Alles auf Anfang: AC2 #1 - Ezio Audi-irgendwas?

Von CallMeTeci · 8. Juli 2020 ·
Here we go! Endlich geht es auch mit dem zweiten Teil weiter und wir begrüßen jemanden, den wir von nun an eine ganze Weile begleiten werden.
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  1. Und es beginnt nun die zweite AaA-Serie meines Assassin’s Creed-Blogs…
    Persönlich war ich tatsächlich ein wenig nervös. Immerhin habe ich Assassin’s Creed 2 schon ewig nicht mehr gespielt und hatte nun die Sorge, dass meine guten nostalgischen Erinnerungen an das Spiel beschmutzt werden. Zum Glück schienen die meisten meiner Sorgen unberechtigt.
    Wer wissen möchte was vor Assassin's Creed 2 geschah, der sollte sich zumindest die Zusammenfassung vom ersten Teil anschauen, in dem ich versucht habe alles Wichtige kompakt zu erläutern. Und für die Vorgeschichte, zu den historischen Ereignissen des Spiels, möchte ich euch meinen Beitrag zum Kurzfilm "Lineage" ans Herz legen.

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    - ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ -
    Doch noch bevor ich mich mit dem Spiel beschäftigen kann, darf ich mich erst einmal mit dessen Alter herumschlagen, denn - wie schon beim ersten Teil - muss ich meinen ganzen Controller neu konfigurieren, weil das Spiel scheinbar nicht so viel Erfahrung mit einem Xbox-One-Gamepad hat. Naja, kurz rumgefrickelt uuuund es scheint nun zu funktionieren. Als nächstes fällt mir auf, dass ich bei der gesprochenen Sprache nur zwischen Deutsch und Italienisch wählen kann, obwohl das Spiel noch andere Sprachen haben sollte, darunter meine Wunsch-Synchro "Englisch" und sogar die Sound-Dateien dafür in den Spieleordnern zu finden sind. Kurzum - trotz viel Getue habe ich dafür leider keinen Fix gefunden.

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    Also werde ich auch Assassin's Creed 2 mit deutscher Sprachausgabe spielen, in der immerhin Ezio eine sehr passende Stimme hat. Das wird vermutlich auch dazu führen, dass ich Brotherhood und Revelations ebenfalls auf deutsch spielen werde.
    Und nun genug der Anfangsplänkeleien… starten wir ins Spiel!

    - ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ -
    In einem Intro-Video erzählt uns Desmond, was ihm zuvor passierte und wie die Lage ist. Das werde ich jetzt aber nicht nochmal wiederholen. Nur so viel: Uns gelang es bekanntermaßen, mittels Altaīrs Erinnerungen, die Standorte weiterer Edensplitter aufzudecken, wurden daraufhin von Lucy vor dem sicheren Tod bewahrt, erfuhren zum Ende hin mehr über das sogenannte Subjekt 16 und sitzen nun wieder in unserer Zelle… pardon… Zimmer fest. Um Lucy ist es still geworden und Desmond macht sich langsam ernsthaft Sorgen um seine Zukunft und vor allem um die der Welt, wenn er nichts tut, um die Templer von ihrem Vorhaben abzuhalten, die Weltbevölkerung zu willenlosen Sklaven zu machen…

    - ○ Abstergo ○ -
    Der Clip endet mit einem Standbild der rot glühenden Symbolen an unserer Zimmerwand, die, wie wir herausgefunden haben, von Subjekt 16 mit seinem eigenen Blut dort hingemalt wurden. "Drücke ein beliebige Taste" erscheint und nach dem erforderlichen Tastendruck, öffnet sich unsere Zimmertür und eine blutbefleckte Lucy sagt uns eindringlich, dass wir verschwinden müssen. Sie macht uns klar, dass wir keine Zeit für Fragen haben und befiehlt uns in den Animus zu steigen.
    Die Maschine sucht danach nach relevanten Erinnerungen von Subjekt 16, die wir mit ihm zu teilen scheinen. Sind wir etwa in irgendeiner Form miteinander verwandt? Und nachdem die gewünschten Erinnerungen gefunden wurden, steigen wir auch direkt ein…

    - ♦ Historisch ♦ -

    Doch unerwarteterweise finden wir uns nicht im Körper eines Assassinen wieder, sondern wohnen einer Geburt bei und vom nahen Osten oder Kreuzzügen fehlt auch jede Spur. Dafür befinden wir uns - wie wir später herausfinden werden - in der Zeit der Renaissance und nach den letzten Anstrengungen, präsentiert die Hebamme der entkräfteten Mutter dessen frisch geborenes Baby, mit dem freudigen Ausruf, dass es ein Junge sei. Doch wider Erwarten bleibt der Säugling stumm und ein Mann, den wir als Giovanni aus dem Kurzfilm wiedererkennen, stürmt in den Raum, mit der Frage auf den Lippen, ob er zu spät sei. Er schaut in die sorgenvollen Gesichter der Geburtshelferinnen und bittet darum, das Kind halten zu dürfen. Giovanni nimmt das Neugeborene, sagt seiner Frau dass alles gut werde und spricht zu dem Kind: "Du bist ein Auditore. Du bist ein Kämpfer. Also kämpfe!"

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    Wir bekommen daraufhin nacheinander die Aktionstasten eingeblendet, die wir drücken sollen, woraufhin wir jeweils ein Körperteil bewegen und werden zum Schluss mit lautem Babygeschrei belohnt. Dadurch wird klar, dass das die Erinnerungen des Babys sind, die wir gerade erleben. Giovanni erfreut sich der kräftigen Lungen seines Kindes und auf die Frage seiner Frau, wie sie es nennen sollen, antwortet er: "Ezio! Ezio Auditore da Firenze!"
    Die Simulation schließt sich daraufhin wieder…


    - ○ Abstergo ○ -

    Sichtlich noch nicht ganz wieder bei vollem Bewusstsein, hieven wir uns vom Animus und Lucy macht uns klar, dass wir nicht die Zeit haben, um kurz zu verschnaufen. Sie nimmt eine Art Diskette aus dem Animus und öffnet die Tür, durch die wir sie und Vidic zuvor immer wieder die Räumlichkeiten haben verlassen sehen. Nun können aber auch wir endlich unseren "Animus-Arbeitsraum" verlassen. Das gesamte Gebäude scheint zum großen Teil aus Stahlbeton zu bestehen und auch die minimalistisch-futuristischen Gänge wirken eher kalt und schlicht. Schnell sieht uns Sicherheitspersonal, welches Lucy immerhin mit einer Wandkonsole daran hindern kann uns unnötig aufzuhalten, auch wenn einer der zwei Männer direkt Meldung macht und Unterstützung anfordert. Die nächste Begegnung mit Sicherheitsleuten löst Lucy damit, dass sie diese einfach im Nahkampf ausschaltet.

    Im Anschluss gelangen wir, über einen Fahrstuhl, in einen riesigen Raum, in dem Labyrinth-artig viele kleinere gläserne Raumkomplexe verteilt sind, in denen wir Arbeitszimmer und auch viele weitere Animusse sehen… äh, oder Animi? Beim Umgehen der Wachen wurmt auch Desmond die Frage der Mehrzahl von "Animus" und warum Abstergo so viele davon braucht, was aber seitens Lucy unbeantwortet bleibt. Lucy muss Desmond beim Durchqueren des Raumes immer wieder darum bitten, dass er mal ruhig ist, weil sie sich ungerne mit dem Wachpersonal aufhalten möchte. Letztlich gelangen wir aber ohne Konfrontationen durch den Raum und zu einer Türsteuerung, die einen Code benötigt, den Lucy leider auch nicht mit ihrer Angestelltenkarte umgehen kann. Desmond kommt aber die rettende Idee, sein Adlerauge zu nutzen, um zu sehen welche Tasten in der Vergangenheit gedrückt wurden. Nach dem dritten Versuch, öffnet sich uns die Tür und wir fahren erneut Fahrstuhl.

    Desmond nutzt die Zeit, um bei Lucy nachzufragen was das im Animus war, mit Subjekt 16 und dem Baby namens Ezio. Lucy erzählt, dass sie sich geirrt hatten, Vidic und die Templer nur ein Teil des Problems seien, sie uns aber alles erklärt, wenn wir da sind. Wo oder was "da" konkret heißt, sagt sie uns aber auch nicht. Der Fahrstuhl bringt uns zu einer Tiefgarage, in der schon einige Wachleute auf uns warten, die wir als Antwort zu Klump hauen müssen, um final fliehen zu können. Lucy führt uns daraufhin zu ihrem Auto und befiehlt uns in dessen Kofferraum zu steigen. Wenig begeistert kommen wir ihrer Bitte nach…

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    - ○ Assassinen-Stützpunkt ○ -

    Nachdem wir im Kofferraum durchgeschüttelt wurden, was Desmond sich natürlich auch nicht nehmen lässt schnippisch anzumerken, finden wir uns in einer Art Lagerhaus wieder und Lucy erklärt uns endlich, was Sache ist.
    Wie wir schon wissen, versuchen die Templer, mit der Karte aus Altaīrs Erinnerungen, einen neuen Edenapfel zu finden und dass die wenigen noch verbliebenen Assassinen ihr bestes Tun, um Abstergo dabei im Weg zu stehen. Trotz der Anstrengungen verlieren von Tag zu Tag mehr Assassinen ihre Leben und es scheint als wären wir kurz davor den Krieg zu verlieren.
    Und jetzt kommt der Grund für unsere Rettung: Lucy möchte, dass wir einer von ihnen werden und uns ausbilden. Doch statt uns herkömmlich zu trainieren, will sie sich den Sickereffekt zu nutzen machen. Mit diesem würden wir alles lernen, was unser Vorfahre lernt und die Ausbildungszeit würde so von mehreren Jahren auf wenige Tage schrumpfen. Deswegen wurden wir gerettet und deswegen hat Lucy Desmond's Vorfahren Ezio gefunden. Das scheint zwar noch nicht das ganze Bild zu sein, aber genug, dass sich Desmond bereit erklärt bei dem Plan mitzumachen.
    "Okay, bin dabei. Was soll ich tun?"
    "Ehrlich? Im Ernst?"
    , für Lucy scheint unsere Reaktion unerwartet zu kommen.
    "Ich dachte du würdest dich drüber freuen."
    "Tschuldigung, ich bin etwas überrascht. Ich habe die ganze Fahrt darüber nachgedacht, wie ich dich überzeugen könnte mitzumachen…"
    "Schon gut. Nachdem was diese Schweine mir angetan haben, bin ich Willens, in der Lage und bereit."

    Lucy umarmt Desmond daraufhin dankend und führt uns den Gang hinunter in einen offenen Raum, in dem neben viel Technik auch eine Art bequemerer Animus herumsteht, an dessen Seite wir eine schwarzhaarige Frau an einem Laptop arbeiten sehen. Als sie uns den Raum betreten sieht, lässt sie sofort das Laptop links liegen und grüßt Lucy höchst freudig.
    "Lucy! Du hast es geschafft! Gott! Ist das lange her! Sieben Jahre, ist das zu glauben?"
    Doch die Dame vom Laptop ist nicht die Einzige, die uns schon erwartet hat. Ein blonder Mann mit Brille gesellt sich zu uns.
    "Allerdings. Willkommen zurück." Er wendet sich Desmond zu. "Ah. Das muss unser berüchtigtes Subjekt 17 sein… Desmond Miles, richtig?"
    "Wer sind sie?"
    , entgegnet Desmond ein wenig irritiert.
    "Entschuldigung, wo sind meine Manieren? Ich bin Shaun Hastings - das ist Rebecca Crane.", Shaun weist auf Rebecca, die uns daraufhin ihre Hand reicht und uns freundlich ein "Schön dich kennenzulernen." entgegenbringt.
    "Ja, nun... war ein tolles Gespräch.", unterbricht Shawn jede Möglichkeit ein Begrüßungsgespräch zu führen. "Aber wenn du erlaubst, fangen wir am besten gleich an. Jede Minute zählt... zurzeit sogar doppelt." Und wir sind uns nicht sicher, aber kann es sein, dass uns Shawn nicht sonderlich mag?
    Rebecca erzählt daraufhin, dass alles bereit steht und wir direkt loslegen können. Lucy überreicht Rebecca noch die Diskette, die sie zuvor vom Animus bei Abstergo mitgenommen hat, was Rebecca sehr freut, da der - wie sie ihn nennt - Gedächtniskern scheinbar unser Vorhaben arg beschleunigt. Daraufhin machen sich alle an ihre Arbeit und wir können nochmal einzeln mit den Personen reden.

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    Lucy erklärt uns, weshalb wir die Symbole bei Abstergo sehen konnten und wir durch diese ersten Auswirkungen des Sickereffekts nun empfänglicher für diesen sind und der Plan somit alleine nur deshalb so umgesetzt werden kann, wie erhofft. Auf Desmonds skeptische Reaktion tatsächlich ein Assassine werden zu können, entgegnet Lucy nur, dass er schon einer ist und nur noch besser werden würde. Vom Schreibtisch nebenan ertönt Shawns Stimme: "Ja und zwar viel besser hoffe ich. Ich meine - ehrlich - ich habe die Bänder gesehen. Du hast nicht mal versucht, zu entkommen." Er meint damit wohl unsere Aktivitäten bei Abstergo, wo wir ja letztlich nur die eMails lesen konnten.

    In Shawns Ecke sehen wir viele Bücher und eine Pinnwand mit allerlei Symbolen und Karten drauf. Wir fragen, was das ganze Zeug sei und Shawn antwortet leicht gereizt, dass dieses "Zeug" essentiell für die ganze Operation ist, diese quasi zusammenhält und er daher offensichtlich keine Zeit für Smaltalk hat. Rebecca erklärt uns eine ganze Ecke entspannter, dass Shawn quasi ihr Beifahrer ist, wenn wir im Animus auf wichtige Personen oder Orte stoßen und dann unsere Datenbank mit weiteren Informationen füttert. Shawn ergänzt daraufhin, dass das aber nicht seine einzige Aufgabe sei. "Ja, aber nicht nur Datenbanken. Ich leiste taktische Hilfe für die anderen Assassinen. Du weißt schon, Desmond. Für die da draußen, die richtig arbeiten. Ihr Leben riskieren und so Kleinigkeiten." Jap, er mag uns wirklich nicht.

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    Als wir bei Rebecca nachfragen was sie so macht, erklärt sie uns, dass sie die Technikerin ist und "das Baby" am Laufen hält, womit sie den Animus meint. Sie betont daraufhin, dass es sich nicht nur um einen Animus handelt, sondern um einen Animus 2.0, welcher allen Maschinen bei Abstergo den Rang abläuft. "Die Templer haben vielleicht mehr Kohle als wir, aber keinerlei Ehrgeiz. Keinen Kampfgeist! Keine Leidenschaft! Deshalb, trotz all ihrer Ressourcen: Alles was die können, kann ich besser. Und schneller."
    Sie lädt uns ein, Platz zu nehmen und anzufangen. Wir legen uns also auf den bequem aussehenden Liegestuhl-artigen Animus, Rebecca legt uns eine Art Katheter, der uns mit der Maschine verbindet und unsere Sicht verschwimmt…

    - ♦ Florenz, 1476 ♦ -

    Ich hatte es schon Anfangs angeschnitten, aber das Design der "Animus-Software" hat sich stark verändert. Das eisige Blau von Abstergo wurde durch Weiß und helle Graustufen ersetzt, die in den Ladebildschirmen eine Art abstrakten Raum formen.
    Und in diesem Raum bauen sich nun nach und nach die Gebäude von Florenz auf. …und lecko mio, sieht das geil aus, wie man der Software dabei zuschauen kann, wie sie die Städte konstruiert, wenn man diese zum ersten Mal besucht.


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    Wir starten wohl zu einem interessanten Zeitpunkt ins Spiel. Wir sehen wie sich einige Leute an einem Ende einer bebauten steinernen Brücke versammeln, und nach ein paar Kamera-Dashes tritt er ins Bild… Ezio Auditore da Firenze. Der jungerwachsene Schönling, mit mittellangen, hinter dem Kopf zusammengebundenen, dunklen Haaren, tritt vor die versammelte Gruppe und hält, nach dem Ausruf "Insieme per la vittoria!", was so viel heißt wie "gemeinsam für den Sieg", eine Ansprache zu seinen ihm zujubelnden Freunden.
    "Wisst ihr, was uns heute hier her führt? ...Ehre! Vieri de' Pazzi schändet meinen Familiennamen und zerrt uns zu sich in den Schmutz. Wenn wir…"
    "Schluss mit dem Unsinn, Idiot!" schallt es vom anderen Ende der Brücke, wo sich ebenso eine Gruppe an Männern versammelt.
    "Buona sera, Vieri! Gerade sprachen wir noch von dir. Dich habe ich nicht hier erwartet. Ich dachte, die Pazzi überlassen anderen die Drecksarbeit?"
    "Deine Familie ruft doch die Wachen, wenn es Ärger gibt. Du Feigling! Angst, die Dinge selbst zu regeln?"

    "Deine Schwester schien recht zufrieden mit meiner Art, die Dinge zu regeln." Gelächter ertönt in Ezios Reihen.
    "Tötet ihn!", bläst Vieri, erbost über diese Bemerkung, zum Angriff und wirft einen Stein in Ezio's Richtung und trifft den jungen Auditore tatsächlich im Gesicht, was eine hässliche Platzwunde an dessen Lippe nach sich zieht. Die beiden Gruppen stoßen aufeinander und unsere Aufgabe ist es nun den Männern von Vieri zu zeigen, was eine Harke ist.

    Und diese Sequenz dient auch gleich als Kampftutorial. Super viel zum Vorgänger hat sich dabei nicht verändert. Wir können immernoch normal zuschlagen, blocken und der Konterkill ist diesmal direkt zu Anfang verfügbar, was quasi unsere stärkste Waffe ist. Neu ist, dass Gegner nun Lebensbalken über ihren Köpfen haben und wir diese greifen können und noch im Griff vermöbeln. Letzteres ist unerwartet ineffektiv, weshalb ich es - wie im Vorgänger - beim Verprügeln und Kontern belasse.

    Nach der ersten Gegnerwelle, taucht unser Bruder aus dem Nichts auf.
    "Federico, was tust du hier?"
    "Ich will sehen, ob mein kleiner Bruder endlich kämpfen kann."

    Ezio gibt einem seiner Kontrahenten eine Kopfnuss und antwortet mit schelmischen Grinsen: "Ah… Und?"
    "Du hast Stil, aber die Ausdauer ist, was zählt."
    Federico lädt uns zu einem Wettstreit ein, wer von uns die meisten Gegner erledigen kann.
    Wir prügeln uns also erneut mit einigen Männern, bis Vieri und seine Leute letztlich den Rückzug antreten.

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    Ezio möchte am liebsten direkt hinterher, doch Federico stellt ich uns in den Weg und bittet uns darum, dass wir mit unserer Verletzung an der Lippe schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen sollen.

    "Das ist nicht nötig. Außerdem habe ich keinen Geld für deinen Doktor."
    "Alles an Wein und Weiber vergeudet, hm?"
    "Vergeudet? Wohl kaum. Leih mir ein paar Florin… Oder hast du das Selbe getan?"
    Die beiden Brüder fangen herzhaft an zu lachen, bis sich Federico fängt und uns darauf hinweist, dass wir ja die Taschen der Ohnmächtigen durchsuchen könnten, um an ein wenig Geld zu kommen. Ebenfalls eine neue Mechanik.
    Die 200 Florin zusammengeklaut, sprechen wir wieder mit unserem Bruder, der uns daraufhin zu einem Doktor führt. Und in feinster Assassin's Creed-Manier nehmen wir natürlich den Weg über die Dächer der Stadt.

    Und wie viel besser es sich anfühlt, im Gegensatz zum ersten Teil. Ezio ist locker 50% schneller als Altaīr und stoppt nicht nach jedem Hopser. Dafür habe ich das Gefühl, dass die Klettermechanik selbst ein wenig empfindlicher ist, als noch im ersten Teil. Alles in allem aber eine klare Verbesserung zu AC1.

    Der Doktor hat eine Schnabelmaske auf und wundert sich nicht sonderlich über unseren Besuch.

    "Ihr seid ganz schön zugerichtet, junger Mann." merkt der Arzt an, während er Ezios Wunde in Betracht nimmt.
    "Es ist nichts, ehrlich."
    "Ihr müsst ihm helfen! Das hübsche Gesicht ist alles, was er hat!" -
    Geschwisterliebe sage ich nur! ... was Ezio mit einem "Fottit!" beantwortet. ...und was ich vermutlich nicht extra übersetzen muss. ;D

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    Der Arzt kümmert sich um Ezios Wunde, die echt schnell verheilt ist (Videospiel-Magie!). Wir verlassen daraufhin mit unserem Bruder den kleinen Stand des Arztes und gehen ein paar Schritte zusammen.
    "Herrliche Nacht!" merkt Federico an.

    "Allerdings. Ich wünschte, sie wären alle so schön… Oh, warte! Sie sind's!"
    Man merkt die Synergie der beiden, auch wenn Ezio ganz offensichtlich der Unbeschwertere von beiden ist.
    "Wir sollten nach Hause, Ezio. Vater wird sich schon wundern, wo wir wohl bleiben."
    "Ja, ich bekäme lieber keine Standpauke."
    "Ein kleines Rennen, hm?"
    "Wohin?"

    "Hm… Zum Dach dieser Kirche." Federico zeigt auf eine nahe Kirche, über deren Dach langsam die Nacht hereinbricht.
    Wir stimmen natürlich zu - ist auch nicht so, als würde das Spiel uns die Wahl lassen. …und wir beide machen uns auf den Weg zur Kirche. Unser Bruder nimmt dabei einen Umweg, über die umliegenden Häuser, während wir natürlich geradewegs auf die Kirchenwand zusteuern, an der wir viel schneller auf das Dach klettern können, als unser Bruder und entscheiden das Rennen für uns. Nachdem er zu uns aufgeschlossen hat, klettert Federico weiter hinauf zum Glockenturm der Kirche und weist uns an, ihm zu folgen.
    Wir klettern ihm hinterher. Oben erwartet uns Federico schon und reicht uns seine helfende Hand, die wir ergreifen und uns von ihm hochziehen lassen.
    Mit Blick in das Gesicht seines Bruders, sagt Federico: "Wir leben ein gutes Leben, Bruder."

    "Ah… das Beste. Möge es sich nie ändern."
    "Und möge es uns nie ändern." und zusammen wenden wir uns der Kulisse der Stadt zu, lassen unseren Blick über die Dächer der Stadt gleiten und genießen den Ausblick auf das abendliche Florenz, während die bis heute identitätsstiftende Melodie von "Ezio's Family" ertönt. Die Kamera fährt ein wenig hinaus und zum daraus resultierenden Blick auf die florentinische Kathedrale, präsentiert sich uns das Logo von Assassin's Creed 2…

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    Aaah... und ich fühle mich direkt wieder wie zuhause.

    - ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ -

    Außerdem möchte ich bewusst mehr wörtliche Rede in meine Texte einbauen und hoffe, dass die Geschehnisse dadurch etwas lebendiger werden. Bei eher seltenen Gesprächen mehrerer Personen bin ich noch am überlegen, wie ich das am besten löse, um diese einfacher nachvollziehbar zu machen.
    Feedback wäre also sehr willkommen, ob ihr gut nachvollziehen könnt, wer gerade etwas sagt.

    Über den Autor

    CallMeTeci
    Wurde '99 released, ist unterschiedlichst interessiert und seit dem zehnten Lebensjahr äußerst aktiv am Daddeln. Zynisch veranlagt, versucht rational an Dinge heran zu gehen und manchmal ein möchtegern eloquenter Klugscheißer... zumindest wurde mir das mal an den Kopf geworfen. ;D
    Kalnasir gefällt das.

Kommentare

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