Laßt uns mal wieder „Turrican II“ spielen!

Von Software-Pirat · 15. Januar 2020 · ·
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  1. Wer Ende der 80iger bzw. Anfang der 90iger Jahre hochklassige Action auf dem Heimcomputer erleben wollte, kam damals nicht um einen Amiga und die Spiele von Factor 5 herum. 1987 gegründet, versorgen die Spielefirma um den Chef Julian Eggebrecht, Amiga-Besitzer mit hochklassigen Action-Titeln, wie Katakis und der Amiga-Version von R-Type. Ihr Meisterwerk brachten sie aber 1990 mit dem Action-Kracher Turrican heraus, der zuerst auf dem C-64 entwickelt wurde und dann für Amiga, Atari ST, Amstad CPC und ZX Spectrum umgesetzt. Chefentwickler Manfred Trenz erschuf damals ein technisch beeindruckendes actiongeladenes Jump’n’Run, im Stile ähnlich wie Konamis Probotector (bzw. Contra, wie die Serie außerhalb Europas hieß) bzw. Nintendos Metroid. Turrican überzeugte nicht nur mit beeindruckender Grafik, es lief auch technisch extrem sauber und überzeugte vor allem spielerisch. Hinzu kam der exzellente Soundtrack von Soundmagier Chris Hülsbeck.

    1991 erschien dann der zweite Teil der Reihe, Turrican II mit den Untertitel The Final Fight. Turrican II legte in allen Punkten nochmals zu. Selten zuvor wurde der Motorola 68000 Prozessor und die Spezialchips Paula (Sound) und Denise (Grafik) des Amiga 500 so gefordert, ohne daß der Spieler etwas davon merkte. Turrican II lief butterweich, ohne Ruckeln und Flackern. Technisch gesehen soll die C64-Version sogar noch beeindruckender sein.

    Turrican II (1991)(Rainbow Arts)[cr Defjam](Disk 1 of 2)[t +32 Subway]_001.png
    Leider auf den Screenshot nicht zu hören: Die tolle Titelmelodie von Soundmagier Chris Hülsbeck. Auf Youtube danach suchen lohnt sich übrigens!

    Im Gegensatz zum Untertitel, war der zweite Teil aber nicht der letzte. 1993 erschien noch Turrican 3 auf dem Amiga, später folgte eine Umsetzung auf das Mega Drive und Super Turrican auf dem Super Nintendo. Besitzer eines PCs mußten sich aber bis 1996 gedulden, erst dann erschien eine Umsetzung für MS-DOS von Turrican II. Tatsächlich habe ich mir die PC-Version sogar mal für ein paar Mark um das Jahr 2000 gekauft, aber leider nie richtig gespielt. Bekannt war mir damals Turrican II natürlich vom Amiga, wo ich es auch mehrmals durchgespielt habe. Deswegen habe ich mich für diesen Text natürlich für die Amiga-Version entschieden. Also, den Amiga-Emulator WinUAE angeworfen (sollte man immer auf der Festplatte haben, finde ich…), einen Amiga 500 erstellt und das 3.5-Zoll-Disketten-File ins emulierte Floppy-Laufwerk eingelegt. Und nach wenigen Sekunden ertönten auch schon die ersten Klänge der sensationellen Titelmelodie und das Titelbild erschien. Wahnsinn! Was für eine Gänsehaut!

    Die Frage, ob Turrican II heute noch Spaß macht, die stellt sich dann auch gar nicht. Natürlich! Das Teil rockt auch nach fast dreißig Jahren noch, fast genauso, wie damals 1991. Zugegeben, ein wenig Nostalgie mag da auch noch dabei sein und ich bin mir auch ziemlich sicher, daß der ein oder andere Jugendliche jetzt mit den Achseln zuckt und sich wieder Fortnite zuwendet. Eigentlich schade, die würden ein Meisterwerk der Action-Spiele-Geschichte verpassen. Natürlich ist die Grafik längst nicht mehr so eindrucksvoll wie damals, aber sie sieht heute immer noch gut aus. Eigentlich sollte man wirklich mal die Pausetaste drücken und nachzählen, ob wirklich nur 32 Farben auf dem Bildschirm zu sehen sind. Und spielerisch überzeugt der Mix aus Jump’n’Run und Action auch heute noch. Das Spielprinzip von (guten) Jump’n‘Runs scheint wohl unverwüstlich und zeitlos zu sein. Zudem ist die Steuerung relativ simpel und leicht zu lernen. Unser Held Bren McGuire (den Namen erfährt man im Intro) läuft Joystick oder Joypad, der Feuerknopf ist na klar zum Feuern dar. Drückt man den Joystick nach hinten bzw. das Steuerkreuz nach unten, dann duckt sich unser Held, in die andere Richtung springt er. Hält man den Feuerknopf gedrückt, feuert unser Held einen dauerhaften Energiestrahl ab, denn man in alle Richtungen um sich kreisen lassen kann. Das ist auch bitter notwendig, denn mit dem normalen Feuermodus kann der gute Bred nur nach vorne ballern.

    Turrican II (1991)(Rainbow Arts)[cr Defjam](Disk 1 of 2)[t +32 Subway]_006.png
    Da macht es "Wumm"! Unser Held Bred McGuire feuert seinen Dauerstrahl.

    Zudem gibt es ein paar Sonderfertigkeiten, die per Druck auf die Leertaste ausgelöst werden können. Drückt man die Leertaste, feuert unser Held zwei Energiestrahlen ab, die alle Gegner vernichtet. Praktisch, aber leider nicht dauerhaft verfügbar. Drückt man die Leertaste, während man sich duckt, so verwandelt sich unser Bred, ähnlich wie Kollegin Samus Aran aus Metroid, in eine mit klingen übersäte Kugel, die unverwundbar ist und zudem auch Bomben legen kann. Leider kann er in dieser Gestalt nicht springen. Und drückt man die Leertaste und den Feuerknopf gleichzeitig, feuert man eine Art Superwaffe ab. Geht natürlich nur einmal pro Level.

    Sehr löblich, hat man einen Joystick mit zwei voneinander unabhängigen Feuerknöpfen, übernimmt der zweite die Funktion der Leertaste. Das ist natürlich sehr praktisch, wenn man per Joypad spielt, weil dann der Griff zur Leertaste entfällt.

    An Extrawaffen und Extras bietet Turrican II alles auf, was Shooter-Genre so zu erwarten ist. Da gibt es den durchschlagkräftigen Superlaser, eine Streuwaffe, die einen großen Bereich abdeckt, oder den Streuschuß, deren Energiekugeln von Wände abprallen kann. Solche Extras findet man meistens in versteckten Behälter, die man meistens per Schuß entdeckt. Darüber hinaus gibt es zeitlich begrenzte Schutzschilde, Extras, welche die Lebensenergie wieder auffüllt und welche die einfach die Waffen verstärkten.

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    Nur keine Angst haben, auch wenn der erste Oberboss ziemlich gewaltig erscheint. Mit der richtigen Taktik und etwas Geschick ist er zu knacken.

    Die einzelnen Levels sind abwechslungsreich, mächtig verzweigt und alles andere als streng linear. Turrican II zieht dabei alle Register. So springt man über Plattformen unter freien Himmel, dann geht es unter Wasser. Schließlich gibt es sogar zwei Levels, in dem man in einem Raumschiff sich wie in einen Shoot-em-Up durch die Gegnerhorden ballert. Zudem wartet am Ende ein mächtiger Bossgegner. Es lohnt sich auch mal abseits des Weges sich umzuschauen, weil man so, daß eine oder andere Extraleben abstauben kann. Auch Geheimgänge durch undurchdringlich erscheinende Wände gibt es. Zu viel Zeit sollte man sich aber nicht lassen, denn im Hintergrund tickt ein unbestechliches Zeitlimit. Ist die Zeit abgelaufen, ist ein Leben futsch. Wer das Pech hat, alle Leben verloren zu haben, der muß zwangsweise wieder von vorne anfangen, außer er hat mindestens 100 Diamanten gesammelt und sich so ein Continue erarbeitet. Insgesamt gibt es ganze fünf Continues zu finden, oder anders gesagt, es gibt ganze 599 Diamanten im Spiel. Passwörter, oder die Möglichkeit zu speichern, gibt es nicht. Immerhin gibt es eine Highscore-Liste, in die man sich eintragen kann, wenn man genügend Punkte gesammelt hat.

    Turrican II (1991)(Rainbow Arts)[cr Defjam](Disk 1 of 2)[t +32 Subway]_008.png
    Später gibt es sogar zwei Levels die sich wie ein klassischer Shoot-em-Up wie R-Type oder Gradius spielen.

    Ich muß ganz ehrlich gestehen, daß ich Turrican II tatsächlich mit einer gecrackten Version durchgespielt habe. Die hatte nämlich einen entscheidenden Vorteil, welche die Original-Version nicht hatte, und ohne welchen ich den ersten Level wo nicht überstanden hätte. Und zwar der gute alte Trainer. Mit unendlichen Leben, unendlicher Energie, unendlicher Zeit und unendlichen Continues wird das Spiel deutlich leichter. Denn leicht ist Turrican II nämlich überhaupt nicht. Eigentlich ist es sogar ordentlich schwer. Insbesondere, wenn viel auf dem Bildschirm los ist, ist es schwer den Überblick zu behalten und Gegentreffer zu vermeiden. Und viel ist eigentlich immer auf dem Bildschirm los. Klar, wer die Levels kennt, hat einen Vorteil, gute Reflexe sollte man aber trotzdem haben. Auch ein wenig taktisches Geschick und die richtige Extrawaffe helfen weiter. Turrican II ist also nichts für ungeduldige und leicht zu frustrierende Spieler. Abgesehen davon, daß dies damals alles ganz normal war, lohnt es sich durchzubeißen. Das Actionspektakel ist dazu einfach zu gut. Wer genau aufpaßt entdeckt auch die ein oder andere Anspielung auf andere Spiele der damaligen Zeit, wie z.B. R-Type. Klar, es gibt auch die ein oder andere Stelle, die etwas nervig ist, es hält sich aber in Grenzen, wobei es auch immer mit ein wenig Übung und Konzentration zu schaffen ist. Wirklich unfair ist Turrican II nämlich nicht.

    Turrican II (1991)(Rainbow Arts)[cr Starlight][t +6 Starlight]_001.png
    Killt jeden Schwierigkeitsgrad, der Trainer! Was darf es sein? Unendliche Leben oder unendliche Zeit?

    Kurz erwähnt werden soll die Story, auch wenn sie eigentlich nichts Besonderes ist. Ein Kampfschiff, die Avalon 1 macht sich auf die Erkundung eines unbekannten Sektors der Galaxie Aldebaraan 42. Leider wird sie von einem plötzlich auftauchenden Schlachtschiff angegriffen und kampfunfähig gemacht. Dann wird das Schiff von Mutanten, die unter dem Kommando von The Machine stehen, geentert, welche die gesamte Besatzung tötet, mit einer Ausnahme: Bred McGuire. Bred McGuire zieht sich also einen Turrican-Kampfanzug an, schwört Rache und macht sich auf die Angreifer zu besiegen und den Frieden wieder in die Galaxis zu bringen. Quizfrage: Wie heißt der Endgegner? Richtig, es ist natürlich The Machine. Außerdem lernen wir, daß Turrican eigentlich ein Kampfanzug ist, eine Powerrüstung, wenn man so will.

    Diese Geschichte wird im Intro erzählt, in Form von Standbildern und Text. Das der Grafikstil an einen japanischen Manga erinnert, ist dabei kein Zufall. Factor 5 hat sich damals durchaus von den Japanern und deren Spiele inspirieren lassen, wie Chris Hülsbeck mal in einen Interview mit digitalista.de erwähnte (à https://digitalista.de/interviews/2...beck-uber-turrican-great-giana-sisters-1.html ).

    Turrican II (1991)(Rainbow Arts)[cr Defjam](Disk 1 of 2)[t +32 Subway]_002.png
    Bild aus dem Intro, daß per Standbilder und Text die Hintergrundgeschichte erzählt.

    Deutlich erwähnenswerter als die Story ist natürlich der phantastische Soundtrack von Chris Hülsbeck. Gute Musik altert nicht, und selbiges gilt natürlich auch für Soundtracks von Video- und Computerspiele, sofern man die ganz alten Sounds mal ausklammert. So etwas, wie ein PC-Piepser-Sounds klang schon damals nicht gut. Kein Wunder also, daß der Soundtrack auch heute noch gefällt. Chris Hülsbeck schaffte es damals übrigens, ganze sieben Stimmen aus dem Amiga heraus zu kitzeln. Rein technisch hatte der Amiga eigentlich nur vier Stimmen (Stereo, zwei links, zwei rechts). Der Trick bestand darin, einfach vier Stimmen auf einen Kanal zu mischen (siehe den Link von dem Interview weiter oben). Dieses Verfahren war übrigens in der Musikindustrie schon seit längerer Zeit gang und gebe, um die Limitierungen der damaligen, analogen Bandmaschinen zu umgehen.

    Auch die Soundeffekte, wie das Zischen der Laser, gehen in Ordnung und tragen zur Atmosphäre bei. Sprachausgabe gibt es allerdings nur, wenn man ein Extra aufsammelt. Zudem klingt sie etwas komprimiert und nicht wirklich natürlich. Macht aber nichts und ist in Anbetracht des Alters des Spieles auch vertretbar.

    Turrican II (1991)(Rainbow Arts)[cr Defjam](Disk 1 of 2)[t +32 Subway]_009.png
    Bild aus einem späteren Level. Wir sind gerade mit unserem Raumgleiter gelandet, sehr zum Ärger des kleinen Robotergegners.

    Wenn man etwas kritisieren mag, dann daß sich keines der Turrican-Spiele (ich spreche hier von den Amiga-Versionen) auf die Festplatte installieren läßt, was aber durch schnelle Ladezeiten kein großes Ärgernis ist. Zudem liegen die Disketten in einen obskuren Fremdformat vor. Kompatibilitätsprobleme habe ich allerdings nicht feststellen können. Auf meinen emulierten Amiga 1200 lief das Spiel ebenfalls einwandfrei. Kann aber sein, daß es auf einen echten Amiga 1200 nicht laufen würde, insbesondere jene, die damals von Escom verkauft wurden, und andere Diskettenlaufwerke hatten.

    Das alles macht Turrican II auch heute noch zu einem Superspiel. Die Frage nach einem Remake stellt sich, zumindest aus spielerischer Sicht, deswegen auch überhaupt nicht. Nur das Spiel auf einem modernen Rechner zum Laufen zu bekommen, könnte schwierig werden. Das heißt, bereits der Erwerb einer legalen Version ist alles andere als leicht, zumal Turrican auch nie wirklich ein PC-Spiel war, auch wenn der zweite Teil für den PC umgesetzt. Weder bei Steam, noch bei gog.com habe ich es gefunden. Wer noch die alten Amiga-Disketten herumliegen hat, der kann sich zumindest auf der Homepage von Factor5 die Disk-Files legal herunterladen. Zum Spielen braucht man allerdings immer noch einen Amiga-Emulator, wie WinUAE. Alle anderen werden es wohl bei ebay probieren müssen. Zumindest die beiden Super Nintendo Versionen sind in der Virtual Console für die Wii enthalten. Das würde ja alles für ein Remake sprechen, zudem ich neugierig wäre, wie ein Turrican mit modernen Technik aussehen und sich anhören würde.

    Als Fazit bleibt zu sagen: Turrican II war damals ein Meisterwerk das technisch dem Amiga 500 alles abverlangte, wohl mehr als man damals bei Commodore selber zu hoffen gewagt hatte, und dabei auch spielerisch mehr als überzeugte. Und selbst heute noch überzeugt Turrican II spielerisch ohne Einschränkungen. Zudem schlägt das Spiel, und übrigens die anderen beiden Teile auch, heutige Triple-AAA-Produkte in einer Disziplin ganz locker. Und zwar in der Kategorie Spielspaß/Byte. Der Wahnsinn ist, daß Factor 5 es geschafft hat, ihre Machwerke auf eine einzige (!) Diskette zu packen! Wahnsinn!

    Über den Autor

    Software-Pirat
    Irgendwann bekam der Software-Pirat mal einen NES zu Weihnachten geschenkt, obwohl er sich bislang für Video-Spiele nicht interessierte. Aber von da an ging es los. Später kam noch ein Amiga 500 ins Kinderzimmer, dann einen Amiga 1200. Ein PC gab es erst später. Seitdem gehören PC-Spiele zum Hobby des Software-Piraten.

Kommentare

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  1. MechUnit
    korrektur für den autor: die seven voice routine war von Jochen Hippel, nicht von Chris Huelsbeck - kann man übrigens bei den credits am anfang lesen :)

    zudem waren es 3 raumschiff-levels, in einem davon konnte man aber nicht schießen - erst wieder beim boss.

    und disketten im "obskuren fremdformat"? habe sie im gewöhnlichen adf-format.

    wegen dem schlussfazit: ja, Turrican II war ein meisterwerk aber nein, es verlangte dem AMIGA 500 noch nicht technisch alles ab... gab ja noch Lionheart, Jim Power, Soccer Kid, Elfmania, Mr. Nutz (welches sogar Mode7-effekte mit höhenunterschieden bot, wozu ja das SNES nicht in der lage war => der tunneflug zum boss immer, in butterweichen 60 fps und ohne das geflimmer wie am SNES) usw...

    und zum technischen noch eine anekdote zur PC-version von Turrican II: sie hatte zwar 256 farben, aber da der PC keinen co-prozessor für 2D hatte wie der AMIGA den Blitter, musste man am PC abstriche machen, z.b. beim letzten boss in den raumschiff-levels: am AMIGA drehte sich der gesamte hintergrund in 2 parallax-ebenen, am PC drehte sich einfach nur der boss.

    ja, hab sämtliche Turricans am AMIGA unzählige male gespielt und spiele sie auch noch ab und an. hab auch mit dem guten alten Korg M1 und MIDI remakes von der Turrican 1 titelmelodie und der Turrican 2 welt 5.2 eingespielt. iwo müssten die in meinem datennirvana noch rumfliegen...
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    1. dabba
      Die Original-Amiga-Disketten nutzen in der Tat nicht die Standard-Amiga-DOS-Formatierung, die nur 880 kB auf einer DD-Diskette ermöglicht. Stattdessen nutzen sie eine spezielle Formatierung mit Long Tracks, die...
      a) als Kopierschutz dienten, weil sie mit Standard-Amiga-Laufwerken nicht kopiert werden können.
      b) dafür sorgte, dass das knapp 2 MB große Spiel tatsächlich auf eine DD-Diskette passte.

      Aus diesem Grund war die damals von Defjam gecrackte Version auf zwei Disketten verteilt.
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    2. Einkaufswagen
      Welches ist denn das Dritte Raumschifflevel? Es gab das horizontale"Rennlevel" und dann das, welche in alle Richtungen scrollte... und was noch?
    3. dabba
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  2. Crimok
    Die guten alten Retrospiele. Einige SNES Spiele zocke ich heute auch immer wieder gerne. Viele dieser Spiele sind einfach Zeitlos. Turrican 1 und 2 gehören definitiv dazu.
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  3. dabba
    Wenn man sich überlegt: Heute braucht man keinen Trainer mehr für Leben und Zeit. Lebenszähler und Zeitlimits sind ausgestorben, man kann es so oft und so lange versuchen, wie man Zeit und Lust hat. :)
  4. Dan
    Of course it does; Factor 5 with Chris Huelsbeck, terrific game
  5. Amaunir
    Ah, Turrican. Ich weiß nicht wie oft ich das durchgespielt habe, aber einen Trainer brauchte man da wirklich nicht. Das Spiel war so einfach, das man am Ende immer so zwischen 20 und 30 Leben übrig hatte. Das war aber egal, da es so viel Spaß gemacht hatte, dass man es immer wieder und wieder spielte.

    Da verstehe ich bis heute nicht, warum man das nicht noch einmal veröffentlicht hat. Vermutlich sind die Rechte verschollen und keiner hat eine Ahnung wo die nun liegen.
      kleinerkruemelZ und Areos gefällt das.
    1. View previous replies...
    2. Areos
      wechseln zwischen dem Grafik Stil der Amiga und PC-Version bei Teil 2, Nutzung des Anthology Soundtracks (oder noch besser das man seine eigenen Tracks (natürlich Remixes) in das Spiel einbinden kann und und und.
    3. dabba
      Naja, also dass jemand Turrican II nochmal durch den Compiler jagen und vorher neue Features dranbauen wird, sehe ich nun wirklich nicht. Da passt einfach der Aufwand zum Nutzen nicht. :/
      (Falls der Quellcode überhaupt noch existiert. ;) )
    4. dabba
      Ach ja: Turrican 2 ist eines von den Spielen, welches leichter wird, wenn man es gut kennt: Man kennt die Secrets und nimmt die ganzen Freileben mit.
      Ein weiteres typisches Spiel dieser Art ist "Magical Quest: Starring Mickey Mouse" auf dem SNES. Wer das Spiel gut kennt, der weiß, dass er ziemlich am Anfang schon zwei Power-Ups finden kann, die die Maximalzahl an Trefferpunkten permanent von drei auf fünf erhöhen. Das macht das Leben im restlichen Spiel leichter.
  6. Neumi
    "die Disketten" ... hihi
    Die Originalversion bestand aus einer Diskette, die gecrackte wurde auf zweien ausgeliefert.

    Es gibt übrigens auch eine DOS-Version von Turrican 2, welche mit der Amiga-Version identisch ist.
    Die Musik wird dabei per Soundblaster generiert, steht der des Amiga also in nichts nach, könnte dank höherer Ausgabe-Samplingraten vielleicht noch einen Tick besser sein - zumindest rein rechnerisch.

    Die Megadrice und NES Soundtracks sind eher zweite Wahl, die beiden Systeme hatten nichts, das es mit Paula aufnehmen könnte. Auf Amazon sind die Soundtracks der Vollständigkeit halber aber auch verfügbar, wenn das Hauptaugenmerk auch ganz klar auf der Amiga-Version liegt.

    Edit: Danke Aeros, das hatte ich so nicht mehr in Erinnerung, hab's mit Turrican32k verwechselt (bzw. dessen Grafiken im Kopf gehabt).
    [​IMG]
    Und ja, auch das schaut anders aus :D
      Areos gefällt das.
    1. Areos
      Das ist so nicht richtig, die DOS Version hatte überarbeitete Grafiken. War praktisch also visuell ein "Remaster". Jedoch sah das Player Sprite und ein großteil der Bosse/Gegner vom Design her in der Amiga Version besser aus.

      Das ist sehr schade, weil gerade einige Umgebungen wirklich schöner aussehen.

      [​IMG]
      Neumi gefällt das.
  7. kleinerkruemelZ
    Die Turrican II-Demo (C64) war sogar mein allererstes Computerspiel.
  8. Blumenkohl
    Haha, lustig! Danke für den Artikel.

    Der Sound war da wirklich besser als auf NES und dem SNES, worauf ich damals noch gezockt habe. Zum PC bin ich glaub ich erst Mitte der 90iger übergelaufen.

    Eigentlich erstaunlich, daß je besser die Grafik wird, desto realistischer es sein muß, desto mehr die Qualität, das Epische, das Erinnungswürdige, im Gaming verloren geht. Traurig aber wahr.

    Der OST von Turrican 2.
  9. jan_r
    Habe immer noch die komplette Map im Kopf. Spiele ich immer mal wieder, schon alleine für die geile Musik und Grafik der Endsequenz.

    Allerdings die C64 Version. Und ich gebe zu, ich gehöre zu den "Dauerfeuer" Cheatern ;-) Schon witzig, dass das heute ein standard "convenience" Feature in jedem Shooter ist, wo sich die Gamepad Buttons total easy drücken lassen. Und damals(tm), als man sich die Finger wund klicken musste, wurde man zum "Dirty Cheater", wenn man 'nen Dauerfeuer am Joystick hatte :-)
      kleinerkruemelZ gefällt das.
  10. Einkaufswagen
    Der 500er hatte doch 64 Farben? Und Turrican2 gecrackt mit Trainer? Sorry, aber das geht mal gar nicht! Ich hab den ersten Teil schon gesuchtet, den zweiten umso mehr - eben weil es schwer war. Das erstemal die Endcredits zu sehen, war der Knaller! Ein Trainer hätte das alles nur kaputt gemacht... und irgendwann kam ich auch ohne Trainer mit 99 Leben dort an...
    1. Neumi
      Das hängt ganz vom Grafikmodus ab. Der Amiga ist im Grunde in der Lage, auf einem einzigen Bild alle 4096 Farben darzustellen, das ist aber seltn sinnvoll.
      Im Low-Res Modus waren 32 Farben möglich, es gibt dann noch einen EHB Modus mit 64 Farben, davon allerdings nur 32 frei wählbar. Dieser Modus wurde erst später hinzugefügt, es ist also wahrscheinlich, dass man bei Turrican der Kompatibilität zu alten Systemen wegen darauf verzichtet hat.
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