben zu verteilen."

Dadurch profitiere letztlich auch die Kreativität. Laut Rundqvist wären Spiele wir Minecraft und PlayerUnknown's Battlegrounds niemals bei großen Publishern entstanden: "Sie würden niemals all die Haken setzen, die man dort benötigt, um ein Spiel zu machen. Sie kommen aus der Indie-Szene, von Menschen die an eine Idee glauben und frei sind, dies zu tun."

Was letztlich Sharkmob aus dieser Freiheit erschafft, werden wir früher oder später erfahren. Bisher ist klar, dass die Entwickler sich aus ihrer Sicht in eine gute Ausgangsposition gebracht haben. Nun dürfen die Spieler gespannt sein, was sie daraus machen.

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