AaA: AC | Altaīrs Chronicles und Bloodlines

Von CallMeTeci · 26. Mai 2020 ·
Was trieb Altaīr eigentlich vor und nach den Ereignissen von Assassin's Creed?
Nun, es geht mal wieder um Templer... aaaber auch um Frauen! ;D
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    Lesezeit: ~10 Minuten

    Als kleine "Zwischenfolge" werden wir uns nun mit den beiden Mobile-Ablegern beschäftigen, die sich um Altaīrs Vergangenheit und seine Zeit nach dem ersten Assassins Creed drehen. Dabei werde ich nur die Story der beiden Spiele grob behandeln bzw. zusammenfassen, da ich sie selbst nicht spielen konnte und das Gameplay auch nicht wirklich von großer Relevanz ist.
    Für die, die trotzdem mehr von den Spielen sehen wollen, verlinke ich aber zwei englische Walkthroughs am Ende des Blogpost, bei denen ich mich auch für meine Bilder bedient habe. Ja Englisch, weil alles deutsche, was ich spontan gefunden habe, eine eher unterirdische Qualität hat.

    Die Geschichte davor: Altaīr’s Chronicles

    1190, Kreuzritter und Sarazenen kämpfen um das heilige Land, während die Templer nebenher ihr eigenes Ding machen und von sich aus Städte angreifen. So auch Aleppo, die damalige Hauptbasis der Assassinen, als Altaīr gerade erst von einer seiner Missionen zurück kommt und natürlich erst einmal dort aufräumt.
    Anschließend bekommt er von Al Mualim die Mission ein Artefakt zu bergen, welches der Kelch genannt wird und die Fähigkeit haben soll, alle Fraktionen unter einer Flagge zu vereinen. Das hieße den absoluten Sieg für die Partei, die das Artefakt in die Hände bekäme, was die Assassinen natürlich verhindern wollen.

    Altaīr findet in Damaskus heraus, dass sich der Kelch im sogenannten Tempel des Sands befinden soll und er für diesen drei Schlüssel benötigt. Die Suche nach diesen führt uns, neben Damaskus, auch nach Tyros und Jerusalem, wo wir je einen Schlüssel her bekommen. Leider klaut uns daraufhin jemand die Karte, die zum Tempel führt und wir müssen uns diese von einem Templer zurück holen, der krass einen auf Assassine macht. Dieser trägt umgefärbte Kleidung von Assassinen, ist geschult, was Parkour betrifft und hat sogar ein Banner, mit einem umgedrehten Zeichen der Assassinen darauf -
    und das wirkt auf mich, als wäre er ein ehemaliger Assassine, der die Bruderschaft irgendwann einmal verlassen hat. Das ist aber alles nichts, was ihn vor seinem Tod bewahren kann.

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    Im Tempel des Sandes angekommen, muss Altaīr letztlich feststellen, dass der Kelch schon nicht mehr dort ist und er erfährt vom Templermeister, Lord Basilisk, dass der Kelch kein Gegenstand ist, sondern in Wahrheit eine Frau, bevor dieser den Tempel einstürzen lässt und Altaīr zur Flucht aus diesem zwingt.
    Erneut in Tyros, infiltriert Altaīr die dortige Templer-Festung und trifft abermals auf Basilisk, der, im Handel gegen sein Leben, einige Informationen preisgibt. Einerseits soll sich der Kelch in Jerusalem befinden und andererseits belagern die Templer Akkon und wollen die dortige Wasserversorgung vergiften, um so ihren Angriff zu beschleunigen. Altaīr verschont Basilisk und macht sich auf den Weg nach Jerusalem, zum Kelch und prügelt sich vorher noch schnell durch das Lager der Templer, vor Akkon, um diese an der Einnahme der Stadt zu hindern.

    Als er schließlich in Jerusalem den Kelch oder eher gesagt die Frau von den Templern befreien kann, stellt er fest, dass es Adha ist, er diese aus seiner Vergangenheit kennt und Gefühle für sie hegt.
    Tatsächlich habe ich nichts konkretes dazu gefunden, wann zwischen den beiden irgendwelche Gefühle entstanden sein sollen, was die Story von nun an ein wenig plump wirken lässt, denn...
    Adha misstraut Altaīr und verrät ihm, dass es unter den Assassinen einen Verräter gibt - Harash, welcher alleine Al Mualim untersteht und somit ein sehr hohes Tier unter den Assassinen ist. Altaīr schlägt daraufhin vor, dass die beiden einfach abhauen könnten und zusammen ein einfaches Leben beginnen, woraufhin Adha entgegnet, dass sie das nicht tun könne, solange Harash noch am Leben ist.

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    Trotz fehlender harter Beweise, macht sich Altaīr nach Aleppo, infiltriert die Assassinen-Festung und tötet Harash. Leider wird derweil Adha erneut von Templern gefangen genommen und nach Tyros gebracht, wo sie mit einem Schiff abtransportiert werden soll.
    Altaīr macht sich also hinterher, schnetzelt sich, bis zum Hafen der Stadt, durch einige Templer hindurch, wo er versucht das sich entfernende Schiff, auf dem Adha ist, einzuholen. Er nimmt den Weg über ein näheres Schiff, wo er erneut auf Lord Basilisk trifft, der ihn zum letzten Mal zu einem Kampf herausfordert, den Altaīr gewinnt und ihn schließlich tötet. Doch bevor er Adhas Schiff erreichen konnte, setzten die Templer ein anderes Schiff in Flammen und ließen es zwischen die beiden Schiffe fahren, wodurch Altaīr gezwungen war über Bord zu springen.
    Er erreichte zwar selbst sicher die Docks, doch konnte er Adhas Entführer nicht mehr einholen und schwor sich, dass er Adha wiederfinden würde, während das Schiff mit ihr gen Horizont fuhr...


    Wie die erneute Suche ausgeht, soll Altaīr später in seinen Kodex-Seiten niederschreiben:

    "Ich dachte, Adha würde mich in den Ruhestand geleiten, sodass ich meine Klinge niederlegen kann, um als normaler Mann zu leben. Doch jetzt weiß ich, dass man sich solche Träume am besten für den Schlaf aufhebt...
    Ihr Gesicht. Ich versuche, es aus meinen Gedanken zu verscheuchen, wenn ich mich an die Tage und Nächte erinnere, in denen ich ihre Templer-Fänger über die Meere jagte. Ich habe sie beinah rechtzeitig erreicht. Beinah. Wenn ich doch nur schneller gewesen wäre. Stattdessen hielt ich ihren leblosen Körper in meinen Armen, sah den Schrecken in ihren starren Augen...
    Ich habe jeden Mann gejagt, einen nach dem anderen, bis alle Verantwortlichen diese Welt verlassen hatten. Doch ich empfand keine Freude daran. Keine Befriedigung oder Erlösung. Ihre Tode brachten sie auch nicht zurück. Heilten nicht meine Wunden. Danach war ich mir sicher, nie wieder für eine Frau so zu empfinden wie für sie.
    Glücklicherweise war diese Annahme falsch."


    Übrigens kehrte Altaīr danach zur Bruderschaft der Assassinen zurück und wurde zu seiner Überraschung nicht bestraft. Doch fing Altaīr an das Kredo zu verachten, wohl durch die Verbitterung darüber, dass er dabei versagte Adha zu retten, um mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Diese bittere Verachtung gipfelte schließlich, in den Regelverstößen in der Kammer, unter Salomons Tempel, mit denen das erste Assassin's Creed anfängt... Hinter dem trotzigen Verhalten steckte also tatsächlich mehr, als bloß eine Charakterschwäche.

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    Hier finden die Events von Assassin’s Creed, im Jahre 1191, ihren Platz…

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    Was nach Al Mualims Tod geschah: Assassin’s Creed Bloodlines

    Etwa einen Monat nach den Ereignissen aus Assassins Creed, ziehen sich die Templer aus dem heiligen Land zurück und setzen, unter Kommando des neuen Templergroßmeisters Armand Bouchart, Kurs auf Zypern.
    Altaīr, der in der Zwischenzeit zum neuen Mentor der Assassinen wurde, versucht herauszufinden, was die Templer auf Zypern wollen und führt eine kleine Aktion der Assassinen in Akkon an. Dort trifft er letztlich auch auf die Templer-Dame Maria, die wenige Wochen zuvor noch Robert de Sablés Lockvogel in Jerusalem spielte und kann sie recht einfach gefangen nehmen, weil ihr neuer "Chef" sie wohl gering schätzt und in Akkon zurück ließ. Altaīrs neues Ziel ist nun herauszufinden, was die Templer in Zypern vorhaben und ob sie womöglich andere Artefakte wie den Edensplitter besitzen, weshalb er sich also, mit der gefangenen Maria im Gepäck, zu der Mittelmeer-Insel aufmacht.

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    In der südlichen Stadt der Insel, Limassol, angekommen, finden wir, mit der Hilfe einer Widerstandsgruppe, schnell heraus, dass die Templer, die Bürger der Insel, mit obskuren neuen Regeln unterdrücken und hören von einem Archiv, welches für die Templer ein Schatz von manigfaltigem Wissen und weiteren Artefakten sein soll.
    Das Spiel selbst dreht sich erwartungsgemäß letztlich darum, die Insel aus dem Griff der Templer zu befreien und das Archiv zu finden. Dabei meucheln wir uns, wie im ersten Hauptteil der Serie durch die hohen Tiere der dort stationierten Templer. Unter ihnen sind unter anderem der höchste Templer in Limassol, Frederick der Rote, ein religiöser Fanatiker, mit dem Spitznamen Moloch und ein dunkles Orakel. Trotz Schwierigkeiten und Gegenschlägen der Templer, gelingt es uns die Insel zu befreien, auch wenn Altaīr gegen Ende den Edensplitter nutzen musste, um die Bürger Limassols zu beruhigen, die von einem feindlichen Agenten gegen ihn aufgestachelt wurden.

    Ich gehe hier bewusst nicht auf Details ein, weil das viel uninteressantes hin und her wäre, bei dem ich mich letztlich dazu entschlossen habe, das auszusieben.

    Während im Hauptspiel Altaīr derjenige ist, der eine Entwicklung durchmacht, ist es in Bloodlines eher Maria, die sich im Laufe des Spiels Altaīr annähert, der sie, trotz mehrmaliger Fluchtversuche, vor Schaden bewahrte und nicht weiter dafür bestrafte. Andererseits steigt sie nach und nach selbst dahinter, dass die Ziele der Templer nicht dem Wohle der Menschheit dienen, wie sie es bis zu dem Zeitpunkt glaubte.
    Altaīr wiederum fing schon in Masyaf an, nach Al Mualims Tod, seinen Kodex zu schreiben, wo er viele seiner Gedanken niederschreibt und mit denen er versucht seinen Orden ein wenig umzugestalten, damit dieser weiterbestehen und über die Jahre wachsen kann. Und so finden auch die Erlebnisse und Gedanken aus Zypern ihren Weg in das Buch.

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    Nach der Befreiung Zyperns, macht sich das Duo, aus Altaīr und Maria, zuletzt ins Archiv auf, um dort von Templergroßmeister Bouchart die wahren Absichten der Templer auf Zypern zu erfahren. Ursprünglich herrschte der Templer-Lakai Isaac Comnenus über die Insel, der somit auch für das Archiv zuständig war. Nachdem dieser die Insel, durch einen idiotischen Krieg mit König Richard, aber verlor, waren die Templer daraufhin gezwungen die Insel Zypern von Richard abzukaufen und das Archiv, wegen Altaīrs kürzlicher Einmischungen, von der Insel zu deportieren.
    Bouchart wird von Altaīr und Maria getötet, woraufhin das Archiv in sich zusammenfällt und die beiden aus diesem fliehen.

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    Nachdem das Kapitel, rund um Zypern, abgeschlossen zu sein scheint, besprechen Altaīr und Maria, im Hafen von Limassol, was sie von nun an tun werden. Maria kehrt dem Templerorden den Rücken und sagt, dass sie lieber weiter nach Osten reisen möchte, als nochmal nach England zurückzukehren; vielleicht nach Indien oder bis sie vom Rand der Welt fällt.
    Altaīr hingegen meint, dass er von Neugier aufgezehrt würde und die Welt bereisen möchte, um die klügsten Köpfe auf ihr zu treffen, alle Bibliotheken auf ihr zu erkunden und um alle Geheimnisse der Natur und des Universums kennen zu lernen. Auch möchte er, trotz Warnung von Maria, weiter den Edensplitter erforschen. Auf Marias Frage, wo er nun mit seiner Reise beginnen würde, antwortet er mit "im Osten", woraufhin sie zusammen den Hafen Limassols verlassen.


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    In den folgenden Jahren nutzt Altaīr den Edensplitter mit Vorsicht, um umfangreiches Wissen über die Welt zu sammeln und arbeitet weiter an seinem Kodex und der Reformierung der Assassinen. Er entdeckt eine neue Metal-Art, aus der er später seine Rüstung herstellt, verändert die versteckte Klinge, wodurch es nicht mehr nötig war, den Ringfinger zu amputieren und es ermöglichte eine Apparatur anzubringen, die kleine Projektile verschießen konnte. Auch lehrte er, dass die Assassinen der Liebe zu ihren Kindern, wieder mehr Ausdruck verleihen dürfen. Wo Al Mualim zuvor glaubte, dass es die Kinder schwächen würde, dachte Altaīr, dass es sie darin bestärken könnte, Opfer für die richtigen Dinge zu erbringen.
    1195 heiraten Altaīr und Maria in Limassol, wo sie ebenfalls ehemalige Widerständler einluden, auch aus Dank dafür, dass die Zyprer ihre Insel, als neue Basis für die Assassinen, anboten. Maria tritt den Assassinen bei, was im Orden auch nicht jedem gefiel und das Paar bekommt noch im selben Jahr ihren ersten Sohn Darim, auf den, zwei Jahre später, der zweite Sohn Sef folgt.


    Und sie lebten glücklich und zufrieden, bis an ihr Lebensende… Ha! Wer’s glaubt wird seelig!
    Doch wie es weiter geht, mit Altaīr und seiner Familie, finden wir erst in Assassin’s Creed: Revelations heraus…

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    Hier die versprochenen Videos...

    Altaīrs Chronicles:

    Assassins Creed Bloodlines:

    Über den Autor

    CallMeTeci
    Wurde '99 released, ist unterschiedlichst interessiert und seit dem zehnten Lebensjahr äußerst aktiv am Daddeln. Zynisch veranlagt, versucht rational an Dinge heran zu gehen und manchmal ein möchtegern eloquenter Klugscheißer... zumindest wurde mir das mal an den Kopf geworfen. ;D

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