Feuerwehr 3D

Von Husky666 · 11. Dezember 2018 ·
Feuerwehr 3D soll ein actiongeladener feuriger Shooter sein, dass einzige was beim Spielen aber feurig wird ist die Herzfrequenz des Spielers...
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    Releasedatum: 2001
    Developer: twinbits entertainment
    Publisher: AriData
    Hardware: Pentium 2, 450 MHz, 64 MB RAM, 32 MB Grafikkarte

    Es gab früher zwei Arten von Kindern, die einen wollten Feuerwehrmann werden, die anderen nicht. Da nicht jeder Feuerwehrmann werden kann, blieb für einige Kinder bzw. später Erwachsene nur diverses an Spielen um den Wunsch doch noch zu erfüllen. Die Emergency Serie ist wohl die bekannteste. Fire Department gab es noch. Allerdings waren dies Strategiespiele. Andere Genres wurden nicht bedient. Dem springt Ari Data in die Bresche.

    Feuerwehr 3D klingt zunächst ganz interessant. Als Feuerwehrmann „Steve“ soll man sein Revier vor Brandstiftern verteidigen die an allen ecken und enden Brände legen. Mit der passenden Ausrüstung. Atemschutz, Strahlrohr geht es gegen die bösen Brandstifter.

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    Schon im Installationsprogramm wurd geschlammt, dort steht der vorgegebene Name vom Generator.

    Tja kennt ihr die Aufdrucke und Aufschriften auf Fertigmahlzeiten? Sieht lecker aus, ist aber in Wirklichkeit eine ungenießbare und undefinierbare Pampe. Stellt euch das vor, und jetzt zündet ihr diese Pampe an, zertretet diese mit Stiefeln Größe 43. So sieht Feuerwehr 3D dann aus.

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    Das ist Steve, warum der Pressluftflasche aber keine Atemschutzmaske trägt weiss ich aber auch nicht.

    „Erschaffen“ wurde das Spiel mit 3D Game Creator, welches es heute noch gibt, in einer Version von 1998. Entsprechend sieht das ganze aus. Wabernde niedrig aufgelöste Texturen. Kollisionsabfrage die den Namen nicht verdient. Der Spieler kann munter durch Gegendstände laufen. Merkt man bereits wenn man sich die Atemschutzflasche schnappen will, plötzlich steht man im Schrank statt davor. Auch Türen gehen durch den „Steve“ einfach hindurch. Dafür bleibt man dann an unsichtbaren Ecken und gar ganzen Gegenständen hängen Auch eine Third Person Ansicht existiert. Allerdings läuft „Steve“ als hätte er ein Strahlrohr im Hintern so das man schnell wieder zurück zur Ego Ansicht wechselt um nicht an einem Lachkrampf zu ersticken.

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    Willkommen im Jahr 1994... öhm..

    Problematisch ist die Steuerung. Wer schon einmal betrunken von einem Feuerwehrfest kam weiß in etwa wie es sich anfühlt Steve durch das Level zu steuern. Also so mit 4,5 Promille. Die Maussteuerung ist indiskutabel, man könnte auch mit Wackelpudding steuern, selbst dies wäre genauer. Die Tastatursteuerung funktioniert relativ gut. Naja relativ ist gut. Betritt man nämlich das eigentliche Level ist das erst einmal als würde man in einem Flashover der schlechten Grafik stehen. Nicht nur das die Texturen eine extrem niedrige Auflösung haben. Es passt überhaupt nichts zusammen. Dort mal eine Mauer, dann eine Art Metallwand dann wieder eine Mauer. Zudem es nur einige wenige Texturen gibt die sich immer wieder wiederholen. Auch Gegenstände wie Mülltonnen, Kisten etc. sehen aus als hätte es die 6A der Hauptschule Buxtehude im Kunst Unterricht gepixelt. Es gibt eine Textur mit einem Graffiti. „Steve we will get y…“ was dann in einer Wand verschwindet. Solche ecken gibt es überall im Spiel. Insgesamt erinnert das ganze ziemlich an den Levelaufbau von Wolfstein 3D. Welches technisch bedingt nur rechte Winkel kann, mehr kann die Fassung der Engine welche für Feuewehr 3D benutzt wurde auch nicht. Das Spiel erschien aber 10 Jahre nach Wolfenstein 3D.

    Gegner? Ja gibt es auch. Diese rennen genau wie Steve herum als hätten diese einen Löschschlauch verschluckt. Wie bekämpft man nun Feuer und Gegner? Na natürlich mit dem W-Löschschlauch. W? Ja Wireless. Der Schlauch ist unendlich lang, nur hat sehr wenig Wasservorrat. Gerade mal 15 „Schüsse“ sind darin. Wenn die Verbraucht sind steht man unbewaffnet da. Dafür gibt es an einigen Stellen Nachfüllkanister.

    Die Gegner hingegen? Nun diese greifen mit Tritten und Schlägen an, was in etwa wie ein Discofox versuch bei 3,0 Promille aussieht. Nachdem der erste Lachkrampf verschwunden ist, schießt man einmal mit dem Wasser drauf und der Gegner zuckelt zu Boden. Ein gewissen Comedyfaktor mag man ja sehen aber ein gutes Spiel?

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    Beim Breakdance vor einen Hydranten geknallt?

    Was das Ziel von „Feuerwehr 3D“ ist? Gute Frage. Für jeden gelöschten Brand gibt es Punkte. Dafür muss man irgendwie auf das brennende Objekt zielen und mit Glück geht das Feuer aus und es gibt Punkte. Gegner töten geht übrigens nicht, die stehen wenige Sekunden nach dem Wasserschaden wieder auf und veranstalten wieder ihren Breakdance. Mehr Strahlrohre? Gibts nicht. Mehr Level? Gibt es nicht. Irgendwelchen Sinn? Gibt nichts.

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    Trainingslevel? Eher in die Technikhölle

    Fazit:

    Am besten lässt sich das Spiel mit dem Verhalten eines „NPCs“ im Spiel zusammenfassen. Dem Feuerwehrfahrzeug was einfach nur im Kreis fährt und nichts macht. Ruckelnde, zuckende Grafiken, Animationen die jeden Schlauch zum Platzen bringen. Die Steuerung fühlt sich an wie ein Tanklöschfahrzeug auf Glatteis. Das einzige positive an dem Spiel ist die Deinstallationsroutine.

    Alternativen zu Feuerwehr 3D:
    Zur Freiwilligen Feuerwehr gehen
    Real Heroes Firefighter (Für Wii oder PC)
    Das eigene Haus anzünden und der Feuerwehr beim Löschen zusehen

    Trivia Ari Data.

    Ari Data war vor allem bekannt für Qualitativ Minderwertige Produkte wie „We are Angels“, einem Spiel zu einer eher unbekannten Bud Spencer Serie. „Area D“ ein interaktiver Film mit Dinosauriern oder auch. Das bekannteste ist noch Blood and Lace. Ausserdem vertrieb Ari Data inoffizielle MissionsCDs, Add-ons und Sharewaresammlungen. Im Juni 2000 musste Ari Data Insolvenz anmelden und wurde aufgelöst. Zum Hersteller „TwinBits“ ist leider nichts überliefert.

    Was das Ziel von „Feuerwehr 3D“ ist? Gute Frage. Für jeden gelöschten Brand gibt es Punkte. Dafür muss man irgendwie auf das brennende Objekt zielen und mit Glück geht das Feuer aus und es gibt Punkte. Gegner töten geht übrigens nicht, die stehen wenige Sekunden nach dem Wasserschaden wieder auf und veranstalten wieder ihren Breakdance. Mehr Strahlrohre? Gibts nicht. Mehr Level? Gibt es nicht. Irgendwelchen Sinn? Gibt nichts.

    Über den Autor

    Husky666
    Spielt seit 1985, erst auf dem Atari 2600, kurzzeitig auf einem VC-20, dann 3 Jahre auf einem C64. Dann auf einem Commodore PC-III XT, mit einer Vorliebe für schrecklich schlechte Spiele. Wobei mir in den letzten 30 Jahren einige durchaus richtig miese Spiele untergekommen. Einige davon mag ich in sehr loser Reihenfolge vorstellen.
    der.Otti gefällt das.

Kommentare

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