Ryzen Threadripper 2950X - 16 Kerne neu aufgelegt

Der Ryzen Threadripper 2950X tritt im Test die Nachfolge des 1950X an. Wie viel bringen seine 16 Kerne in den Spiele-und Anwendungs-Benchmarks?

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Im Test des Ryzen Threadripper 2950X fühlen wir der CPU mit 16 Kernen anhand von Benchmarks in Spielen und Anwendungen auf den Zahn. Im Test des Ryzen Threadripper 2950X fühlen wir der CPU mit 16 Kernen anhand von Benchmarks in Spielen und Anwendungen auf den Zahn.

AMD hat seine sehr erfolgreichen Ryzen-1000-CPUs aus dem vergangenen Jahr inzwischen im Mainstream-Segment mit den Ryzen-2000-Modellen überarbeitet und in einer neuen Version auf den Markt gebracht. Das gleiche geschieht jetzt auch im High-End-Segment in Form der Ryzen-Threadripper-2000-CPUs.

In diesem Test widmen wir uns dem Ryzen Threadripper 2950X mit 16 Kernen, der die Nachfolge des Ryzen Threadripper 1950X antritt. Er unterscheidet sich primär durch höhere Taktraten (und ihnen zugrunde liegende Techniken wie den Precision Boost 2) sowie niedrigere Latenzen des Speichers und der verschiedenen L-Caches von seinem Vorgänger.

In Form der neuen WX-Reihe (Threadripper 2990WX und Threadripper 2970WX) bietet AMD auch neue Threadripper-CPUs mit bis zu 32 Kernen an. Da diese Modelle aber primär für den Einsatz im professionellen Bereich und nicht für Spieler gedacht sind, haben wir keine entsprechenden Testmuster von AMD erhalten.

Der Threadripper 2950X mit 16 Kernen erscheint am 31. August für 899 US-Dollar. Bereits ab dem 13. August ist der Threadripper 2990WX mit 32 Kernen für 1.799 US-Dollar verfügbar. Die Modelle 2970WX (24 Kerne, 1.299 US-Dollar) und 2920X (12 Kerne, 649 US-Dollar) sollen im Oktober erscheinen.

Ryzen Threadripper 2950X im Detail

Beim Threadripper 2950X ist nicht nur die CPU selbst vergleichsweise groß, sondern auch ihre Verpackung. Beim Threadripper 2950X ist nicht nur die CPU selbst vergleichsweise groß, sondern auch ihre Verpackung.

Die neuen Threadripper-CPUs erscheinen wie ihre Vorgänger für den Sockel TR4. Entsprechende Mainboards mit X399-Chipsatz sind spätestens nach einem BIOS-Update für die 2000er-Reihe bereit. Neue Hauptplatinen sind also nicht erforderlich.

Der etwas ungewöhnliche, aber letztlich leicht zu bewerkstelligende Einbau in den Sockel erfolgt wie gehabt über einen zusätzlichen Rahmen, der die (sehr große) CPU hält. Wie genau das von statten geht, zeigen wir euch in unserer Einbau-Anleitung zu Threadripper-Prozessoren.

Wie im Falle der Ryzen-2000-CPUs kommt auch bei den aktualisierten Threadripper-Modellen die verbesserte »Zen+«-Architektur zum Einsatz. Sie ermöglicht eine Reduzierung der Latenzen, die aber geringer als bei den Mainstream-Modellen mit maximal acht Kernen ausfällt: Statt im Schnitt 18,5 Prozent niedriger Latenzen sind es bei den Threadripper-CPUs durchschnittlich 8,5 Prozent.

Neben niedrigeren Latenzen bringt Zen+ auch höhere Taktraten durch eine verbesserte Performance der Transistoren mit sich. Der überarbeitete Turbo-Modus »Precision Boost 2« führt gleichzeitig zu einem besonders fein abgestuften Heben oder Senken der Taktrate (25-MHz-Schritte laut AMD). Entscheidend sind dabei Faktoren wie die anliegende Last, die Leistungsaufnahme und die Temperatur der CPU.

Die neuen Threadripper-Prozessoren erscheinen gestaffelt: Den Anfang macht das neue Top-Modell 2990WX mit 32 Kerne, am 31. August folgt der Threadripper 2950X aus diesem Test. Die neuen Threadripper-Prozessoren erscheinen gestaffelt: Den Anfang macht das neue Top-Modell 2990WX mit 32 Kerne, am 31. August folgt der Threadripper 2950X aus diesem Test.

Außerdem kommt die »Extended Frequency Range 2« (XFR 2) ins Spiel, die noch einmal für eine zusätzliche Takt-Steigerung sorgen kann, wenn die Temperaturen niedrig genug liegen. Das galt in der ersten Ryzen-Generation nur für wenige Kerne, XFR2 betrifft dagegen potenziell alle Kerne und Threads einer CPU.

Während der Precision Boost 2 und XFR 2 automatisch greifende Taktsteigerungen im Rahmen der Garantie ermöglichen, fällt der neue Precision Boost Overdrive (PBO) in die Kategorie »Overclocking« - und dementsprechend auch nicht unter die Garantie.

Dabei werden offizielle Grenzen mit Blick auf die maximale Leistungsaufnahme und die anliegenden Spannungen erweitert, um höhere Taktraten zu ermöglichen. Wie viel Spielraum dabei vorhanden ist, hängt unter anderem vom verwendeten Mainboard, der Kühlung und dem konkreten Threadripper-Modell ab. Für unsere Benchmarks nutzen wir PBO aber nicht und bleiben bei den offiziellen Vorgaben.

Auf weitere Faktoren wie die beiden unterschiedlichen Modi zur Speicherverwaltung sowie den so genannten »Legacy Compatibility Mode« gehen wir bei der Betrachtung der Benchmark-Ergebnisse näher ein. Die manuelle Kontrolle dieser und weiterer Faktoren erfolgt über das kostenlose Tool Ryzen Master, grundsätzlich kann der Threadripper 2950X aber auch ohne Einsatz des Tools genutzt werden.

Technische Daten

Ryzen Threadripper 2950X

Ryzen Threadripper 1950X

Ryzen Threadripper 2990WX

Ryzen 7 2700X

Kerne / Threads

16/32

16/32

32/64

8/16

Sockel

TR4

TR4

TR4

AM4

Architektur

Zen+

Zen

Zen+

Zen+

Standard-Takt

3,5 GHz

3,4 GHz

3,0 GHz

3,7 GHz

max. Turbo-Takt

4,4 GHz

4,0 GHz

4,2 GHz

4,3 GHz

Speicher

DDR4-2933 (Quad-Channel)

DDR4-2933 (Quad-Channel)

DDR4-2933 (Quad-Channel)

DDR4-2933 (Dual-Channel)

L2-Cache pro Kern

512 KByte

512 KByte

512 KByte

512 KByte

L3-Cache

4 x 8,0 MByte

4 x 8,0 MByte

8 x 8,0 MByte

2 x 8,0 MByte

TDP

180 Watt

180 Watt

250 Watt

105 Watt

freier Multiplikator

Ja

Ja

Ja

Ja

Verbindung DIE / Heatspreader

Metall (verlötet)

Metall (verlötet)

Metall (verlötet)

Metall (verlötet)

ca. Preis

900 Euro

770 Euro

1.830 Euro

315 Euro

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