»Zu mächtig und zu öde« - Warframes Wolf von Saturn Six lässt die Spieler verzweifeln

Ein Boss sie zu knechten. Der Wolf von Saturn Six bringt Spielern von Warframe mehr Frust als Spaß. Sie hoffen, dass er geändert wird.

von Mathias Dietrich,
07.05.2019 11:55 Uhr

Der Wolf von Saturn Six hält eine Menge aus und treibt Warframe-Spieler damit zur Verzweiflung.Der Wolf von Saturn Six hält eine Menge aus und treibt Warframe-Spieler damit zur Verzweiflung.

Der Wolf von Saturn Six ist der neueste Miniboss in Warframe. Seit dem Beginn von Nightwave Season 1 kann der euch in Missionen heimsuchen. Und für viele Spieler ist er mittlerweile zur Qual geworden: Sein Auftritt endet häufig damit, dass frustrierte Teamkollegen das Match einfach verlassen.

So funktioniert der Wolf: In jeder Mission die ihr startet, gibt es eine geringe Chance, dass der Wolf von Saturn Six spawnt. In normalen Missionen beträgt die 4%. Ab Missionen der Stufe 20 liegt sie bei 6%. Er taucht stets zusammen mit drei Kameraden auf und heizt euch mächtig ein.

Das macht ihn so nervig: Der Wolf ist die Personifikation eines Bulletsponges. Er hat also keine besondere Mechanik, sondern hält einfach nur verdammt viel aus. In bereits mehreren Updates reduzierte der Entwickler Digital Extremes bereits dessen »Tankiness«. Seine drei Untergebenen machen es nicht leichter. Die sind gar unverwundbar, solange der Wolf selbst noch am Leben ist.

Außerdem kann er euch ziemlich gut daran hindern, euer Missionsziel zu erfüllen. Bei Verteidigungsmissionen prügelt er mit seinem Gefolge euren Schützling gerne mal in nur wenigen Sekunden weg. In Interception-Missionen hingegen besetzt er einfach die missionskritischen Türme und hält euch so davon ab, diese zurückzuerobern.

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Die Spieler haben's satt, Lösung: Missionsabbruch

Viele Veteranen können mit dem besonders harten Gegner noch relativ problemlos umgehen. Für Neulinge und auch einige regelmäßige Spieler ist er hingegen einfach zu viel und wird zu einer wahren Spielspaß-Bremse. Sobald er erscheint, ist für diese Spieler die Mission bereits gelaufen und sie brechen diese lieber freiwillig ab.

Dadurch hindert der Wolf weniger erfahrene Warframe-Fans auch daran, besser zu werden. Während alteingesessene Spieler bereits gute Ausrüstung haben und auch viele ihrer Mods bereits auf dem maximalen Level sind, versuchen andere diesen Stand überhaupt zu erreichen. Die Spieler zeigen daher wenig Verständnis für den harten Kampf. Nutzer Bassstabs sagt:

"Ihn neuere und Mid-Tier-Spieler jagen zu lassen ist eine komische Entscheidung, da seine Rüstung und sein Gesundheitspool um den Fakt herum designed wurden, dass manche Spieler nicht glücklich damit sind, wie schnell sie den normalen Content mit ihrem perfektionierten Gear beenden können."

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Die alten Hasen sind allerdings auch nicht zufrieden mit dem Wolf. Sie kritisieren vor allem, dass der Kampf gegen ihn verdammt langweilig und langwierig ist. Man muss einfach nur sehr lange auf ihn schießen, bis er irgendwann stirbt. Für sie ist er einfach nur eine Zeitverschwendung. Der Reddit-Nutzer Steeby4Life schreibt zum Beispiel:

"Er ist so langweilig und es dauert ewig. Ich sterbe in dem Kampf nicht... ich langweile mich einfach nur und verlasse manchmal die Mission."

Damit steht der Kampf gegen den Wolf von Saturn Six in starken Kontrast zum ebenfalls erst kürzlich eingeführten Exploiter Orb. Der Kampf gegen die Riesenspinne wurde sehr positiv aufgenommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Bossen hat diese keine unnatürlichen Unverwundbarkeits-Phasen, sondern bietet echte Bossmechaniken. Und dank kleinen Mini-Zwischensequenzen wirkt die Konfrontation sehr lebendig.

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»Macht ihn schwächer oder zwingt den Kampf nicht auf!«

Über Lösungsmöglichkeiten dachten die Spieler bereits selbst nach. Eine offensichtliche ist natürlich, den Wolf stark abzuschwächen. Wenn er seinen Gesundheitspool verliert, verliert er auch viel von seinem Schrecken.

Eine andere Lösung wäre es, den Spielern den Wolf nicht aufzuzwingen. Alle anderen Minibosse müssen in Warframe beispielsweise erst »aktiviert« werden. Dazu zählen der Stalker, die Grustrag Three und der Zanuka Hunter. Die markieren euch, nachdem ihr bestimmte Missionen im Spiel beendet habt. Erst dann können sie für euch spawnen. Und zusammen mit dem Spawn verschwindet auch dieses »Mark« und ihr könnt danach unbeschwert weiterspielen.

Gerade mit der Erfahrung für neue Spieler hat Warframe seit jeher zu kämpfen. Viele Anfänger fühlen sich erschlagen und müssen meist stundenlang die Fanwiki wälzen, bis sie durchblicken. Beim Wolf hilft das wenig weiter.

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