Mein erstes mal bei Steam

Von AlcChris · 3. Juli 2011 · Aktualisiert am 10. November 2012 ·
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  1. Man sagt zu sich selbst bekanntlich häufig, wie überlegen oder intelligenter man sei, weil man z.B. sich gegen Facebook, Steam oder Apple wehrt. Doch behindert man sich mit seinem IQ nur selbst?

    Zugegeben, ich gehöre eher zu den Menschen die es tolerieren können, wenn ihnen gezeigt wird wie toll Custom Roms auf Android Geräten laufen, aber auch schmunzeln können wenn jemand enthusiastisch die „Individualisierungsmöglichkeiten“ seines iOS-Gerätes anpreist (Am Rande erwähnt, ich nutze selber iOs und lebe bewusst mit den Einschränkungen), doch was hat dies mit Steam zu tun? Nun, die für mich größte Umstellung im Erwerb von Computerspielen, der ich bisher absolut skeptisch gegenüber stand.

    Doch heute ist es passiert.


    Ja verteufelt mich, als Nutzer der konsumorientierten Welt habe ich mich von einem Angebot locken lassen, sodass ich mein Vorurteil konfrontieren musste: „Kaufe niemals ein Spiel bei Steam“
    Battlefield Bad Company 2 + Addon + DLC für 9,99€, das klang dermaßen gut, dass meine Neugierde die Skepsis überwog. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich noch nie mit den Zahlungsmöglichkeiten bei Steam beschäftigt, noch habe ich ein besonders großes Vertrauen vor dem Hintergrund der jüngsten Datenklauskandale Bankdaten o.Ä. herauszugeben. Als Möglichkeiten bleiben mir in Erinnerung: Kreditkarte, Paypal und Click & Buy.

    Meine Lösung „Click & Buy“, ein Service der meines Erachtens die Interessen der Verkäufer und Konsumenten (meine Rolle) auf dem besten gemeinsamen Nenner bringt, und bisher unkompliziert von mir genutzt wird.

    Da ich bereits per Zufall alle Voraussetzungen erfüllte, fiel die Hürde umso schneller. Wenige Klicks später befand sich das Spiel bereits auf dem Weg zu meinem PC und befindet es sich immer noch, da ich als Bewohner einer agrarwirtschaftlich geprägten Gegend mit DSL 2500 schleiche, bleibt der PC eben eine Nacht an zum Herunterladen.
    Umweltsünder! – Doch welche Alternativen habe ich? Per Auto insg. eine halbe Stunde fahren und mir den Stress im nächsten Supermarkt antun oder bei einem Onlineshop kaufen und bis Dienstag geduldig auf den Postboten zu warten, Alternativen die nicht Umweltschonender (Transportkosten, Lagerkosten und Verpackungsmaterial) sind.
    Doch was zuletzt entscheidend ist (und für mich absolut überzeugend), der Homo Oeconomicus in mir. Dasselbe Paket, das mich bei Steam 9,99€ kostet würde bei amazon.de 34€ kosten ohne einen DLC, der Supermarkt wäre sicherlich im Bereich von 40€. Da nehme ich das Fehlen eines Datenträgers leicht im Kauf.

    So fällt mein Fazit zum „ersten Mal“ überraschend positiv aus. Verfüge über ein Bezahlsystem mit deinem Vertrauen und einer Internetverbindung, die zumindest annehmbare Geschwindigkeiten zulässt, steht dem bequemen Spielekauf bei Steam nichts im Weg, doch Obacht! „Dies gilt meines Erachtens nur solang mein Preisleistungsempfinden stimmt, denn dies ist bei dem Großteil der Spiele häufig nicht der Fall! So kostet ein Großteil der Spiele bei Steam mehr, als vergleichbare Retail Versionen, ein Umstand der nicht tragbar ist. So ist Steam zur Schnäppchenjagd ideal, aber um für mich die Bezugsquelle Nr. 1 zu werden muss vor allem noch an den Preisen geschraubt werden, doch die technisch/psychische Skepsis ist bei mir verflogen.

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