WoW Classic: Verdächtiger hinter DDoS-Attacke festgenommen

Anfang September wurden die US-Server von WoW Classic von einem Hacker derart lahmgelegt, dass es bis nach Europa zu spüren war. Jetzt wurde ein Verdächtiger festgenommen.

von Dimitry Halley,
23.09.2019 13:15 Uhr

Eine DDoS-Attacke sorgt nicht nur bei Blizzard für Wut, sondern auch bei unzähligen Spielern (Symbolbild).Eine DDoS-Attacke sorgt nicht nur bei Blizzard für Wut, sondern auch bei unzähligen Spielern (Symbolbild).

Am 7. September 2019 rumpelte es ordentlich auf den Servern von WoW Classic. Ein sogenannter DDoS-Angriff überlastete das Netz, die Verbindungen brachen in den USA und in Teilen von Europa zusammen. Selbst Overwatch war von dem Server-Crash betroffen. Die Spieler hat's genervt, Blizzard ebenfalls - doch eine erste Festnahme erfolgte bereits wenige Tage nach dem Angriff. Das verrät zumindest Community Manager Kaivax von WoW Classic im Blizzard-Forum.

"Unmittelbar nach dem folgenschweren DDoS-Angriff gegen unsere Spiele haben wir damit begonnen, unser Blizzard-Sicherheitsteam rund um die Uhr mit den lokalen Polizeibehörden in Verbindung zu setzen, um die Quelle der Attacke ausfindig zu machen. Nach unserem Verständnis konnten die Behörden innerhalb weniger Tage erfolgreich einen Verdächtigen identifizieren und festnehmen."

Ob es sich bei dem Verdächtigen um ein Mitglied der Hacker-Truppe »UkDrillas« handelt, bleibt offen. Selbige hatten kurz vor der DDoS-Attacke via Twitter angekündigt, dass sie WoW Classic ins Visier nehmen wollten. Über die Identität der Täter äußert sich Blizzard allerdings nicht weiter.

Was ist ein DDoS-Angriff? Bei einem sogenannten »Distributed Denial of Service« instrumentalisieren Hacker Netzwerke aus Rechnern, damit diese einen bestimmten Dienst (in dem Fall WoW Classic) mit unzähligen Anfragen torpedieren. Der entsprechende Server-Dienst kann all diese Interaktionen nicht verkraften, bricht daraufhin zusammen. Game Over.

So ein Hacking-Angriff ist kein Kavaliersdelikt. In der Vergangenheit wurden mehrmals Leute dafür verhaftet, beispielsweise im Juni 2019 ein 23-jähriger. Aber zumindest für WoW-Spieler dürfte es - sofern der Verdächtige auch tatsächlich der Täter ist - eine Hacking-Bedrohung weniger geben.

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