Warcraft 3 Reforged: Blizzard entschuldigt sich bei Fans, verspricht Verbesserungen

Nachdem WC3: Reforged einen desaströsen Release hingelegt hat, gibt es nun eine erste Stellungnahme der Entwickler.

von Dennis Zirkler,
04.02.2020 10:09 Uhr

Blizzard reagiert nun auf die zahlreichen Refunds. Blizzard reagiert nun auf die zahlreichen Refunds.

Die Veröffentlichung von Warcraft 3: Reforged war für viele Fans eine absolute Katastrophe. Das offizielle Subreddit wimmelt vor wütender Beiträge enttäuschter Spieler und ihr Unmut sorgte sogar dafür, dass Reforged auf Metacritic zum PC-Spiel mit dem niedrigsten Userscore aller Zeiten wurde. Auch in unserem Test fällt unser Fazit deutlich schlechter aus als beim Original. Jetzt meldet sich endlich Blizzard selbst zu Wort.

Im offiziellen Forum des Spiels veröffentlichten das Entwicklerstudio eine erste Stellungnahme. Wir haben die wichtigsten Punkte des langen Textes für euch zusammengefasst:

  • Blizzard hat die Diskussion der vergangenen Tage genau verfolgt, dankt den Fans für ihr Feedback und möchte sich bei ihnen dafür entschuldigen, dass sie nicht das Spielerlebnis bekommen haben, das sie wollten.
  • Am Tag der Veröffentlichung gab es Serverprobleme, diese sind mittlerweile aber allesamt behoben.
  • Im Classic-Modus existiert ein Bug, der dafür sorgt, dass die Farben und das Shading anders als im original Warcraft 3 aussehen. Dies wird mit einem Patch gegen Ende der Woche behoben.
  • Die fehlenden neuen Multiplayer Features, wie etwa das neue Ranglisten- bzw. MMR-System, werden als Teil eines großen Updates in den kommenden Wochen nachgereicht.
  • Das Reigns-of-Chaos-Regelwerk wurde absichtlich entfernt, da dieses eh kaum gespielt wurde. Wer im Multiplayer also ohne die neuen Einheiten und Mechaniken des Add-Ons The Frozen Throne spielen will, muss auf Custom Games zurückgreifen.

Falls ihr noch tiefer in die Hintergründe des verpatzten Releases eintauchen wollt, empfehlen wir euch das Plus-Essay unseres Brachenexperten Peter Bathge:

Meinung: Warcraft 3: Reforged ist Blizzards Bankrotterklärung   157     45

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Zwischensequenzen werden nicht mehr geändert

Auch auf einen der größten Kritikpunkte - das Fehlen der überarbeiteten Zwischensequenzen im Spiel - geht Blizzard in dem Statement ein:

"Wie wir letztes Jahr schon auf der BlizzCon mitteilten, wollten wir die ingame Cutscenes nicht zu weit vom ursprünglichen Spiel entfernen. Wir sind damals bereits ein wenig genauer auf unsere Beweggründe eingegangen, aber hauptsächlich geht es uns darum, dass die Kampagnen eine klassische Geschichte der Warcraft-Vergangenheit erzählen. Wir wollen den wahren Geist von Warcraft 3 erhalten und den Spielern erlauben, diese unvergesslichen Momente so zu erleben, wie sie waren (jedoch mit neuen Animationen und verbesserter Grafik)."

Die Fans sind immer noch wütend

An der grundsätzlichen Stimmungslage der Fans hat Blizzards-Statement recht wenig geändert. Die Fans sind den Entwicklern immer noch nicht besonders wohlgesonnen. Unter der offiziellen Ankündigung im Blizzard-Fourm sind inzwischen schon über 1.000 Kommentare und die wenigsten davon finden positive Worte.

Viel mehr stoßen wir auf Kommentare wie etwa von Mrgrimcat, der sagt:

" Ich bin froh, dass ich meine Rückerstattung bekommen habe, das Spiel ist furchtbar und dieses Statement spricht nichts an, um das zu ändern. "

Auch auf Reddit lassen die meisten User kein sonderlich gutes Haar an Blizzards Reaktion. Einige werfen Blizzard sogar vor, mit dem Statement von der Wahrheit ablenken zu wollen. So etwa Orikon 32:

"Sie wollen der klassischen Geschichte treu bleiben, hatten aber kein Problem damit Anasterian und die Eisbrücke einzubauen und Slyvana's Tod so zu überarbeiten, dass er zu WoW's Warbringer-Cinematic passt.
Schwachsinnige Antwort. Sie hatten kein Budget/ keine Zeit mehr, aber wollen das aus PR-Gründen nicht zugeben."

Auch in unserer eigenen Community sind die Kommentare zu Blizzards Antwort weiterhin negativ. Hier reicht natürlich ein Blick in die Kommentar-Sektion unter dieser Meldung:

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