Eintauchen in die Welt der Fabeltiere und Märchen - Folklore

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    Japaner haben ein Faible für die europäische Kultur und Geschichte. Gerne greift man dort Mythen und Fabeln auf und macht aus diesen Spielen. In Folklore müssen irische Fabelwesen herhalten - auch wenn man das Design dieser eher auf fernöstliche Sichtweise getrimmt hat. Ellen, eine der Hauptcharaktere des Spiels, erhält einen Brief von ihrer tot geglaubten Mutter. Schnell ist man auf einem etwas größeren Kutter und in einem mörderischen Unwetter. Alles passt einfach zum idyllischen Irland. Ellen will aber nicht das Unwetter abwarten und springt einfach ins Meer. Aber nicht nur Ellen hat sich auf dem Weg nach Doolin gemacht. Keats, ein Reporter der sich auf übersinnliche Geschichten spezialisiert hat, hat sich, nach einem Das Design ist "besonders" mysteriösen Anruf, ebenfalls nach Irland bemüht. Kaum ist man auf der Insel angekommen und das Wetter schön, findet man zwar nicht die Mutter, aber eine scheinbar alte Frau, die gerade in dem Moment von der Klippe fällt, als man sie was fragen will. Das Abenteuer kann beginnen. Um die Geschichte des Dorfes zu lüften, werden die beiden Hauptdarsteller abwechselnd gespielt und beide verfolgen anfangs ihre eigene Story.

    Der Entwickler Game Republic, die nach Genji mit Folklore ihre zweites PlayStation 3 Spiel fertiggestellt haben, bedienen sich beim neusten Streich aus vielen Genres. Spielerisch ist man nah an einem Button Masher, man will aber eher ein Adventure mit kleinen Rollenspiel Elementen und Echtzeit Kampf verkörpern. Die Angriffe der beiden Helden werden durch die Seelen von sogenannten Folks ausgeführt. Zu Beginn kann man nur schlagen und blocken, kann aber von vernichteten Folks die Seele aufsaugen und dann deren Attacke bzw. Verteidigung nutzen. Die Angriffe befinden sich auf den vier Buttons und diese kann man jederzeit neu belegen. Letzteres ist auch wichtig, denn die Gegner reagieren auf Attacken unterschiedlich. Während man bei einer Attacke kaum oder gar keinen Schaden erzeugen kann, erledigt man die Folks mit der richtigen Attacke deutlich schneller. Die Gegner, also die Folks, lungern dabei in fünf verschiedenen Reichen herum. In diesen Unterwelten findet man zwar auch die netten Fairys und die Seelen der Verstorbenen, aber hauptsächlich die angriffslustigen Folks. Derer gibt es im Reich von Doolin viele. Gleich über 100 verschiedene Folks wollen vernichtet und deren Eigenschaften übernommen werden. Letzteres nutzt den SixAxis Controller hervorragend aus. Simple Folks reißt man mit einem richtigen Ruck am Controller die Seelen aus dem Leib, komplexer wollen ihre Seele nur mit einem „Rhythmischen“ Ziehen ihre Fähigkeiten abgeben. Die verschiedenen Endgegner wollen sich nur bezwingen lassen, wenn man ihre Schwachstelle kennt. Diese ist illustriert in einem Buch dargestellt und ist daher sehr eindeutig. Der Über 100 Gegner gibt es zu bewundern Adventure-Teil des Spiels ist sehr simpel. Zumeist dreht es sich um Gespräche mit Dorfbewohnern und das besorgen von Gegenständen. Auch die verschiedenen Dungeons sind sehr linear dargestellt. Die wenigen Abzweigungen sollten den Spieler nicht in die Irre führen. Hat man viele Folks um die Ecke gebracht, dann füllt sich eine Anzeige, die man, wenn sie voll ist, für eine kurze „Power-Phase“ nutzen kann. In dieser Phase sind nicht nur die Schläge härter, sondern es gibt auch ein klitzekleines grafisches Feuerwerk.

    Technisch gesehen ist Foklore grundsolide. Es gibt keinen Moment, wo einem der Mund offen stehen bleibt, aber auch keinerlei Momente, wo Grafik oder Musik missfallen. Nur das Grafik-Design ist für Europäer vielleicht zu abgedreht. Nur wer was mit dem japanischen Design anfangen kann, wird sich in Folklore wohlfühlen. Die fast immer frei drehbare Kamera ist ganz okay, aber trotzdem kann man im Kampfgetümmel schnell die Übersicht verlieren. Beim ersten PlayStation 3 Spiel von Game Republic war das Problem aber gravierender. Die Story wird teils mit Comics und teils mit Videos vorangebracht. Eine schöne Idee, aber warum werden die Sequenzen unterschiedlich abgebrochen/beschleunigt? Die Musik und die Sounds passen zum Setting und sind ordentlich. Wer nach dem Durchspielen noch nicht genug bekommen hat, der kann mit einem Level-Editor Schlachtfelder erstellen und diese auch online tauschen.

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