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Welches AM4-Mainboard für Ryzen 1000 und 2000? - Unterschiede der AM4-Chipsätze und Empfehlungen

AM4-Mainboards für AMDs Ryzen 2000-CPUs gibt es mit X470-Chipsatz und für AMDs Ryzen 1000-CPUs mit X370, B350 oder A320 Chipsatz. Wie unterscheiden sich die Ryzen Chipsätze im Vergleich und welches AM4-Mainboard ist das richtige für Spieler?

von Georg Wieselsberger, Christoph Liedtke,
18.04.2018 13:52 Uhr

Alle Ryzen-Prozessoren von AMD benötigen ein Mainboard mit Sockel. Ältere Chipsätze (300er-Serie) sind mit neuen CPUs kompatibel, um alle Features von Ryzen 2000 zu nutzen, bedarf es aber ein Mainboard mit dem neuen 400er-Chipsatz.Alle Ryzen-Prozessoren von AMD benötigen ein Mainboard mit Sockel. Ältere Chipsätze (300er-Serie) sind mit neuen CPUs kompatibel, um alle Features von Ryzen 2000 zu nutzen, bedarf es aber ein Mainboard mit dem neuen 400er-Chipsatz.

Hinweis:
Wir haben unsere Übersicht zu AM4-Mainboards überarbeitet und den neuen Chipsatz der 400er-Serie für Ryzen 2000-Prozessoren eingepflegt. Derzeit sind für Ryzen 7 2700X und Co. nur Mainboards mit dem Highend-Chipsatz X470 verfügbar, ob weitere, günstigere Chipsätze, wie beispielsweise ein B450 folgen, ist noch offen.

Auf unsere Anfrage, ob und wann weitere Chipsätze veröffentlicht werden, reagierte AMD mit folgendem Statement: »Wir kommentiere keine unangekündigten Produkte«. Es bleibt also abzuwarten, ob die Chipsätze B350 und A320 von neuen Modellen beerbt werden.

Ältere Mainboards mit X370- oder B350-Chipsatz unterstützen die Ryzen 2000-Prozessoren mithilfe eines Bios-Updates, müssen dann aber auf ein paar kleinere, in der Regel nicht entscheidende Features verzichten – das Aufrüsten eines 300er-Boards mit einem Ryzen 2 ist nach einem Bios-Update also problemlos möglich.

Mit dem Release der Ryzen-2000-Prozessoren erscheinen am 19. April 2018 auch zeitgleich neue AM4-Mainboards mit leicht überarbeiteten Chipsätzen der 400er-Serie. Wir vergleichen die 400-Chipsätze mit der älteren 300er-Serie für AM4, zeigen Unterschiede auf und geben Kaufempfehlungen für Spieler.

Nach wie vor besitzt jeder Ryzen-Prozessor 24 PCIe-3.0-Lanes, 16 davon sind für Grafikkarten vorgesehen, weitere vier sind für die Verbindung mit den Ryzen-Chipsätzen (X470, X370, B350 und A320) gedacht. Zu den vier verbleibenden PCIe-3.0-Lanes gesellen sich noch vier USB-3.0-Anschlüsse, die von den Mainboard-Herstellern unterschiedlich genutzt werden können.

Trotzdem sind auch die AM4-Mainboards mit all ihren Chipsätzen unterschiedlich ausgestattet und erweitern die in einer Ryzen-CPU vorhandenen Basis-Features mit diversen Funktionen.

Die 400er-Chipsätze im Detail

Bei den Modellen und Bezeichnungen der neuen Chipsätze ändert sich nur wenig, intern verwendet AMD mit Promontory sogar weiterhin denselben Codenamen für beide Generationen. Der X470-Chipsatz beerbt den X370 als Topmodell, ob im Mainstream-Segment auf B350 und A320 die Chipsätze B450 und A420 folgen, ist nach wie vor fraglich. Zumal die älteren Modelle weiterhin gut verfügbar sind.

Die größten Unterschiede zwischen den neuen 400er-Chipsätzen und den im letzten Frühjahr erschienenen 300er-Chipsätzen sind auf die Zen+-Prozessoren zurückzuführen. So unterstützen die neuen Mainboards allesamt höhere RAM-Taktraten und, sofern ihr euch für ein X-Modell wie den Ryzen 7 2700X oder Ryzen 5 2600X entscheidet, mit Precision Boost Overdrive einen feiner abgestuften Turboboost-Modus.

»Exciting New Motherboard Designs« – Die Präsentationsfolie von AMD zu den neuen 400er-Chipsätzen deutet es bereits an: Viele Neuerungen stehen dieses Jahr nicht ins Haus.»Exciting New Motherboard Designs« – Die Präsentationsfolie von AMD zu den neuen 400er-Chipsätzen deutet es bereits an: Viele Neuerungen stehen dieses Jahr nicht ins Haus.

Mainboards der 400er-Serie zeichnen sich zudem durch eine optimierte Stromversorgung, einen niedrigeren Stromverbrauch im Leerlauf und kleinere Verbesserungen am USB-System sowie die Möglichkeit erstmals von einem NVMe-Raid zu booten. Außerdem soll die StoreMI-Funktion optimiert worden sein.

Die Unterschiede zwischen den neuen und alten Chipsätzen fallen also gering aus und sind in erster Linie abhängig davon, ob ihr einen Ryzen der ersten oder der zweiten Generation besitzt. Das volle Potenzial der 400er-Chipsätze wird erst mit einer Ryzen-2000-CPU ausgeschöpft und andersherum.

Dennoch sind Mainboards mit einem 300er-Chipsatz zu Ryzen-2000-CPUs kompatibel. Nur müsst ihr gegebenenfalls mit einem etwas niedrigeren RAM-Takt leben und verzichtet ebenfalls auf den feiner abgestuften Turboboost-Modus.

AM4-Chipsätze im Vergleich

Der von AMD für den High-End-Bereich gedachte Chipsatz X470 liefert wie der ältere X370 zusätzlich acht PCIe-2.0-Lanes, zwei USB 3.1 (Gen 2)-, jeweils sechs USB 3.0- und USB 2.0- sowie vier SATA-3-Anschlüsse. Beim Mittelklasse-Chipsatz B350 sind es zwei Lanes weniger, auch die USB 3.0- und SATA-3-Anschlüsse sind um jeweils zwei reduziert.

AMD bietet eine Handvoll neuer Chipsätze für den Sockel AM4 an. Für Spieler sind X370 und B350 am interessantesten, da sie Übertaktungs-Features bieten.AMD bietet eine Handvoll neuer Chipsätze für den Sockel AM4 an. Für Spieler sind X370 und B350 am interessantesten, da sie Übertaktungs-Features bieten.

Nur X470 und X370 unterstützt den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Grafikkarten im Crossfire- oder SLI-Verbund, Übertaktungs-Features findet ihr hingegen auch beim günstigeren Chipsatz B350. Der A320 bietet als günstigster Chipsatz dagegen keine OC-Features. USB 3.1 (Gen 1/Gen 2) unterstützen aber alle AM4-Chipsätze, wenn auch mit unterschiedlich vielen Anschlüssen.

Die Anzahl der PCIe-Lanes, USB- und SATA-Anschlüssen variiert zum Teil stark. Bereits mit dem B350-Chipsatz dürfte es aber kaum zu Anschlussmangel kommen, auch nicht bei viel Peripherie.Die Anzahl der PCIe-Lanes, USB- und SATA-Anschlüssen variiert zum Teil stark. Bereits mit dem B350-Chipsatz dürfte es aber kaum zu Anschlussmangel kommen, auch nicht bei viel Peripherie.

RAM-Kompatibilität

Zum Release der ersten Ryzen-Generation war die Kompatibilität von Arbeitsspeicher ein heiß diskutiertes Thema auf der AM4-Plattform. AMD hat durch zahlreiche Updates der für Mainboards essentiellen A.G.E.S.A.-Versionen (»AMD Generic Encapsulated Software Architecture«) die Speicher-Kompatibilität allerdings drastisch verbessert, sodass RAM-Kits nur noch in den seltensten Fällen nicht die vom Prozessor offiziell unterstützten Arbeitsspeicher-Taktraten erreichen.

Mit Ryzen 2000 unterstützt die AM4-Plattform offiziell einen RAM-Takt von bis zu 2.933 MHz. Dank fortlaufender Microcode-Updates laufen aber auch Ryzen 1000-CPUs mit höheren Taktraten.Mit Ryzen 2000 unterstützt die AM4-Plattform offiziell einen RAM-Takt von bis zu 2.933 MHz. Dank fortlaufender Microcode-Updates laufen aber auch Ryzen 1000-CPUs mit höheren Taktraten.

Spieler sind daher nicht mehr zwingend an die speziell für Ryzen entworfenen und entsprechend teureren RAM-Kits mit Samsungs-B-Die-Chips gebunden, auch günstigere Riegel mit Chips von Hynix und Micron laufen innerhalb der Spezifikationen – häufig auch mit deutlich höheren Taktraten, wie bei unseren Testsystemen, wovon die Ryzen-Prozessoren relativ stark profitieren.

Die neuen Ryzen 2000 erhöhen die offiziell unterstützten Taktraten von DDR4-RAM auf bis zu 2.933 MHz, erneut spielt aber die Speicherkonstellation eine Rolle: Das Maximum wird offiziell nur mit zwei Single Rank-Modulen erreicht, bei vier Dual Rank-Modulen sinkt hingegen die Taktrate wie bei Ryzen 1000 auf 1.866 MHz hinab.

Auch interessant: Ryzen 5 1600 im Test – Zu Recht der beliebteste Sechskerner?

Welcher AM4-Chipsatz für welchen Zweck?

Für Neukäufer einer Ryzen 2000-CPU machen die dafür vorgesehenen 400er-Chipsätze am meisten Sinn, da die Prozessoren so ihr ganzes Potenzial entfalten. Das bedeutet allerdings auch, dass ihr vorerst in den sauren Apfel beißen müsst und euch ein etwas teureres X470-Mainboard zulegen müsst, solange günstigere Chipsätze der 400er-Serie noch nicht verfügbar sind – die Situation erinnert an den Coffee-Lake-Launch von Intel im Oktober 2017, wo über mehrere Monate nur der teure Z370-Chipsatz verfügbar war.

Mainboards mit X470-Chipsatz im ATX-Format sind ab 134 Euro im Preisvergleich gelistet, besser ausgestattete Highend-Modelle kosten mindestens 190 Euro. Für die meisten Nutzer dürfte aber auch eine Hauptplatine mit dem älteren B350-Chipsatz ausreichend sein, sofern sie per Bios-Update die neuen Ryzen 2000-Prozessoren unterstützen und ihr die fehlenden Features nicht benötigt. Diese beginnen ab 60 Euro (mATX) beziehungsweise ab 75 Euro (ATX). Mainboards im mATX-Format tauchen derzeit bei Händlern noch nicht auf, kompaktere Mini-ITX-Platinen mit X470-Chipsatz sind hingegen schon.

Wer sich noch für einen Ryzen 1000-Prozesszor entscheidet, profitiert nicht nur beim Prozessor von günstigeren Preisen, auch die älteren Mainboards mit den Chipsätzen der 300er-Serie sind nun besonders günstig zu haben. So sind selbst Hauptplatinen mit dem X370-Chipsatz ab 60 Euro (mATX) erhältlich, im ATX-Format steigt der Einstiegspreis auf rund 95 Euro an. Diesen benötigt ihr aber nur zwingend, wenn ihr stark übertakten wollt, zwei Geforce im SLI-Modus nutzen oder extrem viel Peripherie besitzt.

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