Hoher Schwierigkeitsgrad, nichts für Beginner - The Dracula X Chronicles

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    Im Jahre 1792, als Vampire noch ihr Unwesen auf der Erde getrieben haben, muss Richter Belmond, seines Zeichens Vollblut-Vampirjäger, Verächter der Blutsauger und der Held des Spiels, mit ansehen, wie seine geliebte Annette von Vampiren entführt wird. Natürlich fackelt Belmond nicht lange, sondern macht sich ohne zu zögern auf, um seine Freundin zu retten. Markenzeichen von Belmond ist, wie von Indiana Jones auch, seine Peitsche, mit der er alle Feinde aus dem Weg räumt. Nur damit bewaffnet macht er sich auf die Suche nach Draculas Schloss, wo der Herrscher über alle Vampire auf Belmond wartet, um ihn endlich aus dem Weg räumen zu können.

    [​IMG]Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu unterschätzen

    Eure Reise führt euch durch mehr als zehn Spielabschnitte, dessen Gameplay im damals üblichen Sinne abläuft. D.h. ihr lauft von links nach rechts und räumt gnadenlos jeden Gegner aus dem Weg. Klassisch bezieht sich jedoch nicht nur auf den Spielaufbau, sondern gleichermaßen auf den Spielablauf und den Schwierigkeitsgrad. In der Praxis sieht es so aus, dass ihr euch unzähligen Gegner stellen müsst und alles sehr linear abläuft. Castlevania-typisch erreicht ihr innerhalb eines Levels neue Spielabschnitte, indem ihr eine Tür passiert. Ein zurück ist dann nicht mehr möglich. Wände, Kerzen und andere Gegenstände, die ihr mit der Peitsche zerschlagen könnt, fördern neue Waffen, wie Kruzifixe, Wurfmesser, Äxte etc. zu Tage, aber auch neue Energie und Herzen. Die Sekundärwaffen, von denen ihr maximal eine bei euch tragen könnt, sind insbesondere bei Endgegnern eine große Hilfe. Dessen Einsatz ist jedoch nicht unbegrenzt möglich, sondern ist abhängig von der Anzahl der eingesammelten Herzen. Die Gegner sind zahlreich und unterschiedlich und so stellen sich euch u.a. Skelette, Fledermäuse, Zombies, fliegende Augen, Raaben und alles was Rang und Namen in der Vampirszene hat in den Weg. In jedem Level machen euch Zwischen- und Endgegner das Leben unnötig schwer. Während die Zwischengegner meist relativ simpel zu knacken sind, stellen die Endgegner eine ziemlich harte Nuss dar. Nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass hier mehrere Angriffsmuster an den Tag gelegt werden und ihr euch innerhalb kürzester Zeit eine neue Strategie zurechtlegen müsst. Der Schwierigkeitsgrad ist nichts für Turnbeutelvergesser und Weicheier und wird nicht zuletzt wegen der knapp bemessenen Energie und der rar gesäten Energieauffrischungen in die Höhe getrieben. Aber so war das damals nun mal und niemand wäre auf die Idee gekommen zu jammern.

    Die Renderfilme sind toll - leider zu selten

    In sämtlichen Spielabschnitten gibt es zudem jede Menge zu entdecken. Denn typisch für Castlevania ist, dass sich an meist unscheinbaren Stellen Extras oder alternative Levelpassagen befinden. So werdet ihr z.B. im zweiten Level von einem Minotaurus gejagt und müsst u.a. über zahlreiche Löcher im Boden springen. Doch eins davon führt euch nicht in den Tod, sondern in die Kanalisation und lässt euch einen sonst verborgenen Level spielen. Auch der darauffolgende Level ist dann gänzlich anders. Darüber hinaus könnt ihr bei Castlevania – The Dracula X Chronicles u.a. Musik-CDs einsammeln, um euch anschließend im Hauptmenü die Spielmusik anhören zu können. Anschließend ist auch das Erstellen eigener Soundtracks möglich. Wenn ihr mit anderen Charakteren spielen wollt, müsst ihr diese zuvor retten. Dadurch erhöht sich der Wiederspielwert, da z.B. Maria über andere Fertigkeiten verfügt als Belmond. Das genaue Suchen nach Geheimnissen solltet ihr stets im Hinterkopf behalten, da ihr nur dadurch zwei weitere Spiele freischalten könnt. Das sind zum einen die original PC-Engine Version von Blood of Rondo sowie Castlevania: Symphony of the Night.

    Technisch präsentiert sich Castlevania – The Dracula X Chronicles absolut makellos. Die Animationen und das Scrolling sind butterweich. Alles im Spiel wurde für die Neuauflage texturiert. Zwar könnte der Detailgrad bei den Charakteren höher sein, aber trotz allem ist das Spiel hübsch anzusehen. Jeder Endgegner wird mit einer kurzen Zwischensequenz, in der die Spielegrafik verwendet wird, angekündigt und ab und an werden sogar gut gemachte Rendersequenzen eingestreut. Der Sound erlebt ebenfalls einen neuen Frühling. Dieser entspricht zwar melodietechnisch dem Original, aber für die Neuabmischung wurden neue Instrumente verwendet, so dass sich der Soundtrack nun absolut erstklassig anhört.

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