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Von Pay2Win zu Buy2Play: ArcheAge: Unchained zeigt, wie man ein MMO umkrempeln kann

Nach Pay2Win-Kritik der Community bekommt das MMO ArcheAge mit Unchained eine Buy2Play-Version. Der Publisher erklärt, wie sie die Umstellung geschafft haben.

von Elena Schulz,
15.09.2019 12:12 Uhr

ArcheAge: Unchained wird Buy2Play statt Free2Play.ArcheAge: Unchained wird Buy2Play statt Free2Play.

Was macht man, wenn es heißt, das eigene MMO sei Pay2Win? Man kann die Vorwürfe abstreiten, ignorieren oder das eigene Spielkonzept überdenken. Letzteres hat der deutsche Publisher Gamigo beim MMO ArcheAge getan, jetzt krempelt er das Online-Rollenspiel tatsächlich komplett um.

Am 30. September 2019 erscheint mit ArcheAge: Unchained eine Buy2Play-Version des MMORPGs, ganz ohne Pay2Win, wie der Publisher in einem Interview mit uns mehrfach betonte. Wir haben Daniel Abel von Gamigo gefragt, wie man so einen riesigen MMO-Ozeandampfer überhaupt erfolgreich wenden kann.

Update:
Der Release von Unchained wurde auf dem 15. Oktober 2019 verschoben. Der Entwickler benötigt mehr Zeit für das richtige Balancing und das sorgfältige Implementieren neuer Features.

Was ist ArcheAge?

Das MMORPG ArcheAge existiert seit fünf Jahren als Free2Play-Version in Europa und hatte ursprünglich Trion Worlds als Publisher. Das Online-Rollenspiel stach zum Release vor allem durch seine Sandbox-Elemente aus der Masse hevor. Die kommen mittlerweile häufiger vor, allerdings bietet ArcheAge zusätzlich noch ein umfangreiches Housing- und Crafting-System, einen Fokus auf Gilden und PvP, sowie große spielerische Freiheit.

Spieler können ihre Charaktere unterschiedlich ausrichten und entwickeln und Handelsgüter, Häuser, Schiffe oder gar Schlösser herstellen oder beanspruchen, um Spielwelt und Wirtschaft zu beeinflussen. Man kann sich verbünden oder im PvP Schlachten austragen und den Handel seiner Gegner sabotieren, selbst mit Waren handeln und sich Gefahren wie Piraten auf hoher See stellen.

Sogar Seeschlachten mit Piraten gibt es in ArcheAge.Sogar Seeschlachten mit Piraten gibt es in ArcheAge.

Kostenloser Spielspaß: Das sind die besten Free2Play-Games

Wofür wird ArcheAge kritisiert?

ArcheAge litt allerdings von Anfang an unter ein paar Problemen. Zum einen waren da technische Schwierigkeiten, die Spieler abschreckten. Zum anderen kamen Pay2Win-Vorwürfe auf, weil sich im Shop spielerische Vorteile für Echtgeld erkaufen ließen. Diese Kritik hält sich bis heute. Zudem verbargen sich viele Funktionen wie das Housing (also das Bauen und Einrichten von eigenen Häusern im MMO) hinter einem zusätzlichen kostenpflichtigen Abo.

Auf Steam stehen die Reviews aktuell auf »Ausgeglichen«. Vereinzelt werden technische Probleme wie Abstürze kritisiert. Am häufigsten findet sich aber der Pay2Win-Vorwurf in den negativen Kritiken.

Für manche Funktionen wie das Housing braucht es noch ein Extra-Abo in ArcheAge.Für manche Funktionen wie das Housing braucht es noch ein Extra-Abo in ArcheAge.

»Ich hätte lieber ein Abo bezahlt.«

Nutzer So_Blind schreibt nach fast 700 Stunden Spielzeit zum Beispiel:

"Es ist kaum zu glauben, dass ich so viele Stunden in diesem Spiel verbracht habe. Es ist zu 100 Prozent Pay2Win und Bots haben das Spiel komplett zerstört. Ich hätte lieber eine monatliche Abo-Gebühr bezahlt, als dieser Billig-Taktik ausgesetzt zu sein. Ich kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie machen, was das meiste Geld bringt. Aber ich kann das Spiel nicht mehr spielen, es ist zu frustrierend. Es hätte das beste MMO aller Zeiten sein können."

»ArcheAge ist einzigartig, aber hat große Probleme.«

Nedrapter hat laut Steam erst rund 71 Stunden gespielt, will aber seit der Beta dabei sein. Er lobt das einzigartige Erlebnis von ArcheAge, das für ihn Inhalte für jeden Spieler biete, egal, was ihn interessiere. Es gäbe Hardcore-PvP, eine entspannte Farming-Simulation, Dungeons, Open World Grinding, fordernde Weltbosse, Handeln und Eskortieren von Waren, Besitz und Management von eigenen Ländereien, Erkunden, Schiffskampf oder gar die Möglichkeit, eigene Musik zu spielen.

Allerdings ist auch er enttäuscht. Für ihn unterstütze Entwickler XL Games das Spiel nicht mehr genug, was neue Inhalte und Problembeseitigungen angeht. Viele Bereiche der Spielwelt seien immer noch leer und öde und manche Updates hätten bestehende Probleme sogar schlimmer gemacht, statt behoben.

ArcheAge - Screenshots ansehen

Auch am Publishing von Trion und Gamigo hat er Kritik. Die zahlreichen Pay2Win-Optionen seien schädlich und die Kommunikation schrecklich. Man sei sogar gebannt worden, wenn man im Forum auf Hacker oder andere aufmerksam machte, die das Spiel in irgendeiner Form missbrauchten, während dagegen nichts unternommen worden sei. Besonders reiche Spieler seien über jeden Zweifel erhaben.

Ihm zufolge sei das Spiel jetzt deshalb von über zehn Servern auf zwei geschrumpft, auf denen sich nur noch wenige besonders investierte oder besonders süchtige Spieler tummeln würden. Ihn mache das sehr traurig, weil er viele gute Erinnerungen an das Spiel habe und es für ihn nichts gäbe, das vergleichbar sei.

Unchained könnte für viele die Lösung sein

Unchained könnte jetzt nicht nur die Server wiederbeleben, sondern auch allen Spielern, die ArcheAge eigentlich lieben, aber das Pay2Win kritisieren, eine neue Möglichkeit geben, das Spiel ungestört davon zu erleben.

Unter den positiven Reviews findet sich viel Vorfreude auf die neue Buy2Play-Fassung. Manche Kommentare bezeichnen ArcheAge ohne Pay2Win sogar als Meisterwerk und loben, dass es unglaublich viel zu tun gäbe und so nie Langeweile aufkomme.

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