Shenmue II - Mehr als ein Fighting Game

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  1. „From a far Land in the East”. Aus einem Land im Osten wird er kommen um seine Bestimmung zu finden. Das sind die Einleitenden Worte von Shenmue II. Doch alles beginnt zuerst bei Teil 1. Ryo Hazuki, der Hauptcharakter der Serie, wird Zeuge wie sein Vater von einem Chinesen namens Lan Di ermordet wird. Ryo und sein Vater betrieben einen Dojo in Japan bis eines Tages eben dieser mysteriöse Mann aus China auftaucht und Ryo’s Vater vor seinem Augen mit seiner Vergangenheit in China konfrontiert. Dabei geht es Lan Di eigentlich nur darum sich den Phönix Spiegel einzuverleiben. Doch diesen will er sich nicht bei einem Nachmittagsplausch erbetteln, nein er holt sich ihn mit Gewalt. Erst als Lan Di Ryo mit dem Umbringen bedroht willigt der Vater ein und verrät den Aufbewahrungsort des Phönix Spiegels. Zum Nachteil für ihn, er wird daraufhin ermordet. Mit einem Herz voller Rache macht sich Ryo auf den Mörder seines Vaters zu finden und ihn zur Strecke zu bringen. Das ist die Geschichte des ersten Teils der für den Dreamcast erschien. Doch keine Sorge, die Geschichte wird in Shenmue II noch einmal in Videos erzählt, damit auch Neulinge in die Story finden.

    Ryo’s Suche führt in am Ende von Teil 1 nach China, das der Zeitpunkt wo Shenmue II auf der Xbox beginnt. Mit dem Schiff im Hafen von Hongkong anlegend, beginnt mit dem ersten Schritt auf das chinesische Festland seine Suche. Wird er Lan Di hier finden? Und wird er die dunkle Vergangenheit seines Vaters und das damit verbundene Geheimnis lüften? Es liegt in der Hand des Spielers eine Reise anzutreten, die nur ein Teil eines viel größeren Abenteuers ist...


    Features

    • Eine riesige detailierte Welt mit mehr als 1000 Charakteren
    • Spannende Kämpfe die der Virtua Fighter Serie entliehen wurden
    • Geschrieben und produziert von Yu Suzuki
    • Beinhaltet den ersten Teil als Film auf einer DVD Video.

    Gameplay

    Das Gameplay von Shenmue lässt sich am einfachsten mit dem folgenden Wort beschreiben: Ungewöhnlich. Wer schon den ersten Teil auf der Dreamcast gespielt hat, weiß wovon ich rede. Es ist nicht notwendig mit Pumpguns oder Schwertern Gegnermassen über den Jordan zu schicken. Shenmue setzt stattdessen auf die klassischen Adventure-Tugenden. Ohne jedoch zuviel davon in sich einzusaugend, entwickelte sich mit Shenmue auf Konsolen ein eigener Adventure-Stil der auch mit dem Nachfolger noch seinesgleichen sucht. Der Schöpfer und Entwickler dieses Spiels, Sega’s Star Designer Yu Suzuki, hat bewusst alle bekannten Adventure-Klischees abgelegt und ist seinem eigenen Stil nachgegangen und hat meiner Meinung nach genau die richtige Balance zwischen Adventure und „eigenem Genre“ gefunden. „Eigenes Genre“? Warum, das zeigt die ausführliche Beschreibung des Gameplays.

    Das Gameplay von Shenmue lässt sich grob in drei verschiedene Elemente gliedern. Das erste ist der Adventure-Part. In ihm muss der Spieler Leute befragen, von A nach B laufen und den einen oder anderen Hinweis aufsammeln. Das zweite Element sind die an Virtua Fighter (von wo sonst?) angelehnten Kämpfe, die sich ähnlich wie das beliebte Beat em Up steuern lassen. Und das dritte, genauso Aktion-geladene, Element sind die sogenannte Quick Time Events QTE. Bei diese „Events“ kommt man sich in die alten Laserdisk Games Zeiten zurückversetzt. Wie damals im bekannten Dragons Lair, muss der Spieler bestimmte Tasten, welche in der Mitte des Bildschirms eingeblendet werden, drücken. Und das alles zum Beispiel während einer Verfolgungsszene. Durch das richtige Drücken der richtigen Taste im richtigen Moment verwandelt sich die Verfolgungsjagd in eine halsbrecherische Szene, wie man sonst nur von Actionfilmen kennt. Die Artverwandtheit zu Dragon Lair soll aber bei für das Spiel kein Nachteil sein. Es dient nur zur Auflockerung des Alltags im Spiel. Denn ansonsten ist die Gangart von Shenmue II eine ganz andere. Sehr ruhig, ja wenn nicht zu Beginn sogar träge. Neulinge werden zu Beginn des Abenteuers schon einige Weg- und Durststrecken durchstehen müssen.

    Die spielt sich das Spiel wirklich?

    Man blickt Ryo aus der Third-Person Perspektive über die Schulter. Mit der L Taste rennt man und mit dem linken Steuerkreuz geht unser Charakter. Die Interaktion auf die Umgebung beschränkt sich mit den Aktionstasten auf Aktionen wie Sprechen, Tür öffnen usw. ausführen. Das tolle an dem Spiel ist aber, dass man fast jeden Ort, jedes Geschäft betreten kann und noch dazu mit jeder sichtbaren Person ein Gespräch beginnen kann. Die meisten Gespräche laufen zwar monoton ab, jedoch gelang es den Entwicklern dadurch eine lebende Stadt zu simulieren. Das Inventar gibt einem einen Überblick über die erhaltenen Objekte. Im Notizbuch werden die Orte und Personen eingetragen welchen man sich als nächstes zuwenden soll und muss. Da Hong Kong in mehrere Stadtteile aufgeteilt ist, ist die Orientierung ohne eine Karte alles andere als leicht. Hier helfen einem eben Stadtkarten weiter die man am Ende und am Anfang eine Viertels kaufen kann. Apropos Geld. Da Ryo Hazuki zu Beginn des Spiels ausgeraubt wird, besitzt er natürlich kein Geld. Aber da ja bekanntlich ohne Moos nichts los ist, muss der Spieler sich Geld bei kleinen Jobs, beim Glücksspiel oder in einem Pfandhaus besorgen. Denn die Übernachtung im Hotel ist ja auch nicht umsonst. Aber gerade im Hotel in dem man zu Beginn übernachtet, fällt es einem nicht schwer dem schmierigen Hotelbesitzer das schwer verdiente Geld eine Zeitlang nicht zu geben. Man sagt einfach, dass man momentan kein Geld hat. Eine Zeit geht es auch gut, aber dann....

    Virtua Fighter

    Im Alltag geht es aber auch nicht immer friedlich zu. Manchmal ist es auch notwendig die Fäuste sprechen zu lassen. Und zwar wenn schwächere Mitmenschen unterdrückt werden, kommt bei Ryo der Beschützerinstinkt zum Vorschein. Und dieser hat es in sich. Das Spiel schaltet dann in einem an die Virtua Fighter Serie angelehnten Modus um. Nun kann der Spieler Attacken wie Schläge, Tritte oder Würfe einsetzen. Blocken und Ausweichen geht natürlich auch. Und da die Feinde im Laufe des Abenteuers immer besser werden, muss auch Ryo dazulernen. Einige Techniken hat er ja aus Japan mitgebracht, die sich mit Hilfe von Tastenkombinationen ausführen lassen. Da er aber in China auf neue Angriffstechniken stößt, lernt er, ähnlich einem Rollenspiel, eben diese neu hinzu. Alte und weise Martial Arts-Spezialisten haben für ihn den einen oder anderen Trick auf Lager. Diese Moves werden in das Notitzbuch unter Move-List eingetragen, damit sich der Spieler die Tastenkombinationen nicht merken muss. Hier 3 Bilder zum Thema Kampf!

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