Red Dead Redemption 2: Das Western-Abenteuer

Von MatthiasSch · 10. Juli 2020 · ·
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    Bevor ich nun mit meinen Racegame Reviews loslege, wollte ich mein aktuelles "Suchtspiel" vorstellen (wird momentan täglich gezockt bei mir). Allerdings sollte man auch ein Westernfan sein. Red Dead Redemption 2 zeigt dem Spieler den Wilden Westen des Jahres 1899 von seiner besten Seite. An der Seite von Arthur Morgan und seiner Crew erlebt Ihr eine cinematische Grafik und trefft auf alte Bekannte. Für wen sich das lohnt und wo die Stärken und Schwächen des Rockstar-Titels liegen.

    Red Dead Redemption 2: Darum geht es

    In Red Dead Redemption 2 begibt sich der Spieler in die Rolle von Arthur Morgan, der mit seiner van der Linde Gang den Wilden Westen des Jahres 1899 durchstreift (rund zwölf Jahre vor den Ereignissen des ersten Red Dead Redemption). Als geübter Gesetzesbrecher gilt es fortan, durch Überfälle und andere krumme Geschäfte Geld zu beschaffen, um dem Ganovenleben zu entfliehen. Dem Spieler dabei immer auf den Fersen sind die Gesetzeshüter der Pinkerten-Detektei.

    Im Verlauf der ersten Spielstunden lernen wird die verschiedenen Bandenmitglieder kennen. Wer fleißig mit den Bewohnern des Camps spricht und ihre Wünsche erfüllt, gewinnt an Beliebtheit. Nach dem actionreichen Anfang lässt sich der Spieler schnell im Camp der van der Linde Gang nieder. Die allzu behäbige Steuerung trägt ihren Teil dazu bei, dass es gerade in den Anfangsstunden von Red Dead Redemption öfters mal gemächlich zugeht.

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    Langsamer als der Vorgänger

    Rockstar Games liefert mit Red Dead Redemption 2 den langerwarteten Nachfolger des beliebten Red Dead Redemption ab. Zwar stand bereits der Vorgänger nie für besonders schnelle Action, im Vergleich zu Arthur Morgan war John Marston jedoch deutlich flinker unterwegs. So reiten selbst erfahrene Spieler hin und wieder gegen einen Baum oder treffen trotz Zeitlupe bei der "Dead eye"Funktion nicht das Ziel. Es empfiehlt sich, mit den Einstellungen zu experimentieren, bis die Steuerung flüssig ist. Ohnehin werden sich Spieler nach einigen Stunden an die behäbige Steuerung gewöhnen. Seitenmissionen wie Domino sorgen wie schon im Vorgänger für reichlich Abwechslung.

    Liebenswerte Charatere

    Für die Vorstellung der Charaktere lässt sich Red Dead Redemption ausgiebig Zeit. Dadurch gelingt es, beim Spieler eine tiefe Verbindung zu den einzelnen Charakteren aufzubauen: der hitzköpfige Bill Williamson, der schüchterne Lenny Summers oder die auf Rache sinnende Sadie Adler. Vertieft werden die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren während dialoglastigen, oft langen Ritte zu den Missionsorten. Entwickelt sich die Story zu Anfang noch gemächlich, nimmt sie im Verlauf des Spiels gewaltig an Fahrt auf. Immer wieder eskaliert die Situation, bis zum spektakulären Finale, welches für den Spieler eine große Überraschung bereithält.

    Lebensechte Tierwelt

    Für Realismus sorgt in Red Dead Redemption 2 auch die glaubwürdig simulierte Tierwelt. Da springt dann schon einmal ein Hase vor das Pferd oder Damwild bricht aus dem Unterholz. Vogelschwärme am Himmel und Alligatoren in den Sümpfen des Staates Lemoyne runden das Bild einer lebendigen Spielwelt ab. Daneben erwarten den Spieler zahllose Zufallsbegegnungen, die meist abseits der Hauptstory passieren und eigene kleine Geschichten darstellen. So taucht bei einem Ritt am Fluss etwa ein schreiender Mann auf, der von einer Schlange gebissen wurde. Der Spieler kann ihm nun Medizin, das Gift aus der Wunde saugen oder ihn sterben lassen. Je nachdem, wie er sich entscheidet, verläuft die Geschichte weiter.

    Fazit: Ein würdiger Nachfolger

    Mit Red Dead Redemption 2 erfindet Rockstar Games das Rad nicht neu. Wiederzuerkennen ist die Western-Idylle aus dem Vorgänger dank zahlreicher Neuerungen und aufpolierter Grafik aber ebenfalls fast nicht. Spieler erwartet eine frische Geschichte um eine der letzten Western-Banden. Die technischen Aspekte wie die Charakteranimationen, das Sounddesign und die Sprachausgabe sind wie von Rockstar gewohnt auf Spitzenniveau. Insgesamt können Spieler alleine mit der Hauptstory 40 bis 50 Stunden ihren Spaß haben. Wer zusätzlich noch die Nebenaktivitäten und -missionen macht, kommt auf das Doppelte oder Dreifache.All das macht Red Dead Redemption 2 zu einem Must-Have für Genre-Fans.

Kommentare

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  1. ModuGames
    Guter Text, auch wenn er für ein Spiel dieser Größte stellenweise etwas oberflächlich ist. Gibt es aber einen bestimmten Grund, warum du das hier nicht bei den Leser-Tests veröffentlicht hast? Genau für diese Art Text sind die nämlich gedacht.
      CallMeTeci gefällt das.
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