World of Warcraft: Classic - Blizzard erklärt, warum es nicht so sein kann wie damals

Blizzard hat im Forum erklärt, warum es nicht möglich ist, dass WoW Classic wie damals sein kann. Zudem erläutern sie ihre Entscheidung, Itemwerte auf Stand Patch 1.12 zu implementieren.

von Kevin Nielsen,
01.05.2019 08:28 Uhr

C'Thun, der Endboss von Ahn'Qiraj wird mit WoW Classic nicht mehr so sein wie früher.C'Thun, der Endboss von Ahn'Qiraj wird mit WoW Classic nicht mehr so sein wie früher.

In einem aktuellen Forenpost von Community Manager Toschayju erklärt Blizzard seine Entscheidung, die Itemwerte mit World of Warcraft: Classic auf Patch 1.12 zu belassen. Es wird somit keine fortschreitende Veränderungen an den Gegenständen geben. Des Weiteren geht Blizzard in diesem Beitrag darauf ein, warum Classic nicht so sein kann wie damals.

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Darum ist WoW Classic nicht wie damals

Die Erfahrung der Spieler: Der erste Punkte bezieht sich schlicht auf die Erfahrung eines jeden Spielers. Vor allem natürlich bei Spielern, die bereits zu Vanilla gespielt haben. Bosstaktiken sind bekannt und müssen nicht erst über einen langen Zeitraum ausprobiert werden. Zudem sind im Gegensatz zu damals viele Spieler keine Einsteiger mehr und können mit den Mechaniken von World of Warcraft direkt umgehen.

Zur Erfahrung von Vanilla WoW gehören improvisierte Lösungen und das Umgehen von unerwarteten Hürden. Dazu hat Blizzard ein paar Beispiele genannt.

  • Die ersten Siege über Ragnaros wurden laut Blizzard nur durch einen Fehler ermöglicht. Durch diesen wurde »Lavaeruption« vorübergehend nach dem Tod des gesamten Schlachtzuges nicht ausgelöst.
  • Der Boss Chromaggus im Pechschwingenhort galt als so gut wie unbesiegbar, weil »Fleisch entzünden« für Tanks gleichermaßen unvermeidlich wie tödlich war. Dies galt solange bis jemand herausfand, dass mithilfe von Flammenmauls Rampe im Labor die gesamte Schlachtzugsgruppe Chromaggus Schaden zufügen konnte, ohne von seinem Atem getroffen zu werden.
  • Auch der Endboss von Ahn'Qiraj, C'Thun, galt als unbezwingbar. Hier half Blizzard mit einem Hotfix im April 2006 nach, durch den keine zusätzlichen Tentakel erschaffen wurden, während er verwundbar war.

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Es gibt nichts Unbekanntes mehr: Gilden testeten damals, als sie Nefarian erreichten, längere Zeit wie sie die erste Phase des Kampfes (40 Drakoniden töten) abschließen konnten. Die Lösung ist heutzutage bekannt, also kann dieses Erlebnis nicht mehr nachgebildet werden. Ähnlich verhält es sich mit der Stärke von Gegenständen.

Spieler hatten damals lange Zeit keine Ahnung davon, wie stark Items wie Scharfkantige Obisdianklinge oder Alte Kernlederhandschuhe sind. Zudem wird heute keinen mehr überraschen, wie wichtig Waffenfertigkeit ist.

Die beste Spielerfahrung als Ziel: Blizzard gibt an, dass sie zwar jeden großen Fehler nachbilden und erneut beheben könnten, aber sie halten das nicht für wirklich wichtig. Daher konzentrieren sie sich lieber darauf, »die Mechaniken und Werte des ursprünglichen Spiels exakt und vollständig wiederherzustellen«.

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Itemwerte basieren auf Patch 1.12

Von Anfang an die beste Version eines Items: Während Inhalte in sechs Phasen schrittweise freigeschaltet werden, sollen Systeme wie Klassendesigns, Mechaniken von Schlachtfeldern und Werte von existierenden Items ihre Versionen von Patch 1.12 widerspiegeln.

Dadurch sollen Spieler nicht über Blizzards nächsten Schritt, um der Evolution des Spiels von damals zu entsprechen, nachdenken müssen. So wird zum Beispiel der T2 Helm des Kriegers von Anfang an seiner letzten bekannten Version entsprechen. Der Helm hatte damals zu Beginn die folgenden Werte:

  • Willenskraft
  • Beweglichkeit
  • Kritische Trefferchance

Mit Patch 1.5.0 wurden die Werte des Helms auf Ausdauer, Stärke, Verteidigung und einige Elementarwiderstände angepasst. Mit den weiteren Patches gab es noch ein paar Veränderungen am Helm. Mit WoW Classic wird es den T2 Helm in seiner letzten bekannten Version geben. Die letzte Änderung erhielt er mit Patch 1.9.0, als sein Aussehen überarbeitet wurde.

Beutetabellen werden angepasst: Während die Werte der Items direkt auf Patch 1.12 basieren, sollen Beutetabellen sich an den Phasen orientieren. Hat ein Dungeonboss damals mit dem Release von Ahn'Qiraj neue Beute fallengelassen, wird diese erst in Phase 5 von WoW Classic diesem zugeteilt.

Dies gilt auch für Beute bei Händlern, Dungeons, Raids und anderen Möglichkeiten. Die Items werden zwar immer direkt ihrem letzten bekannten Stand entsprechen, aber erst in der jeweiligen Phase auftauchen, in der sie eingeführt wurden.

Talente basieren ebenfalls auf Patch 1.12: Bei den Talenten wurde bereits zu Beginn der Entwicklung von Classic angekündigt, dass sie auf Stand 1.12 basieren werden. Für diese Entscheidung gibt Blizzard nun ein Beispiel an. So haben die Designer damals mit Patch 1.8.0 beschlossen, dass die »Mondkingestalt« ein wesentlich ansprechenderes Talent für Gleichgewichtsdruiden mit 31 Punkten ist, als »Hurrikan«.

Die Talente von Patch 1.12 bilden den ausgereiftesten Stand von WoW Classic. Wie bei den Itemwerten oder den Bossen kann man auch hier nicht die Erinnerung der Spieler löschen, sodass diese wissen würden, wann welche Talentänderungen kommen müssten und sich entsprechend anpassen oder darauf warten.

Das Ziel der Entwicklung von WoW Classic sei von Anfang an gewesen die beste Version von vor The Burning Crusade herzustellen und dennoch jede Phase der Schlachtzüge als eigene Glanzmomente zu haben.

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