Xbox Scarlett - Nächste Xbox auch als günstige Streaming-Konsole?

Bei der nächsten Xbox, angeblicher Codename Scarlett, soll neben einer klassischen Variante auch eine günstige Hybrid-Konsole mit starker Streaming-Komponente erscheinen – diese soll sogar schon weiter fortgeschritten sein.

von Sara Petzold,
24.07.2018 13:56 Uhr

Beim Nachfolger der Xbox One (angeblicher Codename: Scarlett) setzt Microsoft laut einem bekannten Insider auf ein zweigleisiges Konzept.Beim Nachfolger der Xbox One (angeblicher Codename: Scarlett) setzt Microsoft laut einem bekannten Insider auf ein zweigleisiges Konzept.

Das Streaming (anstelle des lokalen Berechnens) von Spielen wird immer häufiger als die Zukunft des Gamings genannt und einige Angebote wie etwa Geforce Now von Nvidia oder Sonys Variante für die PlayStation 4 sind bereits seit längerem aktiv.

Anscheinend will sich auch Microsoft ein Stück von diesem potenziell sehr saftigen Kuchen abschneiden und setzt deshalb bei der nächsten Xbox stärker auf das Streaming von Spielen. Das behauptet zumindest ein Artikel der für ihren sehr guten Draht zu Microsoft bekannten Webseite Thurott.com.

Demzufolge plant Microsoft angeblich zwei verschiedene neue Xbox-Varianten unter dem Codenamen Scarlett. Zum einen eine traditionelle Xbox, die wie bislang alles auf lokaler Hardware berechnet. Zum anderen eine zweite Xbox-Version (»Scarlett Cloud«) als spürbar günstigere Hybrid-Konsole mit extensivem Streaming-Fokus. Scarlett Cloud soll angeblich zeitgleich mit der traditionellen Xbox-Version erscheinen, allerdings über deutlich abgespeckte Hardware verfügen.

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Im Gegensatz zu reinen Streaming-Boxen wie etwa Steam Link soll die Streaming-Xbox aber doch etwas mehr lokal verarbeiten und/oder berechnen, vor allem zeitkritische Dinge wie Controller-Eingaben, Bildverarbeitung sowie die Kollisionsabfrage – Spiele würden also teils im Rechenzentrum (Grafik, KI), teils aber auch lokal berechnet.

Das soll die Latenz - also die Verzögerung zwischen Eingabe und Reaktion durch die Laufzeit, die Signale bis zum Server und zurück brauchen - als das größte Problem beim Spiele-Streaming verringern. Als Plattform soll Microsofts Azure Cloud zum Einsatz kommen, die weltweit lokale Rechenzentren bietet.

Da die Hersteller an der reinen Konsolen-Hardware traditionell sowieso nur sehr wenig verdienen (oder vor allem anfangs teils deutlich draufzahlen, um eine möglichst breite Basis aufzubauen), wäre eine deutlich günstigere Streaming-Xbox ein Weg für Microsoft, neue Spieler zu erschließen, die dann per regelmäßiger Gebühr für das Spiele-Streaming neue Umsätze generieren.

Laut Thurrot sollen alle Spiele, die für die Next-Gen-Xbox erhältlich sind, auch auf der Streaming-Variante laufen und umgekehrt – beide Xbox-Varianten sollen 2020 erscheinen, wobei die Streaming-Variante angeblich bereits weiter fortgeschritten ist in der Entwicklung.

Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass ein solcher Xbox-Streaming-Dienst zusätzlich für den PC angeboten wird. Sonys Streaming-Dienst PlayStation Now lässt sich ebenfalls über Windows nutzen. So könnte Microsoft sowohl Konsolen- als auch PC-Spieler ins Boot holen. Die Xbox und der (Windows-)PC haben sich in den letzten Jahren ohnehin immer stärker angenähert, etwa in Form der Xbox-App für Windows oder des »Play Anywhere«-Programms, dass das Spielen und Fortsetzen auf der Konsole und dem PC mit nur einer Version des jeweiligen Spiels erlaubt.

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