The Division 2 - Balancing-Problem der Marke Anthem: Low-Level-Mods schlagen Endgame-Equipment

Weil die Items in The Division 2 Maximalwerte für ihre Attribute besitzen, sind manchmal niedrigstufige Mods besser als gelbes Endgame-Equipment.

von Mathias Dietrich,
11.04.2019 10:44 Uhr

Wie schon in Anthem lohnt es sich manchmal auch in The Division 2 mit niedrigstufiger Ausrüstung loszuziehen.Wie schon in Anthem lohnt es sich manchmal auch in The Division 2 mit niedrigstufiger Ausrüstung loszuziehen.

Etwas ungewollt hat sich The Division 2 ein »Feature« beim Konkurrenten Anthem abgeschaut: Durch ein Problem mit dem Gamedesigns sind derzeit niedrig-stufige Waffenmods besser als ihre Endgame-Gegenstücke. Ursache ist jedoch kein Bug wie bei Biowares Shooter, sondern eine gewollte Spielmechanik, die etwas aus dem Ruder läuft.

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Was ist die Ursache des Problems?

Die Ursache ist ein versteckter Wert von The Division 2, den euch das Spiel nicht mitteilt. Der ist auch nur im Hintergrund wichtig und bestimmt, wie das Spiel die Werte eures Loots auswürfelt. Im Gegensatz zu Anthem könnt ihr den Zahlen in Ubisofts Loot-Shooter also vertrauen. Die können auf niedrigstufigen Items aber in bestimmten Fällen besser ausfallen als bei Endgame-Ausrüstung.

Gegenstände besitzen Maximalwerte. Vor einigen Tagen fand der Reddit-Nutzer Passeri einen versteckten Wert auf den Items, den er »Effective Stat Allowance« nennt. Kurz gesagt bestimmt dieser, wie hoch die einzelnen Attribute der Items im besten Fall ausgewürfelt werden können.

Items haben stets nur einen guten Wert. Je mehr Attribute ein Item hat, umso schlechter sind die einzelnen Werte. Ist ein Wert besonders gut, werden die weiteren automatisch sehr viel schlechter ausfallen. Findet ihr einen Gegenstand mit nur einem Attribut, wird dieses also zwangsläufig gut ausgewürfelt sein.

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Low-Level-Mods erreichen höhere Bestwerte. Deswegen farmen derzeit viele Spieler mit Zweitcharakteren blaue Mods auf Stufe 18. Die passen in jeden Modslot und können euren Waffenschaden um bis zu 6 Prozent erhöhen, da deren Werte nicht durch weitere Attribute limitiert sind. Zum Vergleich: Die viel selteneren gelben Mods mit einem Gear Score von 500 erreichen im Bestfall 2 Prozent.

Die Spieler stören sich nun nicht daran, dass Endgame-Gear schlechte Werte haben kann. Damit muss man bei zufälligem Loot immerhin rechnen. Das Problem ist, dass Items mit einem niedrigen Gear Score von nur 50 bis 100 besser sein können als die gelben Gegenstände mit einer fünf Mal so hohen Itemwertung.

Rüstungsschaden macht weitere Probleme

Zudem berichtet ein weiterer Spieler, dass ein bestimmter Markenbonus, der den Schaden an Rüstung erhöht, aktuell verbuggt sei. Dem Test des Reddit-Nutzers Fears_Revenge zufolge funktioniere der Bonus im PvE nicht. Nur beim Test gegen andere Spieler in der Dark Zone verursacht er mehr Schaden gegen Rüstung.

Abseits dieser Probleme überzeugte uns die Itemhatz von The Division 2 im Test jedoch und auch die Spieler selbst sind von dem Spiel angetan. Der Teufel liegt also im Detail und die Fehler fallen erst im Endgame auf, wenn viele Spieler anfangen sich tiefergehend mit den Spielmechaniken und Itemwerten auseinanderzusetzen.

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