»Vertrag für das Web« - Erfinder des World Wide Web will Freiheit und Privatsphäre sichern

Sir Tim Berners-Lee, bekannt als Erfinder des World Wide Web, will die Freiheit der Internet-Nutzer durch einen Vertrag für das Web schützen.

von Georg Wieselsberger,
07.11.2018 10:22 Uhr

WWW-Vater Tim Berners-Lee will einen Vertrag für das Web. (Foto: escapechen/pixelio.de) WWW-Vater Tim Berners-Lee will einen Vertrag für das Web. (Foto: escapechen/pixelio.de)

Das Internet oder World Wide Web hat sich in den letzten Jahren stark verändert mit neuen Problemfeldern in Sachen Sicherheit und Privatsphäre. Tim Berners-Lee, der Schöpfer des Web, macht sich daher schon länger Gedanken darüber, wie seine Vision geschützt oder wiederhergestellt werden kann.

Sein Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung der Welt die Vorteile des Internets nutzen kann, ohne dass ihre Freiheiten dabei angegriffen werden. Dafür sei aber auch die Hilfe der gesamten Welt notwendig, die ein Vertrag für das Web sicherstellen soll. Diesen Vertrag, der bisher nur in einer grundlegenden Fassung existiert, sollen Bürger, Regierungen und Internetkonzerne unterschreiben.

Security-Tipps für Spieler - Accounts und System schützen

»Der Vertrag ist eine Abmachung, die auf gewisse Weise ein Bild einer Welt zeichnet, die besser als die aktuelle ist. Sie sagt, dass wir besser sein können als das, was wir jetzt haben«, so Berners-Lee gegenüber CNET.

Der Vertrag fordert von Regierungen, dass sie sicherstellen, dass alle Bürger jederzeit vollen Zugriff auf das Web haben und dabei die Privatsphäre der Bürger respektieren. Die Internet-Unternehmen sollen dabei helfen, dass diese Rechte geschützt werden und neue Wege finden, die besten Seiten der Menschheit zu unterstützen.

Jeder Unterzeichner des Vertrags muss sich verpflichten, bestimmte Werte durchzusetzen und auch nach diesen Werten zu handeln, die Arbeitsweise entsprechend anzupassen und so die Vertrauenswürdigkeit erhöhen. Auch anderen solle so mehr vertraut werden können.

Laut Berners-Lee soll das nicht aus Nächstenliebe geschehen, sondern durch Zusammenarbeit. Der genaue Vertrag soll bis Mai 2019 noch ausgearbeitet werden, doch schon jetzt gibt es rund 60 Unterstützer, darunter Facebook, Google und die französische Regierung, aber auch kleine Gruppen wie etwa Frauen aus Entwicklungsländern.

Das Darknet - Mehr als nur illegaler Schwarzmarkt

Hardware-Tipps - Mit System-Tools mehr über die eigene Hardware erfahren 6:00 Hardware-Tipps - Mit System-Tools mehr über die eigene Hardware erfahren


Kommentare(62)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen