Meine Top-10-Games

Von jonbert · 1. Juni 2020 · ·
Kalnasirs Kommentar hat mich darauf gebracht, meine Top-10-Spiele zu listen, und zum jedem Titel zu schreiben, warum ich ihn gerne spiele bzw. gespielt habe.
Kategorien:
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    Es war gar nicht so einfach, meine Top-10-Titel rauszusuchen. Hab schon eine Weile mit mir gehadert. Was aber noch viel komplizierter war: der WYSIWYG-Editor für die Gamestar-User-Blogs. Da hat es mir einige Male die komplette Formatierung zerhauen. Ich hoffe, die Gamestar-Redaktion hat einen besseren Editor, um ihre Artikel zu verwalten. OMG.

    Die Titel sind nach Erscheinungsdatum sortiert, nicht nach meiner Bewertung.



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    1. Lands of Lore
    Veröffentlichung: 1993 · Link zu Wikipedia

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    Fantasy-Action-RPG. System basierend auf Dungeon Master und Eye of the Beholder. Lineare Story mit eingeschränkten Möglichkeiten, diese zu beeinflussen. Nah- und Fernkampf. Eigenständiges Universum, das mir nicht egal ist.

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    + gute Ausarbeitung der Charaktere, inhaltlich wie visuell
    + Echtzeit-Kämpfe in 1993 mit Animationen, aber ohne 3D
    + düstere Grundstimmung
    + vier unterschiedliche Charaktere
    + gute Musik, gute englische Sprecher (u.a. Patrick Steward)
    + World-building durch Charaktere und Story
    + wer die Karte nicht einsammelt, muss ohne Automap spielen
    + kein Questmarker, kein Tutorial, keine Questübersicht
    teilweise nutzlose Items, zu wenig Shops

    manche Inhalte sind nicht zu Ende gedacht, ausgearbeitet
    keine Info, wieviel Schaden ein Bogen / eine Armbrust macht


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    2. UFO: Enemy Unknown
    Veröffentlichung: 1994 · Link zur Gamerstar-DB

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    Rundenbasiertes Strategiespiel mit Basenbau und kleiner Story. Eigenständiges Universum. Cooles Art-Design.


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    + Strategie-Teil fordernd und ausführlich, fast nie unfair
    + Definition eines eigenen Genres (XCOM-like ??)
    + düstere Stimmung
    + 14 Gegnertypen
    + Basenbau, Forschung, Produktion
    + die eigenen Basen können angegriffen werden, coole Idee
    KI teilweise dämlich
    stellenweise Leerlauf


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    3. Deus Ex
    Veröffentlichung: 2000 · Link zur Gamerstar-DB

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    Science-Fiction-First-Person-RPG mit Implantat-System. Lineare Story mit unterschiedlichen Handlungssträngen. Nah- und Fernkampf. Eigenständiges Universum.


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    + sehr gute Ausarbeitung der Charaktere

    + Mega Verschwörungsstory
    + sehr viele Lösungswege
    + düstere Grundstimmung
    + man kann eine verschlossene Tür kacken, hacken, mit Rakenwerfer öffnen, Alarm auslösen und die Wache macht die Tür auf oder den Schlüssel stehlen
    + gute Musik
    + World-building durch Charaktere und Story
    KI teilweise dämlich
    stellenweise Leerlauf


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    4. Diablo 2: Lord of Destruction
    Veröffentlichung: 2001 · Link zur Gamerstar-DB

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    Fantasy-Third-Person-Action-RPG. Story nicht erwähnenswert. Nah- und Fernkampf. Eigenständiges Universum. Sehr viele Kombinationen aus Items, Runenwörter, Söldner, Skill-Tree und Klassen. Mega Wiederspielwert.


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    + eigener visueller Style

    + sockelbare Gegenstände und Runenwörter, Edelsteine
    + düstere Grundstimmung
    + sechs Klassen, sehr individuelle Skill-Trees
    + gute Musik
    Spam im Battle.net
    Mega-Grinding für bestimmte Items


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    5. Civilization 3: Conquests
    Veröffentlichung: 2003 · Link zur Gamerstar-DB

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    Rundenbasiertes Strategiespiel mit Kultur, Militär, Wirtschaft, Diplomatie, Infrastruktur.


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    + 31 unterschiedliche Zivilisationen mit unterschiedlichen Spielweisen / Charakteren

    + Regierungsformen, Korruption, Bündnisse, sechs Siegbedingungen
    + völlige Freiheit in der Strategie
    + flexibler Karten-Generator zum Spielstart
    + Planung ohne Zeitdruck, da rundenbasiert
    + Civilopedia: Ingame-Wikipedia für alle Spielinfos
    KI teilweise sehr unfair auf Schwierigkeit God und Sid


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    6. Half-Life 2
    Veröffentlichung: 2004 · Link zur Gamerstar-DB

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    Abwechslungsreicher Science-Fiction-First-Person-Shooter mit einer guten Story. Nah- und Fernkampf. Eigenständiges Universum. Glaubhafte Welt. Erster Einsatz von Physik, wenn teile auch etwas proletenmäßig


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    + sehr gute Ausarbeitung der Charaktere, inhaltlich wie visuell

    + düstere Grundstimmung
    + coole Waffen, vor allem die Gravity-Gun
    + gute Musik, gute englische Sprecher
    + World-building durch Charaktere und Story
    KI teilweise dämlich


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    7. Dead Space
    Veröffentlichung: 2008 · Link zur Gamerstar-DB

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    Science-Fiction-Third-Person-Horror-Action. Lineare gute Story. Nah- oder Fernkampf. Eigenständiges Universum. Spielkonzept: Gegner in Teile zerschneiden.

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    + sehr gute Ausarbeitung der Charaktere, inhaltlich wie visuell
    + eigener Artstyle
    + düstere Grundstimmung
    + Verzicht auf HUD
    + gute Musik, sehr gute Sound-Effekte
    + World-building durch Räume und Video-Botschaften

    stellenweise öde Jump-Scares

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    8. Dragon Age: Origins
    Veröffentlichung: 2009 · Link zur Gamerstar-DB


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    Fantasy-Third-Person-RPG mit Moralsystem. Lineare Story mit unterschiedlichen Handlungssträngen. Nah- und Fernkampf. Eigenständiges Universum.

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    + sehr gute inhaltliche Ausarbeitung der Charaktere, acht Begleiter
    + pausierbare Kämpfe ermöglichen strategische Herangehensweise
    + düstere Grundstimmung, keine Angst davor, Blut zu zeigen
    + sechs Herkunftsgeschichten abhängig von Klasse und Herkunft
    + gute Musik, gute englische Sprecher
    + World-building durch Charaktere und Story
    KI oft dämlich
    Look teilweise uninspiriert, klischeebehaftet

    stellenweise Leerlauf


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    9. Mass Effect 2
    Veröffentlichung: 2010 · Link zur Gamerstar-DB


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    Science-Fiction Third-Person-Action-RPG mit Moralsystem. Lineare Story mit unterschiedlichen Handlungssträngen. Nah- oder Fernkampf. Eigenständiges Universum.

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    + sehr gute Ausarbeitung der Charaktere, inhaltlich wie visuell

    + Charakter-Editor
    + Themen: Intrigen, Rassismus, Genozid, Machtgeilheit
    + düstere Grundstimmung
    + gute Musik, gute englische Sprecher
    + World-building durch Charaktere und Story
    Alibi-RPG-Elemente, zuviel Action-Anteil
    KI teilweise dämlich


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    10. Fallout: New Vegas
    Veröffentlichung: 2010 · Link zur Gamerstar-DB
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    Post-apokalyptisches First-Person-RPG mit Moralsystem. Nahezu völlige Freitheit. Gutherzig oder absolut asozial. Nah- oder Fernkampf. Waffen gehen kaputt, Munition kann hergestellt oder gekauft werden. Uniformen als Verkleidung. Viele NPCs und deren Geschichten sind teilweise sehr strange und gleichzeitig kreativ geschrieben.

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    + düster und sarkastisch
    + über 30 Fraktionen, 4 davon kann man beitreten
    + acht unterschiedliche optionale Begleiter
    + 88 Perks (mit allen DLCs 117 !)
    + World-building, für Entdecker und Neugierige
    Story ist lahm

    KI teilweise sehr dämlich

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    Über den Autor

    jonbert
    Ich habe mit sieben meinen ersten Computer bekommen, einen IBM AT (8MHz, 640KB RAM, Hercules-Grafikkarte). Eins meiner ersten Spiele war Maniac Mansion, das mittels Emulation auf meinem monochromen Bildschirm lief. Ich spiele heute immer noch am PC – allerdings hat sich meine Beziehung zu den Spielen in den letzten zehn Jahren verändert.
    Kalnasir gefällt das.

Kommentare

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  1. Kalnasir
    "Hätte ich es noch in Prosa verpacken sollen? :-)"
    Wäre der Hammer gewesen ;)

    "Da geht es, meiner Meinung nach, halt nicht mehr um das Spiel, sondern um Deine Vergänglichkeit."
    Wie betrachtet man ein Spiel denn unabhängig von seinen Spieler*Innen? Anders gefragt: Wo steckt in Civ 3 für dich die besondere Qualität, wenn nicht in der Möglichkeit Diplomatie-Siege auf Demigod zu erringen. Das scheint hier für mich die besondere Herausforderung zu sein, die du auf dich nimmst, weil es schwer/einzigartig/tief ist, ähnlich wie die Errungenschaften in Deus Ex: Human Revolution. Das ist die Geschichte, die du erzählst. Zumindest die, die bei mir ankommt... Ich denke aber, dass die Qualität dieser Spiele für viele Leute ganz woanders liegen kann.

    "Die Grafik ist ein erstes Scribble, wie ich die Systematik darstellen würde, wie ein zeitloses Spiel entstehen kann."
    Die Grafik finde ich insgesamt sehr gelungen. Ich hätte bloß Nachfragen zu den drei Punkten hinter "Computerspiel", weil die am wenigsten selbsterklärend sind. Eigenständigkeit verstehe ich als so etwas wie "Innovation" oder "Neuigkeitswert" noch am ehesten. Bei Relevanz und Zeitgeist wird es schon schwieriger. Das kann einerseits gesellschaftliche Relevanz sein, andererseits aber auch spielmechanische Relevanz, aus der schließlich kulturelle Relevanz erwächst (s. Fortnite, in Teilen auch Apex Legends). Unter Identität kann ich mir wiederum gar nichts vorstellen. Hat ein Spiel für sich genommen eine Identität oder ist es nicht viel mehr das, was mir mit ihm machen?
  2. jonbert
    "Ich finde es ein bisschen schade, dass die spezifische Faszination der einzelnen Titel hier auf Pro/Contra Stichpunkte eingedampft wird"
    Hätte ich es noch in Prosa verpacken sollen? :-)

    "Ich frage, weil ich mit meinen persönlichen Lieblingsspielen immer Geschichten verbinde oder persönliche Erfahrungen. Ich würde erzählen, was ich erlebt habe und wie ich es erlebt habe. Und ich frage mich, ob sich hinter deinen Stichpunkten genau solche Geschichten verbergen oder ob wir tatsächlich ganz andere Herangehensweisen in der Bewertung von Spielen haben."
    Da geht es, meiner Meinung nach, halt nicht mehr um das Spiel, sondern um Deine Vergänglichkeit. Man verbindet Erinnerungen mit einem Gefühl. Das hat bestimmt auch seine Daseinsberechtigung, aber meiner Erfahrung nach sind das halt verklärte Erinnerungen, da uns die eigene Endlichkeit bei der Bewertung von Erlebtem immer einen Strich durch die Rechnung macht, imVergleich der realen Qualität eines Titels. Ok, wann ist "reale" Qualität nicht temporär. Ich denke, bei Klassikern, die einfach nicht altern. Siehe Architektur und Design. Apple hat einen Großteil bei Braun geklaut. Die meinsten Braun-Designs sind zeitlos und daher keine Mode-Erscheinung. Apex Legends oder Anthem waren schon kurz nach Release kulturell irrelevant (für mich).

    "Wenn ich eine Top 10 mit meinen Favoriten aufstellen müsste, wäre Fallout: New Vegas vermutlich auch vertreten."
    Ok!

    "Auch, wenn sich mir ihre Faszination nicht immer erschließt."
    Ist halt auch sehr persönlich. Ich habe halt die Theorie, dass Geschmack das Resultat aus diversen Faktoren ist. Die Grafik ist ein erstes Scribble, wie ich die Systematik darstellen würde, wie ein zeitloses Spiel entstehen kann.

    Anmerkung 2020-06-03 215429.jpg
  3. Kalnasir
    Zunächst einmal: Vielen Dank für die Erwähnung. Ich fühle mich geehrt :groundi:
    Zum Artikel: Das ist eine sehr interessante Liste, zumal sich jetzt für mich zeigt, dass Story und Setting neben der reinen Mechaniken auch platzfinden. Ich finde es ein bisschen schade, dass die spezifische Faszination der einzelnen Titel hier auf Pro/Contra Stichpunkte eingedampft wird, aber in neun von zehn Fällen, verstehe ich trotzdem, wovon du redest. Mit Lands of Lore hingegen habe ich keinen Berührungspunkt... Hm...
    Was mich interessieren würde: Wenn dich jemand im Gespräch fragt: "Warum gehört Lands of Lore zu deinen Favoriten?", antwortest du dann: "Weil es vier verschiedenen Charaktere gibt, die alle toll ausgearbeitet sind, auch wenn ich sagen muss, dass es mich nervt, dass man nicht weiß wie viel Schaden eine Armbrust macht. Aber dass die Sprecher so gut sind, reißt es wieder raus!"?
    Ich frage, weil ich mit meinen persönlichen Lieblingsspielen immer Geschichten verbinde oder persönliche Erfahrungen. Ich würde erzählen, was ich erlebt habe und wie ich es erlebt habe. Und ich frage mich, ob sich hinter deinen Stichpunkten genau solche Geschichten verbergen oder ob wir tatsächlich ganz andere Herangehensweisen in der Bewertung von Spielen haben.
    Wenn ich eine Top 10 mit meinen Favoriten aufstellen müsste, wäre Fallout: New Vegas vermutlich auch vertreten. Bei den anderen Einträgen kann ich definitiv nachvollziehen, warum die hier auftauchen. Auch, wenn sich mir ihre Faszination nicht immer erschließt.

    Beste Grüße
      jonbert gefällt das.
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