AC im Imperium Romanum und wie die Comics das bessere Setting für Valhalla liefern [Meinung]

Von CallMeTeci · 14. Juni 2020 ·
Ich erzähle euch, was in der ersten Comic-Trilogie passiert, die im gallisch/germanischen Teil des Imperium Romanum spielt und warum ich der Meinung bin, dass dieses Settting die bessere Alternative für das neue Assassin's Creed gewesen wäre.
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  1. Lesezeit: 16+ Minuten (~7min Comic + ~9min Setting)

    Da der nächste Teil dieses immer größer werdenden Franchise schon vor der Tür steht, ich dessen Setting und die bisherige Darstellung kritisierenswert finde und ich die französischen Comics eh nochmal behandeln wollte, dachte ich mir diesmal: »Jo, packst’e das halt zusammen in einen Beitrag.«
    Im wesentlichen soll es darum gehen, warum ich bis zum offiziellen Reveal gehofft hatte, dass es kein Wikinger-Setting wird, sondern eher ein Germanen/Gallier-Setting und warum ich nach dem Reveal von AC: Valhalla umso mehr der Meinung bin, dass das mittel- bis nordeuropäische Imperium Romanum, in den frühen Jahrhunderten nach Christus, das bessere Setting für ein Assassin’s Creed gewesen wäre.

    - ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ -​

    Doch blicken wir zu Anfang mal auf die Comics selbst…

    Und es ist ein wenig Tricky mit den französischen Comics von Les Deux Royaumes. Einerseits sind die ersten zwei Trilogien erst einmal als Non-Kanon einzustufen (The Ankh of Isis Trilogy + The Hawk Trilogy), was auf die Comics seit Conspiracies aber nicht zutrifft - ergo diese gelten wiederum als Kanon. Im englischen Wiki (mit dem ich am meisten arbeite) werden die beiden Trilogien noch als Semi-Canon eingestuft, was aber mittlerweile falsch sein sollte, da diese weder im jüngsten Essential Guide auch nur erwähnt werden und auch mehrmals auf Twitter vom "Head of Content" Azaïzia Aymar als Non-Canon eingestuft wurden. Entsprechend werde ich diese sechs Bände auch als Non-Kanon in meinem Blog behandeln.
    Laut einer Wiki-Diskussion scheinen die Charaktere aber zu existieren, auch wenn sie, auf Grund des fehlenden Kanon-Plots, quasi keine Rolle spielen.
    (Gründlich, wie ich hoffe zu sein, habe ich also selbst nochmal auf Twitter nachgefragt, ob und was davon nun konkret noch im Assassin’s Creed-Universum existiert. Habe aber bis jetzt noch keine Antwort darauf bekommen... :heul:)

    Hier Links zu meinen "Kanon-Quellen":
    Twitter:
    https://twitter.com/Neckbearded/status/876833676843266048
    https://twitter.com/Sorrosyss/status/702476471667978240
    Forum:
    https://assassinscreed.fandom.com/wiki/Thread:215422#3

    Wir nehmen aber einfach mal an, dass die frühen Comics nicht zum Kanon gehören!

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    - ♦ Die Comic-Story ♦ -

    [Wer sich nicht für die Story des Comics interessiert und nur meine Meinung zum Valhalla-Setting hören möchte, scrollt einfach, bis zur nächsten ♦-Markierung.]​

    In diesem Beitrag möchte ich mich aber in erster Linie mit der "The Ankh of Isis Trilogy" beschäftigen, die sich, im historischen Teil, um die beiden Vorläufer-Assassinen Aquilus und dessen Cousin Accipiter dreht.
    Aquilus, ein Vorfahre Desmond Miles, war ein gallo-romanisches Mitglied des Liberalis Circulum, dem römischen Zweig der Verborgenen (Hidden Ones), einer Organisation, aus der sich später der Assassinen-Orden entwickelte. Accipiter ist dort, neben seiner Tätigkeit als General der alemannischen Streitkräfte, ebenfalls Mitglied (und der Vorfahr eines modernen Assassinen, namens Hawk). Primär geht es in der Geschichte um den namensgebenden Ankh von Isis, welches angeblich Kranke heilen und Tote zeitweise wiederbeleben können soll.

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    Zu Anfang der Geschichte begibt sich Aquilus in ein römisches Heerlager, um den dortigen General den Garaus zu machen. Zu seinem Pech erwartete ihn dieser aber schon und stach ihn nieder.
    Daraufhin begann eine Schlacht, zwischen den Römern und Alemannen, Accipiter fand den bewusstlosen Aquilus im Zelt des Generals und brachte diesen außer Gefahr. Wieder in der Welt der Lebenden angekommen, erzählte ihm Accipiter von den Schlachten die er bis dahin schlug und davon, dass sie gerade eine weitere gewonnen hätten. Als es Aquilus wieder besser ging, ritten sie, bis sie in die Nähe eines Flusses kamen, wo Accipiter Aquilus das Artefakt gab, welches er wohl zuvor suchen sollte - also den Ankh… oder das Ankh?.. die… seufz - naja, ihr wisst was ich meine.
    Bevor sich die beiden wieder trennten, bat Aquilus darum, dass Accipiter die Stadt Lugdunum (heute Lyon) im Befreiungskrieg bitte vor Schäden bewahren soll, was sich Accipiter auch zu Herzen nimmt. Anschließend ziehen die beiden ihrer Wege. Aquilus zu seines Vaters Haus und Accipiter weiter den Krieg gegen Rom führen.

    Als Aquilus sein Ziel erreichte, wurde er schon von seinem Vater Lucius in Empfang genommen, der anmerkt, dass er nicht erwartete ihn lebend wiederzusehen. Lucius stellt ihm einen Freund vor, Caïus Fulvus Vultur, der noch mit ihnen zu Abend isst. Als Vultur zu Bett ging, übergab Aquilus Lucius das Artefakt und sie sprachen über die Mission und dass sie irgendjemand verraten haben muss, dass der General im Lager vorbereitet sein konnte. Woraufhin Lucius antwortete, dass es wohl nur Faustinus hätte sein können, der der Bischof von Lugdunum war und zu dem sich Aquilus sofort auf den Weg machte, um Antworten zu erhalten.

    Unvorbereitet und inmitten der Nacht, war es recht einfach an Faustinus heran zu kommen, der - mit einer Klinge an der Kehle - bald zugab, dass er sie verraten hatte. Auf Nachfrage wer seine Komplizen wären und ein wenig Dresche von Aquilus, spuckte Faustinus aus, dass Senator Caïus Vultur auch am Verrat beteiligt war. Nachdem Faustinus, bei einem Versuch zu fliehen, Aquilus’ Wurfmesser zum Opfer fiel, machte sich dieser so schnell es ging nach Hause, um seinem Vater die schlechten Nachrichten zu überbringen.

    Dort angekommen blieben seine Rufe aber unbeantwortet und er stieß bald auf die Leiche seines Vaters und den sterbenden Sklaven Weke. Eine weitere Sklavin erzählte ihm daraufhin, dass Vultur seinen Vater und Weke tötete und sich darauf mit dem Ankh… der Ankh… mit dem Artefakt geflohen sei. Wutentbrannt reist Aquilus nach Rom, um Rache am Mörder seines Vaters zu nehmen.

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    Bei Vulturs Residenz angekommen kämpfte er sich durch einige Wachen hindurch, von denen er einen Mann am Leben ließ, der ihn zu Vulturs Gemach führen sollte. An dessen Tür angekommen, stürmt plötzlich Vultur, mit einem Speer im Anschlag, aus der Tür und tötet die Wache, welche allem Anschein nach nicht sein eigentliches Ziel war. Zornig brüllte Aquilus ihn an, dass er ihm das gestohlene Artefakt zurück geben soll, woraufhin ihn Vultur zu diesem führte und in dem sicheren Wissen, dass er sterben wird, erzählt er Aquilus ein wenig von der Geschichte des Artefakts. So soll Isis diesen genutzt haben, um Osiris wiederzubeleben und später den alten Pharaonen zu helfen. Aquilus nimmt also das Artefakt an sich, tötet Vultur und begibt sich wieder auf den Weg nach Lugdunum.

    Wieder daheim, wird Aquilus von seiner Frau Valeria gegrüßt und froh über die sichere Rückkehr, verbrachten die beiden eine intime Nacht miteinander. Am nächsten Tag nutzte er das Artefakt bei seines Vaters Leiche. Seine Frau war besorgt über die potenzielle Rückkehr eines Toten, doch Aquilus beruhigte sie damit, dass es nur temporär wäre - das Artefakt funktionierte wie ein Speicher der Persönlichkeit, von denen, die es nutzten. Aus dem Artefakt tauchte ein Hologramm auf, dass ihm vor dem Verrat Vulturs warnte und dass Aquilus Aufgabe nun der Schutz des Liberalis Circulum sei und er ein älteres Mitglied mit dem Namen Lugos finden soll. Bevor das Hologramm aber damit enden konnte, ihn über die Wichtigkeit des Artefakts aufzuklären, stürmten einige Soldaten das Haus und legten Aquilus, wegen des Mordes an Faustinus, in Ketten.

    In der Zwischenzeit... schlug Accipiter eine weitere Schlacht. Als er und seine Leute diese feierten, trat sein iberianischer Bruder Cuervo auf den Plan. Dieser reiste nach Lugdunum und in dem Wissen wie wichtig die Stadt für den Eroberungszug Accipiters ist, schlug er vor, dass er und seine Leute eine Allianz mit dem Präfekt Lugdunums eingehen sollen, um die Stadt einerseits vor Plünderungen zu bewahren und andererseits selbst noch davon zu profitieren. Ein Vorschlag den Accipiter nicht ablehnen konnte.
    Später traf er sich, außerhalb der Mauern, mit dem Präfekt der Stadt und forderte eine Art Schutzgeld, im Handel für die Sicherheit Lugdunums. Zuerst zögernd, ging der Präfekt letztlich auf Accipiters Forderungen ein, nachdem dieser einige Drohungen aussprach. Daraufhin trat ein anderer Mann dazu, der dem Präfekt zuflüsterte, dass alles für die Verhaftung und den Prozess von Aquilus bereit stünde. Accipiter belauschte die beiden und nachdem die Verhandlung endete und er seinen Männern sämtliches erhandeltes Geld gab, machte er sich schleunigst auf den Weg zu seines Cousins Haus. Dort angekommen fand er alleine eine Sklavin vor, die ihm über die kürzlichen Ereignisse in Kenntnis setzte. Dass Aquilus und seine Frau Valeria gefangen genommen wurden und zum Gericht nach Rodumna (heute Roanne) gebracht würden.

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    Accipiter nahm anschließend die Spur des Gefangenenkonvois auf und überfiel diesen. Doch noch bevor Accipiters Pfeile den Leben der Soldaten ein Ende bereiteten, schnitt einer der römischen Soldaten Aquilus' Kehle durch. Accipiter konnte immerhin Valeria retten und mit ihr aus der Szene fliehen. Als die beiden später ein Lager aufschlugen, bat Accipiter sie darum, das Artefakt persönlich irgendwo sicher zu verstecken. Denn er selbst musste nun einmal seinen Krieg führen und wollte dabei nicht riskieren, das Artefakt an die falschen Hände zu verlieren...



    Und das ist eine Kurzfassung des historischen Teils dieser Comic-Trilogie. (…die ich möglicherweise nochmal inhaltlich korrigieren werde, wenn der zugehörige Comic endlich bei mir ankommt, da die verschiedenen Wiki-Seiten manchmal unterschiedliche Dinge erzählen. Für die Bilder habe ich mich erneut im englischen Wiki bedient und werde diese später vielleicht ebenso da und dort auswechseln.)


    - ♦ Was passt mir nun also bei Valhallas Setting nicht? ♦ -​

    Nun, für mich - wie wohl auch viele andere - waren die Settings von Assassin’s Creed immer etwas besonderes, weil es eben oftmals sehr seltene Settings waren und die Entwickler diese, einigermaßen authentisch und gerne auch mit großer Detailverliebtheit präsentiert haben. Ja, keines der Spiele war historisch sonderlich punkt-korrekt, aber man versuchte sich immer so nah wie möglich oder wie es eben künstlerisch zuträglich war, an den historischen Vorbildern zu orientieren.

    Doch Odyssey oder wie ich es lieber nennen würde "300: das Spiel zum Film", ließ schon ein wenig durchscheinen, dass man scheinbar Gefallen daran gefunden hat, tiefer - viel, VIEL tiefer in die Kiste zu greifen, auf der "popkulturelle Stereotypen" steht. Und spätestens seit dem Cinematic von Valhalla war klar, dass auch der kommende Teil historisch relativ absurd werden wird. Auch die Wahl des Settings ist ziemlich uninteressant, weil man solche Klischee-Wikinger im Moment quasi an jeder zweiten Ecke sieht - da war selbst das alte Griechenland ja fast schon ein Einhorn unter den Videospiel-Settings.
    Für mich persönlich übertreibt es Valhalla also mit den modernen nordischen Stereotypen und ich finde, dass das Setting ungewohnt gewöhnlich ist, für ein Assassin’s Creed - um nicht sogar schon von "übersättigt" reden zu wollen.

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    (blaue) Farbe im Gesicht, Helme mit Hörnern, unzivilisiertes Auftreten, viel zu fette Äxte, Haare zum Teil kurz rasiert und sowohl massig Leder als auch Fell am Wanst.
    Habe ich was vergessen? Ahja... alle Kerle sind Schränke und stark wie Bären!


    Natürlich wäre ein Setting in einem früheren Jahrhundert auch nicht per se davor gefeit, dass die Entwickler mit Stereotypen um sich werfen, als gäbe es kein Morgen, ABER ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass nur wenige Leute ein klares Bild der gallisch/germanischen Stämme dieser Zeit haben und somit offener für historische Akkuratesse wären. Was auch den Entwicklern zugute kommen würde, weil sie, statt irgendwelche Klischees zu bedienen, mehr der "Aaah, so war das damals!"-Momente kreieren könnten.

    Erwarte ich also ein Spiel, das sich wieder mehr an den Wurzeln der Serie orientiert? Sicherlich nicht. Womöglich könnte ich einen separaten Beitrag dazu machen, was mir bis jetzt an Valhalla alles sauer aufstößt... aber darum soll es jetzt nicht gehen.
    Wer trotzdem Interesse daran hat, kann ja gerne mal einen Kommi hinterlassen und das würde ich mir dann, nach den ersten Gameplay-Videos, mal zur Brust nehmen.

    (Ich verlinke am Ende des Beitrags noch ein paar Videos, die sich mit dem Valhalla-Cinematic und Wikingern bzw. dieser Zeit allgemein auseinandersetzen.)

    - ♦ Warum also lieber dieser Zeitraum? ♦ -​

    Neben den genannten Vorteilen, dass dieses Setting quasi ungenutzt ist und somit mehr der Serientradition entsprechen würde, sehe ich natürlich auch andere Vorteile.
    Nun… die Jahrhunderte nach Christus sind zunehmend turbulenter und das römische Reich beginnt zu zerfallen. Das Spiel müsste daher ja nicht einmal genau im dritten Jahrhundert spielen. Auch das erste oder zweite Jahrhundert würde sich anbieten, eine Aufstands-Geschichte zu erzählen, die mit der Varusschlacht (9 n. Chr.) episch beginnt - ähnlich der der Thermophylen in Odyssey. Man könnte zeigen, wie sich die Hidden Ones vergrößern, an ihren Grundwerten arbeiten und ihren Teil dazu beitragen, dass das römische Reich, unter der Führung des Orden der Ältesten (Order of the Ancients), zu bröckeln beginnt und wie sich die unterdrückten und ausgebeuteten Stämme ihre Freiheit zurück erkämpfen. Mehr Assassinen-Narrative, als ein Kampf gegen die Unterdrückung, geht ja wohl kaum.

    Was ansonsten rein historisch in der Zeit abging, kann euch jemand wie MrWissen2Go wohl weitaus besser zusammenfassen als ich.
    Hier also z.B. das erste Jahrhundert zusammengefasst. Und die dazugehörige Playlist kann ich ebenso empfehlen...


    >> Die "Jahr100"-Playlist vom Terra X Kanal <<

    - ♦ Ich hirnstürme ein "Assassin's Creed: Empires" ♦ -
    (weil römisches Imperium)​

    (Am liebsten hätte ich eigene Concept-Arts zur Veranschaulichung gezeichnet, aber da ich darin nicht sonderlich begabt bin und das den Aufwand nicht gerechtfertigt hätte, versuche ich, mit Bildern von anderen, ein Gefühl für das Setting zu vermitteln. Quellen stehen, wenn möglich, dabei.)

    Gameplay - ein modernes »back to the roots«…

    Ich denke mir halt, dass die dichten Wälder des damaligen Mitteleuropas 1A Assassinen-Spielplätze wären. Neben zwei größeren Städten (Trier und Lugdunum vielleicht?), ein paar Kleinstädten und halt Dörfern, wird in Assassins Creed: Empires in erster Linie durch Baumwipfel gekraxelt, wie wir es schon aus einigen Vorgängern kennen. Natürlich könnte man diese Mechanik noch weiter optimieren und ausbauen, aber in Kombination mit den dichten Wäldern, wäre das aus meiner Sicht die perfekte Umgebung für Attentate und schnelles Guerilla-Gameplay.

    Statt eines Dorfes, welches man sich unrechtmäßig aneignet, könnte man in Empires ein Dorf seines Stammes auf- und ausbauen. Als meuchelnder Waldläufer würde ich auch dem Bogen einen höheren Wert einräumen, mit dem man bspw. auch für das Dorf und das Crafting jagen könnte - ob Tiere oder Römer, sei da dem Spieler überlassen. ;D (Aber realistischer und ohne Schrotflinten- oder Zielsuche-Modus) Dafür könnte man verschiedene Pfeilarten verschießen, wie bspw. welche an einem dünnen Seil, mit Haken, die eine ähnliche - wenn auch langsamere - Funktion haben könnten, wie der Seilwerfer aus Syndicate oder der Rope-Dart aus dem dritten Teil.

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    Doch muss es ja nicht bei einem Dorf bleiben. Warum sich also nicht mit anderen Stämmen verbünden, Beziehungen pflegen und auch diesen dabei helfen, wieder auf die Füße zu kommen? Belohnt würde man mit interessanten Aufgaben und persönlichen Geschichten zu der Vergangenheit des Stammes und dessen Charakteren. Auch könnte man engere Beziehungen knüpfen und später verschiedene Personen heiraten oder so. Überdies könnten die unterschiedlichen Stämme verschiedene Boni geben, die die Attribute der Gruppe erhöhen, etwaige Ressourcen-Sammeleien verbessern oder auch Skills, die wir von den Kriegern der Stämme erlernen können.
    (Franken = Axtwurf, Sachsen = Kampf mit zwei Einhandwaffen, Britannier = Nutzung besonders starker Bögen usw.)

    Ebenso würde es möglich sein, Leute von den Römern zu befreien und diese entweder (als Ressource oder Generäle) in unsere Armee aufzunehmen oder als Teil einer engeren Assassinen-Gruppe, als rufbare Verstärkung, einzuteilen (Brotherhood und Revelations grüßen). Gegebenenfalls würden die Befreiten somit in verschiedenen Seltenheitsgraden und Spezialisierungen auftreten - und jedem Einzelnen der Generäle und Assassinen könnte man Teile seiner Ausrüstung anpassen und optimieren. (Das wäre der Teil, der erst nach der Story zum Core-Gameplay-Loop würde und eben die ganzen Grinder befriedigen könnte :) )
    [Assassinen = töten sofort bis zu zwei Gegner | Krieger = Nahkämpfer/Tanks | Schützen = mittelkräftiger Schaden aus der Ferne]
    Und weil man in Valhalla wohl auch auf Flüssen herumsegeln darf, würde sich der Rhein, mit dem Limes und allen Nebenflüssen, doch ebenso gut als "Empires-Äquivalent" dafür anbieten.

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    ^ - Nur eine grobe Idee für die Karte, mit fünf Stämmen, den zwei Städten und sehr groben Interface-Ideen

    Ansonsten dürfte es keine Halbgott-Fähigkeiten geben und das Kampfsystem würde sich ein wenig von dem jetzigen entfernen und wieder mehr in Richtung AC:Unity gehen, sodass die Choreographien wieder spektakulärer sein könnten, aber man als Spieler immer noch aktiv dabei sein muss und nicht nur auf die Konterkill-Taste drücken. (Ich empfand das Gameplay von Ghost of Tsushima als relativ nahe an dem, wie ich mir das vorstelle - keine minutenlange Klopperei, bis mal die Lebensleisten geleert sind, aber auch man selbst ist verwundbar, wodurch die rekrutierbaren Kameraden und das Stealth-Gameplay wieder wichtiger werden)
    Auf jeden Fall sollte der Spieler-Charakter agil sein und kein Haudrauf-Berserker, wie Eivor im Cinematic. Denn wenn ich einen Wirbelwind-Barbaren spielen will, dann schmeiß ich Diablo an…

    Eine Story-Idee…

    Insgesamt wären die römisch besetzten Gebiete eine interessante Weitererzählung von Origins, die auch Möglichkeiten bieten Familiendramen zu erzählen.

    Der Hauptprotagonist könnte eines gallischen oder germanischen Dorfes entspringen, dessen Bruder als Jugendlicher von den Römern eingezogen wurde und den wir suchen müssen, nachdem eine Spezialtruppe des OotA (Order of the Ancients) aufkeimende Zellen der Hidden Ones auslöschen möchte und dabei sein Dorf, mitsamt allen Einwohnern dem Erdboden gleichmacht. Dabei sterben seine Eltern, die ihm, in ihren letzten Atemzügen, eben den Auftrag geben, nach seinem Bruder zu suchen. Diese erste Flucht aus dem Dorf könnte man als Stealth-Tutorial nutzen, welches neuen Spielern die Mechaniken erklärt. Der Protagonist darf nun also nach dem großen Bruder suchen und begibt sich auf die Spuren der Spezialtruppe, weil er jemanden in dieser wiedererkannt hatte, der auch beim Einzug seines Bruders dabei war. Dabei stößt er auf eine Gruppe der Hidden Ones und vermasselt denen eine Mission, was zur Folge hat, dass er von diesen bewusstlos geschlagen und mitgenommen wird.

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    Von diesem Punkt an, wird er Step by Step in die Organisation integriert, bis wir grundlegende Fähigkeiten erlernt haben, unsere versteckte Klinge bekommen (die man zum F.ck nochmal nicht AUF dem Unterarm trägt!) und die Mission, die wir zuvor unbeabsichtigt sabotiert haben, zu einem positiven Ausgang bringen, indem wir unser erstes Ziel töten. (Für die ersten erfolgreichen Attentate bekommen wir von unserem Mentor Informationen zu unserem Bruder, was die frühe Motivation für uns ist, denen beizutreten) Dabei lernen wir die Organisation und unsere Feinde besser kennen, knüpfen Bande und bekommen das Gefühl nicht nur ein einsamer Held zu sein, sondern Teil einer Gruppe… einer Familie.
    (Die Anfangs-Story wäre quasi ein Mittelweg aus Ezio und Connor)

    Nach dem ersten Story-Viertel, ist unser Ziel den Kontakt zu verschiedenen Stämmen wieder aufzunehmen, der durch die Aktion des OotA abriss und wir entschließen uns dazu, unser zerstörtes Dorf wieder aufzubauen. Im Laufe des Spiels planen wir so Aktionen mit den Hidden Ones, überfallen mit unseren Mitstreitern, römische Patrouillen, Lager und Garnisonen, schlagen Schlachten und meucheln uns durch die hohen Tiere unserer Unterdrücker. In der Story-Mitte finden wir heraus, dass unser Bruder mit einem Edenapfel unumkehrbar hirngewaschen wurde, somit unsere größte Bedrohung ist und wir ihn letztlich töten müssen. (Ein daraus entstandenes Trauma könnte vielleicht der Grund sein, weshalb, bis hin zur Gründung des Ordens der Assassinen, Familienliebe als Schwäche angesehen wird, was erst Altaīr als Mentor wieder verändert)

    Wichtig wäre mir, dass die Story relativ gradlinig und dicht erzählt wird und das "Open World-Gameplay" erst gegen Ende richtig freigeschaltet, wodurch sich für Story-Interessierte nichts unnötig gestreckt anfühlen muss.
    Außerdem könnte man Easter-Eggs für Fans von AC2, Unity oder Brotherhood einbauen.
    Da in Assassins Creed ja auch gerne mal damit gespielt wird, wie korrekt historische Informationen sind und dass die Geschichte nur von den Siegern geschrieben wird, hätte man sogar die Möglichkeit den gallischen und germanischen "Barbaren" ein neues Image zu verleihen.

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    Ideen für die Isu überlasse ich Ubisoft, doch würde ich mal auf die Bremse treten und wieder mehr den Konflikt zwischen Assassinen und Templern bzw. Hidden Ones und dem Order of the Ancients in den Fokus rücken.
    Dennoch hätte man bei dem mitteleuropäischen Setting eine viel breitere Auswahl an Mythologien, die man verwursten könnte. So könnte man die römisch/griechische Mythologie der Vorgänger wieder mit einbauen, dann noch die der Kelten und eben die nordisch/germanische, wie wir sie wohl auch in Valhalla sehen werden.

    Die Realstory würde ich klarer mit den anderen Medien verbinden wollen, wodurch man nicht nur in eMails Anteil an der modernen Bruderschaft hätte. Ergo, entweder mehr Story-relevante Cutscenes oder sogar Missionen wie mit Desmond in AC3, obwohl ich die Entwicklungsressourcen wohl eher weiter auf den historischen Teil werfen würde, statt welche für die ModernDay-Story aufzuwenden. Aber gerade nach dem Ende der Uprising-Trilogie, könnte man mal wieder verschiedene Plot-Fäden zusammenführen und der MD-Story in den Spielen mehr Gewicht geben.

    Das alles ist natürlich nur Wunschdenken meinerseits und gerade Valhalla wird es umso unwahrscheinlicher machen, dass jemals dieses Setting in einem Assassin’s Creed Verwendung findet.

    Und zu guter Letzt - meine Frage an euch: Was haltet ihr bis jetzt von sowohl Valhalla, als auch meiner Setting-Idee? Was wünscht ihr euch für die kommenden Teile der Serie als Setting? Und welchen Namen würden die Teile dann tragen? Hackt das mal alles in die Kommentare!

    - ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ -​

    Hier die erwähnte Trailer-Analyse von Shadiversity (englisch):


    ...und auch der deutsche YouTuber Armidas (ein studierter Historiker) hat seinen Senf zum Trailer abgegeben:


    Aufklärung über Wikinger-Klischees bekommt ihr auch bei den Leuten von Kaptorga - Visual History (deutsch), bei denen die Sterotypen von Erdfarben, Leder und Fell sogar schon ein kleiner Running-Gag geworden sind:

    Über den Autor

    CallMeTeci
    Wurde '99 released, ist unterschiedlichst interessiert und seit dem zehnten Lebensjahr äußerst aktiv am Daddeln. Zynisch veranlagt, versucht rational an Dinge heran zu gehen und manchmal ein möchtegern eloquenter Klugscheißer... zumindest wurde mir das mal an den Kopf geworfen. ;D

Kommentare

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