Windows 10 sammelt Aktivitätsdaten - Laut Microsoft nur eine Begriffsverwechslung

Nach der neuen Aufregung um eine mögliche Datensammelwut bei Windows 10 erklärt Microsoft, dass ungünstige Bezeichnungen zu den Problemen geführt haben.

Von Georg Wieselsberger | Datum: 14.12.2018 ; 05:42

Windows 10 hat wieder Probleme mit dem Datenschutz - oder, laut Microsoft, mit Bezeichnungen.

Update: Wie Neowin meldet, hat Microsoft das Problem der gesendeten Aktivitäts-Daten damit erklärt, dass Windows 10 und das Datenschutz-Dashboard zwar gleiche Begriffe verwenden, damit aber nicht die gleichen Daten gemeint seien. Der Aktivitätsverlauf von Windows 10 sei nur ein Teil der Daten, die im Datenschutz-Dashboard angezeigt werden. Man werde die Begriffe in einem künftigen Update klarstellen.

Um wirklich zu verhindern, dass nicht unbedingt notwendige Daten verschickt werden, müssen Nutzer demnach bei den Einstellungen unter »Datenschutz« im Bereich »Diagnose und Feedback« die Standard-Einstellung bei den Diagnosedaten wählen.

Das muss zusätzlich zu den bereits erwähnten Einstellungen im Aktivitätsverkauf geschehen. Außerdem sind diese Einstellungen nur für das jeweilige Gerät und nicht etwa für einen Microsoft-Account gültig, sodass dieser Schritt auf allen Geräten vorgenommen werden muss.

Originalmeldung: Sowohl Nutzer als auch Gesetzgeber mehrerer Länder hatten durch ihre Kritik erreicht, dass Microsoft dem Betriebssystem Windows 10 seit Anfang 2018 mehr Möglichkeiten bietet, die Einstellungen zur Privatsphäre anzupassen. Doch anscheinend werden manche dieser Einstellungen einfach ignoriert und das Sammeln der Daten und das Versenden in die Cloud geht trotzdem weiter.

In aktuellen Versionen von Windows 10 gibt es in den Einstellungen einen Aktivitätsverlauf. Dieser wird benötigt, wenn das Feature Zeitachse (Timeline) verwendet wird. Damit können die genutzten Apps oder geöffneten Webseiten zu einem bestimmten Zeitpunkt später wieder hergestellt werden. Die Einstellungen erlauben es aber, das Speichern des Aktivitätsverlaufs auf dem Gerät zu deaktivieren, ebenso das Senden des Aktivitätsverlaufs an Microsoft oder das Anzeigen von Aktivitäten für bestimmte Nutzerkonten.

In den Grundeinstellungen sind alle Funktionen aktiv, was vermutlich den meisten Nutzer schon nicht klar ist. Werden alle Optionen deaktiviert, sollten eigentlich keine Daten mehr gespeichert oder gesendet werden, doch das ist nicht der Fall, wie unter anderem Ghacks berichtet. Auch danach werden im online einsehbaren Datenschutz-Dashboard von Microsoft noch immer Daten angezeigt, die von Office-Produkten oder Microsoft Edge stammen.

Bei Reddit haben viele Nutzer das überprüft und bestätigt. Sogar wenn in Gruppenrichtlinien von Windows das Veröffentlichen von Nutzeraktivitäten, der Aktivitätsverlauf und der Upload unterbunden werden, ändert das nichts daran, dass die Daten weiterhin im Dashboard auftauchen und damit hochgeladen wurden. Damit hat Windows 10 hier laut Ghacks einen sehr ernstzunehmenden Fehler, auch wenn so mancher Reddit-Nutzer hier keinen Bug, sondern Absicht vermutet.

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171 Kommentare

Greenfox
vom 14.12.2018, 13:47 Uhr

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